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08.10.2018

Das sind die Trend-Bikes der Motorrad-Saison 2019

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Ein echtes Schmankerl für 2019 ist die neue Indian FTR 1200 im Stil der US-amerikanischen Flat Track Bikes.

Nach der Saison ist vor der Saison: Wir gönnen uns schon heute einen Blick auf die spannendsten Motorrad-Neuheiten 2019. Was die wichtigsten Hersteller planen.

Wenn die Werbesprache vermeintliche „Legenden“ wiederauferstehen lässt, ist Vorsicht geboten. Doch im Falle der Katana hat Suzuki absolut Recht: Man kann es einfach nur die Rückkehr einer Legende nennen, wenn die neue GSX 1000 S Katana auf den Markt kommt. Anfang der 80er Jahre spalteten die ersten, für damals extrem futuristischen Katana-Modelle die Motorradwelt in Bewunderer und Verächter. Zu fortschrittlich war vielen das Design, andere waren schier begeistert.

Jetzt ist endlich die Neuauflage der Suzuki Katana serienreif und wird als 150 PS starkes Straßenmotorrad beim Händler stehen - leider erst 2020. 108 Nm Drehmoment bei nur 215 kg Gewicht klingen vielversprechend. Wer das messerscharf gezeichnete „Schwert“ (der Begriff Katana steht für das Zusammenwirken verschiedener japanischer Handwerkskünste) sieht, kann’s jedenfalls kaum erwarten.

Bereits ab dem Frühjahr 2019 wird hingegen die brandneue Indian FTR 1200 für Furore sorgen. Sie lässt die Historie der großen alten US-Marke wieder aufleben, die seit der Gründung 1901 (zwei Jahre vor Harley-Davidson) auch stets von Rennsport geprägt war. Und aus dem kommt direkt die FTR mit einem neu entwickelten, 120 PS starken V2-Kraftwerk im leichten Gitterrohrrahmen. „Flat Track“ heißt die amerikanische Disziplin, in der Indian schon zwei Jahre in Folge siegreich ist.

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Dieser Ruhm soll künftig aufs käufliche Power Naked Bike ausstrahlen. Zu Preisen ab rund 14500 Euro wird die Indian FTR irgendwo zwischen Ducati Monster und Ducati Diavel liegen, aber auch künftigen Harleys dieser kräftig-sportlichen Art Kunden abspenstig machen. Die Edel-Version FTR 1200 S glänzt mit komplett einstellbarem Öhlins-Fahrwerk und Connectivity mit dem Smartphone.

Ducati frischt bereits seine noch junge Scrambler 800-Reihe auf. Zur aufgewerteten Ducati Scrambler Icon gesellen sich 2019 drei weitere optimierte Varianten: Café Racer, Desert Sled und Full Throttle. Am auffälligsten ist die neue Café Racer in ihrem weiß-blauen Dekor. Wie die anderen Versionen zeichnen auch sie Neuerungen aus wie eine leichtgängige Hydraulik-Kupplung, Kurven-ABS von Bosch und ein LCD-Cockpit. In allen neuen Scrambler 800-Ablegern kommt derselbe 90 Grad-L-V2 mit 803 ccm Hubraum und 73 PS Leistung wie bisher zum Einsatz.

BMW hat für die Motorradsaison 2019 nicht nur eine Neuauflage seines absoluten Bestsellers GS zu bieten (wir berichteten), sondern den ebenfalls neu motorisierten Touren-Spezialisten R 1250 RT. Beide leisten jetzt mit dem weiter entwickelten 1,25-Liter-Boxermotor 136 statt bisher 125 PS. Mehr Power verdanken die beiden BMWs vor allem der variablen Ventilsteuerung „Shift Cam“, die ganz nebenbei die Abgase säubert und den Verbrauch senkt. Angesichts wesentlich mehr Serienausstattung steigen die Preise recht moderat: Die BMW R 1250 GS kostet jetzt 16150 Euro, die R 1250 RT 18000 Euro.

