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15.04.2020

Der Mercedes-Benz GLA ist erwachsen geworden

Hat sich gemacht: der neue Mercedes-Benz GLA.
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Hat sich gemacht: der neue Mercedes-Benz GLA.
Bild: Daimler AG

Der Kompakt-SUV der Stuttgarter sieht besser aus und bietet mehr Platz. Und wie fährt er sich? Ein erster Test.

Aller guten Dinge sind acht. Zumindest bei der mittlerweile recht zahlreichen Kompaktwagen-Familie von Mercedes. Der neue GLA rundet als achtes Mitgl jetzt das Angebot ab. Mit der äußerst erfolgreichen ersten Generation (mehr als eine Million produzierter Fahrzeuge) hat das Auto - bis auf den Namen - wenig zu tun. Aus dem Jungspund, der einst aufgrund seines frechen Designs punktete, ist ein erwachsener SUV geworden.

Mit dem neuen Look passt der GLA besser in die Familie

Und das sieht man ihm auch an. Mit seinem gefälligeren GLE-Look passt er optisch besser in die Stuttgarter SUV-Familie als vorher. Eine runde Sache, mit fließenden Flächen, einzig die Powerdomes auf der Motorhaube sorgen für Ecken und Kanten. Dabei zeigt der neue GLA wahre Größe: Zwar ist er im Vergleich zum Vorgänger in der Länge um 1,5 Zentimeter geschrumpft. Aber ein um drei Zentimeter längerer Radstand sowie die Erhöhung der Karosserie um ganze elf Zentimeter haben aus dem Klein-SUV ein echtes Raumwunder gemacht. Jetzt sitzt man auch endlich wie in einem echten SUV. Zehn Zentimeter höher als in der ersten Generation. Das bringt mehr Übersicht, auch weil an den Dachsäulen buchstäblich gefeilt wurde.

Das Cockpit des GLA präsentiert sich stark aufgewertet

Das Cockpit präsentiert sich stark aufgewertet, gegen Aufpreis gibt es sogar die moderne Widescreen-Optik. Aber dafür ist die Sprachsteuerung MBUX bereits in der Serienausstattung enthalten. Denn: Bei der digitalen und intelligenten Fahrzeugassistenz lässt sich Mercedes auch in der kleinsten Klasse nicht mehr lumpen. Nahezu alle Premium-Systeme sind erhältlich. Neu ist die Rettungsgassenfunktion, die das Auto bis Tempo 60 automatisch am Rand der Fahrspur chauffiert. Oder die Ausstiegswarnung, eine raffinierte, erweiterte Funktion des Totwinkelwarners. Zunächst blinkt es nur am Spiegel, wenn sich ein Fahrzeug nähert (auch Radler). Legt man aber seine Hand auf den Türgriff, um auszusteigen, ertönt ein zusätzlicher Warnton.

Der Mercedes-Benz GLA ist erwachsen geworden

Sogar eine „Waschstraßenfunktion“ ist an Bord

Sogar einen Hauch des SUV-Flaggschiffs GLS haben die Entwickler dem neuen GLA mitgegeben. Man kann darüber streiten, ob man die Waschstraßenfunktion braucht - aber wer schon mal vergessen hat, das Seitenfenster zu schließen, der wird dankbar dafür sein. Mit einem einzigen Befehl werden alle Fenster geschlossen, die Seitenspiegel eingeklappt, und das Auto schaltet auf die Frontkamera um, so dass der Fahrer entspannt in die Waschstraße hineinrangieren kann.

Mercedes-Benz GLA: technische Daten

  • Spezifikation: Mercedes GLA 200d
  • Hubraum: 1950 ccm
  • Leistung: 150 PS bei 3400 – 4400 U/min
  • Drehmoment: 320 Nm bei 1400 – 3200 U/min
  • Getriebe: 8-Gang Doppelkupplung
  • Antrieb: Front
  • Länge/B/H: 4,41/1,83/1,61 m
  • Leergewicht (zul): 1615 kg / 520 kg
  • Kofferraum: 425 - 1420 l
  • 0 auf 100: 8,6 Sekunden
  • Top-Tempo: 205 km/h
  • WLTP-Verbrauch: 4,7 Liter Diesel
  • CO2: 124 g/km
  • Emissionsklasse: Euro 6d
  • Preis ab: 38.782 Euro

Praxistauglichkeit hat bei der Entwicklung des GLA offenbar eine große Rolle gespielt. Das trifft insbesondere auf die Lademöglichkeiten zu. Mit einem höhenverstellbaren Bodensystem lässt sich bei umgeklappter Rückbank eine nahezu durchgehend ebene Fläche machen. Stattliche 1420 Litern passen hier hinein und damit fast so viel wie in einen Kombi, zum Beispiel einem Audi A4 Avant. Mitgedacht haben die Techniker auch bei der Fondsitzanlage. Sie ist um bis zu 14 Zentimeter verschiebbar. Gut für den Fall, wenn sperrige Gegenstände eingeladen werden müssen, hinten aber trotzdem noch jemand sitzen soll.

Mercedes GLA: Das sind die Motoren

Bewährtes bei den Motoren: Hier kommen die bekannten Vierzylinder-Diesel und Benziner zum Einsatz, die bei der Einführung der A-Klasse erneuert wurden. Angesichts des doch recht stattlichen Fahrzeuggewichts von 1,615 Tonnen ist der 1,3-Liter Benziner mit 163 PS nicht unbedingt empfehlenswert. Und auch beim Diesel sollte man auf den 220 d und seine 190 PS zurückgreifen. Damit lässt sich der Mini-GLE recht ordentlich bewegen. Ein Rennauto wird freilich nicht aus dem SUV, auch wenn mit allerlei technischem Schnickschnack das Wanken und Nicken der staksigen Karosserie unterdrückt wird. Wer richtig Spaß haben will, der muss auf die AMG-Versionen warten. Eine davon kitzelt sogar 421 PS aus dem Zwei-Liter-Triebwerk und katapultiert den GLA 45 S in 4,3 Sekunden von 0 auf 100.

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