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Foto: Audi AG

Zeigt klare Kante: Der neue Audi Q3 startet im Herbst. Preise sind offiziell noch keine bekannt, aber unter 30000 Euro im Einstieg wird der Premium-SUV nicht mehr zu haben sein.

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Könnte bald als Plug-In-Hybrid kommen: der BMW X1.

Foto: Mazda

Kommt noch im Sommer mit neuem Diesel: der Mazda CX-5.

Foto: Opel

Soll 2019 als Strom-Version kommen: der Opel Grandland X.

Foto: Kia

Sieben Jahre Garantie serienmäßig: der Kia Sportage.

Foto: Audi AG

Es geht auch günstiger: Hyundais Tucson beginnt bei knapp 23000 Euro. Seine Front ist nicht weniger markant als die des Audi Q3.

Foto: Volvo

Fortschrittlich: Volvos XC40, der sich per App öffnen lässt.

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Da braucht es Selbstbewusstsein – und Geld: der Range Rover Evoque, ein Kompakt-SUV, das sogar als Cabrio antritt, dann für 55000 Euro.

Marktüberblick
27.07.2018

Audis coolster Q (3) - und seine härtesten Konkurrenten

Von Michael Gebhardt

Die zweite Generation des Kompakt-SUVs von Audi tritt markanter auf. Das ist auch nötig, schließlich verlangen die Ingolstädter einen ordentlichen Premium-Aufschlag _ und die Konkurrenz schläft nicht.

Q8, A1 und jetzt auch noch Q3 – bei Audi sind gerade Premieren-Wochen. Bei dem kompakten SUV war es nach sieben Jahren aber auch höchste Zeit für einen Nachfolger: Generation II legt den Babyspeck des aktuellen Modells ab, wächst um zehn Zentimeter auf fast viereinhalb Meter Länge und sieht ein ganzes Stück bulliger aus. Das liegt vor allem an der höheren Motorhaube und dem neuen achteckigen Kühlergrill. Dazu kommen flache LED-Scheinwerfer, mehr Muskeln und ein flottes Heck mit schräger Scheibe. Hinter der Heckklappe verschwinden bis zu 675 Liter Gepäck, je nachdem wo die um 15 Zentimeter verschiebbare Rückbank eingerastet wird. Praktisch: Wer das Gestühl komplett flach legt, kann die Hutablage unter dem Ladeboden verstauen.

Das Cockpit folgt dem Vorbild der jüngsten Audi-Modelle. Es gibt digitale Instrumente und einen großen, zum Fahrer geneigten Berührbildschirm. Die Klimasteuerung darunter arbeitet beim Q3 allerdings noch herkömmlich mit Tasten und Drehreglern. Wünschenswert wären ein paar mehr Ablagen, abgesehen von den Türtaschen und der Mittelarmlehne bleiben nur die Cup-Holder für Kleinkram. Das Fach vor dem Schalthebel ist jetzt auch im Q3 fürs Handy reserviert; dort wird es induktiv geladen und Apple-Smartphones verbinden sich sogar kabellos mit dem CarPlay-System. Android-Nutzer müssen auf die USB-Anschlüsse zurückgreifen, von denen einer nach dem neuen C-Standard arbeitet.

Zum Start im Herbst treten drei Turbo-Benziner mit 150, 190 und 230 PS sowie ein 150-PS-Diesel an. Ein zweiter Selbstzünder mit 190 PS ist in der Pipeline. Front- und Allradantrieb, Sechsgang-Schalter und Siebengang-Doppelkupplung sind modellabhängig Serie oder optional erhältlich. Eine Hybrid- oder Plug-in-Variante ist zwar in Planung, bis die komm,t dürfte es aber mindestens noch ein Jahr dauern. Damit könnte sich einer der stärksten Gegner des Q3 einen Vorsprung durch Technik erarbeiten: Zwar ist der BMW X1 bei uns ebenfalls noch nicht mit Steckdosen-Anschluss erhältlich, in China aber schon. Wenn die Münchner sich beeilen, könnten sie den Plug-in-X1 zügig auch hierzulande auf die Straße bringen. Ohne die Strom-Version nehmen sich die beiden SUVs nicht viel, das Motorenangebot ist ähnlich, die Preise dürften es auch sein. Zwar verrät Audi noch keine Tarife, aber unter 30000 Euro wird der neue Q3 nicht mehr zu haben sein. Ebenfalls einen Plug-in in Planung hat übrigens Opel: Der mit dem Peugeot 5008 baugleiche Opel Grandland X soll noch 2019 unter Strom gesetzt werden. Ehrensache, dass er ein gutes Stück günstiger ist als das bayrische Premium-SUV.

Wer mehr Power sucht, muss nach Stuttgart schauen. Zwar ist der Mercedes GLA nicht so SUV-ig wie der Q3; das liegt schon an der recht niedrigen Sitzposition. Dafür haben die Schwaben ihn in die Hände der hauseigenen Tuning-Werkstatt AMG gegeben, die dem GLA mit 381 PS ordentlich Beine macht. Richtig Abwechslung bringt auch Land Rover ins Segment der kompakten SUVs: Der Range Rover Evoque ist nicht nur mit vier Türen zu haben, sondern auch als Coupé und sogar als Cabrio. Vor allem letzteres ist ein Hingucker. Mit ein bisschen Selbstbewusstsein lässt sich die Kombi aus Höhersitzen und Open-Air-Feeling auf einzigartige Art und Weise genießen. Mit über 55000 Euro stößt der offene Brite preislich allerdings auch in die Region des Power-GLA vor.

Etwas Besonderes ist auch der Subaru XV, den man für einige tausend Euro weniger bekommt als den Audi Q3. Die Japaner setzen auf Boxermotoren, allerdings nur noch als Benziner. Ebenfalls eine ausgedehnte Urlaubsreise günstiger als der Audi ist der Mazda CX-5. Mit seiner scharfen Optik trifft er den Geschmack vieler und mit dem Facelift noch in diesem Sommer erhält der Diesel endlich ein SCR-Abgasreinigungssystem. Volkswagen hat diesen Schritt bereits vollzogen. Die technisch eng verwandte, konzerninterne Konkurrenz zum Q3 heißt VW Tiguan und entlässt ausschließlich sauber gereinigte Abgase in die Welt, punktet mit vielfältigem Motorenangebot, perfekter Verarbeitung und zumindest einer kleinen Ersparnis: Gut dreieinhalbtausend Euro dürfte der Verzicht auf das Ingolstädter Premium-Image bringen. Lohnen kann sich auch ein Besuch beim Volvo-Händler, wo seit einiger Zeit der Volvo XC40 auf Kundschaft wartet. Der über 31000 Euro teure Schwede dürfte vor allem Online-Jünger begeistern: Er lässt sich per App und Smartphone öffnen und starten. Wer dagegen Wert auf möglichst lange Sorgenfreiheit legt, schaut sich besser bei den Koreanern um. Dort gibt es auf die frisch überarbeiteten SUVs Kia Sportage und Hyundai Tucson sieben beziehungsweise fünf Jahre Garantie – und deutlich günstiger als der Audi sind die beiden obendrein.

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