Schon länger dauert die Wiederbelebung der legendären deutschen Motorradmarke Horex von 1926. Sie ist gezeichnet von Höhen und Tiefen. Aus Landsberg am Lech kommt die brandneue Horex VR6 Raw in schwarzer Lackierung. Ab 2019 senkt das puristische Bike das Einstiegspreis-Niveau von Horex auf immer noch stolze 35500 Euro. Der extrem kompakt konstruierte Sechszylinder-Motor leistet imposante 163 PS. Auch seine Baureihen Café Racer und Classic hat Horex für den kommenden Modelljahrgang optimiert. Die legendäre deutsche Traditionsmarke scheint endlich durchstarten zu können.

Das Neuheiten-Spektrum von Kawasaki reicht vom nunmehr 231 PS starken Supersportler Ninja H2 samt selbstheilendem Lack (korrigiert eigenständig Kratzer) und ausgereifter Connectivity bis hin zu zwei brandneuen Leichtkrafträdern: Der nackten Z 125 und der verkleideten Ninja 125 für Fahranfänger. Beide 125er schöpfen die 15 PS-Begrenzung voll aus und sparen dabei Gewicht – unter anderem durch einen leichten Gitterrohrrahmen, wie er grundsätzlich auch bei der 216 PS stärkeren Ninja H2 zum Einsatz kommt. Außerdem setzt Kawasaki besonders auf Styling, denn in dieser Klasse bleibt sonst nicht viel Spielraum, um sich von der Konkurrenz abzusetzen.

Dem hält Yamaha die neue YZF-R 125 entgegen, die mehr denn je die Optik vom renommierten Supersportler der Marke übernimmt: der Yamaha YZF-R1 mit 200 PS. Daneben bringen die Japaner neue Vintage-Farbtöne für die beliebten Retro-Modelle XSR 700 und 900, darunter eine besonders ansprechende im Stil der Yamaha-Rennmotorräder der 70er Jahre - also auch hier das gekonnte Zitieren von Legenden. Auch sämtliche Mitglieder der populären MT-Familie gibt es jetzt in neuen Farben.

Die heißeste aktuelle Neuheit von Honda könnte von immenser Bedeutung sein: Die Super Cub C125 ist laut den Japanern „das meistverkaufte Motorfahrzeug der Welt“ und wird bei uns noch 2018 für 3690 Euro zu haben sein. Der Roller wirkt nicht ohne Grund wie ein Retro-Gefährt, denn seine Grundkonzeption schreibt seit über sechs Jahrzehnten Geschichte und wird heute in über 160 Ländern verkauft. Die Super Cub C125 wird in Deutschland in Blau und Rot zu haben sein.

Aprilia präsentiert neue Grafiken für ihr mit 175 PS bärenstarkes Naked Bike Tuono V4 1100. Die besonders hochwertige Tuono-Variante „Factory“ erhält zudem ab sofort eine neues, elektronisch geregeltes Fahrwerk vom schwedischen Spezialisten Öhlins. Aprilias italienische Landsmänner von Moto Guzzi bringen mit der V85 TT eine interessante Mittelklasse-Reiseenduro im Retro-Design der 80er Jahre. Ab dem Frühjahr soll sie mit 80 PS zu haben sein und zeigen, dass man auf Asphalt und in leichtem Gelände nicht mehr Leistung braucht, um Spaß zu haben.

KTM hat seinen Sporttourer 1290 Super Duke GT verstärkt sowie die hyperagile 1290 Super Duke R für 2019 optisch überarbeitet. Die GT ist auf 175 PS Leistung und 141 Nm Drehmoment erstarkt und bietet mit Neuerungen wie dem „Quickshifter+“ mehr Komfort und Sportlichkeit beim Schalten. Derartige technische Retuschen schienen bei der KTM 1290 Super Duke R mit ohnehin 177 PS nicht nötig, stattdessen haben die Österreicher ihre Kurven-Räuberin mit allerhand Details aufgefrischt.

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