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Test

14.07.2017

Audi Q2: Held im Stadtgetümmel

Der Q2 ist ein Geländewagen, der technisch mit dem Audi A3 verwandt ist. Foto: Audi
7 Bilder
Palette abgerundet: Mit dem Q2 ist seit Ende 2016 das kleinste SUV von Audi auf den Markt.
Bild: Audi (dpa)

Audi schickt mit dem Q2 einen neuen Helden ins Stadtgetümmel und zeigt damit, dass die Gattung der "Mini-SUV" durchaus Sinn machen kann. Der Test-Bericht.

Bringt ein Hersteller ein neues Mini-SUV auf den Markt, ist die Gretchen-Frage in der Regel nicht weit. Klein und SUV – ist das nicht ein Widerspruch in sich?

Als erster deutscher Premium-Hersteller hat sich zuletzt Audi dieser Herausforderung gestellt. Mit dem Q2 haben die Ingolstädter Ende 2016 ihre Produktpalette im Segment der Geländewagen erweitert und sind nun auch dort präsent, wo etwa bei Mercedes und BMW unterhalb von GLA und X1 noch eine kleine Lücke klafft. Die Antwort – und damit zurück zur Gretchen-Frage – ist beeindruckend (deutlich): Klein und SUV – das kann durchaus Sinn machen.

Audi Q2 setzt technisch beim A3 an

Technisch setzt der Q2 beim A3 an, von dem etwa der Aufbau übernommen wurde. Bei der Optik wiederum ist die Verwandtschaft zum Q3 unübersehbar. Allerdings hat Audi den neuen Kleinsten im Segment noch mal ordentlich geschrumpft: in der Höhe fehlen dem Q2 satte zehn Zentimeter, in der Länge sogar 20 zum großen Bruder.

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Dabei muss man den Audi-Entwicklern wirklich goldene Händchen attestieren. Denn auf den ersten Blick ist der Q2 kaum weniger SUV als der Q3. Im Gegenteil: Dank der aufgefrischten Audi-Optik mit überarbeitetem Kühlergrill, den dominanten Lufteinlässen und den aggressiven Scheinwerfern steht der Kleine bullig wie ein Großer auf der Straße. Und auch im Innenraum ist der Q2 – zumindest in der vorderen Sitzreihe – überraschend geräumig.

Wobei wir an der Stelle sind, an der das SUVchen seine vollen Qualitäten ausspielt. Denn im Alltag funktioniert diese Kombination aus „gerade groß genug“ und „gerade Platz genug“ einfach richtig gut. Ein- und Aussteigen, ein- und ausladen, ein- und ausparken, das alles läuft hier angenehm entspannt.

So richtig zum Held im Stadtgetümmel wird der Q2 aber durch seine inneren Werte. Das Zauberwort lautet: Progressivlenkung. Die serienmäßig verbaute, sportliche Lenkung mit variabler Übersetzung macht das SUV so leichtfüßig, das es sich theoretisch mit zwei Fingern durch den Innenstadtverkehr navigieren lässt. Perfekt ergänzt wird das Fahrverhalten von der Motorisierung, bei der – wie auch bei den Abmessungen – ganz auf Downsizing und ein astreines Ansprechverhalten gesetzt wurde.

Audi Q2 im Test: Preis, Daten, Motor

Angesichts von nur 1200 Kilo Leergewicht kommt Audi in der Basis sogar mit einem Dreizylinder mit nur einem Liter Hubraum und 116 PS aus. Der getestete Zwei-Liter-Diesel mit seinen 340 Nm Drehmoment reagierte beeindruckend auf jede noch so kleine Bewegung des Gaspedals, war im Stadtverkehr allerdings fast schon übermotorisiert, dafür aber nur unter großer Anstrengung über sechs Liter Verbrauch zu bringen. Das Ergebnis: Energieeffizienzklasse A – da dürften selbst SUV-Kritikern die Argumente ausgehen.

Ganz frei von Kritikpunkten ist der Q2 trotz all seinen Stärken nicht. Es krankt – wie inzwischen bei fast allen Autos im Premiumsegment – an einer gesunden Preisgestaltung. Entsprechend nichtssagend ist der Einstiegspreis in die Modellreihe, der laut Liste bei 22 900 Euro liegt. Wer im Katalog jedoch nur weit genug vom eher nackten Basis-Modell nach hinten blättert, kann den Q2 fast so gut ausstatten wie den Q7.

Der Testwagen mit Allradantrieb und Ausstattungslinie „sport“ kam so samt Extras wie LED-Scheinwerfern, Technik-Paket „Technology selection“ (3000 Euro) und Assistenzsystemen auf sage und schreibe 52.000 Euro.

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