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Neuzulassungen 2016

12.02.2017

Das sind die beliebtesten Elektroautos in Deutschland

E-Auto in Clio-Größe: Der 4,09 Meter lange Renault Zoe ist seit Juni im Handel und bietet fünf Personen Platz. Seine theoretische Reichweite geben die Franzosen mit 210 Kilometern an. Foto: Renault
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Platz 1 unter den neu angemeldeten E-Autos in Deutschland 2016: der Renault Zoe.
Bild: Renault (dpa)

Der Markt für Elektroautos wächst. In Deutschland dominieren vor allem drei Hersteller. Ganz vorne in der Liste der Neuzulassungen 2016 steht ein Kleinwagen aus Frankreich.

In Deutschland ist der Verkaufschlager unter den E-Autos ein Franzose – das besagt zumindest die Zahl der Neuzulassungen für das Modell „Zoe“ von Renault. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat zwar die statistische Auswertung für alle 2016 neu angemeldeten Fahrzeuge noch nicht veröffentlicht, die monatlichen Zahlen sind aber auf der Internet-Seite des KBA zu finden. Nach eigenen Recherchen wurde das E-Auto von Renault im vergangenen Jahr bundesweit 2804 Mal zugelassen.

Damit liegt der Kleinwagen nicht nur auf Platz eins, er lässt auch die Konkurrenz weit hinter sich: Der Zweitplatzierte BMW i3 wurde nur 1526 Mal angemeldet, dicht gefolgt von Tesla: Das „Model S“ des amerikanischen Herstellers, ein Oberklasse-Wagen, kommt auf 1426 Neuzulassungen. Rechnet man Teslas SUV, das „Model X“ mit ein, scheint Tesla als E-Auto-Anbieter sogar beliebter zu sein als BMW. Denn dann kommt der Hersteller auf 1908 neu zugelassene Wagen, während BMW nur mit seinem „i3“ in den Statistiken auftaucht.

Prof. Dr. Stefan Bratzel vom Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch-Gladbach warnt aber davor, von der Zahl der Neuzulassungen auf die Zahl der tatsächlich verkauften Wagen zu schließen. Denn in der Statistik sind auch „strategische Neuzulassungen“ versteckt. „Händler werden von den Herstellern gezielt dazu gedrängt, am Ende des Monats Wagen zuzulassen“, erläutert Bratzel.

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Der Trend geht zum E-Auto - allerdings sehr langsam

Zum 1. Januar 2015 waren nach Angaben des KBA in Deutschland insgesamt 18.948 E-Autos angemeldet, genau ein Jahr später waren es schon 25.502 – das ist ein Wachstum von 35 Prozent.

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Der Trend geht zwar erkennbar zum E-Auto, der Nutzerkreis sei aber noch eingeschränkt, sagt Bratzel. Das liege zum einem am hohen Kaufpreis und zum anderen daran, dass nicht jeder Autofahrer auch eine Garage mit Steckdose besitze. Aktuell seien es liberal eingestellte Intellektuelle mit genügend Geld, die auf batteriebetriebene Autos setzen. „Zoe“ gibt es ab 22100 Euro zu kaufen, der bayerische „i3“ kostet 34950 Euro und für Teslas „Model S“ muss der Kunde mindestens 81.419 Euro locker machen. Für den SUV, das „Model X“, berechnet Tesla sogar 106.800 Euro.

Eine repräsentative Umfrage des CAM und des Marktforschers „YouGov“ zeigt aber, dass sich jeder zweite Autofahrer vorstellen kann, in den nächsten vier Jahren auf ein E-Auto umzusteigen. Als Grund geben sie die Umweltfreundlichkeit an.

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