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Neuvorstellung

18.03.2019

Der Polo mit Hochsitz: So schlägt sich der neue VW T-Cross

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Macht sich auch gut in freier Wildbahn: der VW T-Cross, das neue kleinste SUV der Wolfsburger. Die Preise beginnen bei knapp 18.000 Euro.

VW erweitert die SUV-Palette nach unten. Mit dem T-Cross kommt ein flexibler, peppiger Alleskönner. Kleine Schwächen finden sich aber auch.

Jung, frisch, cool, modern, familientauglich, flexibel, so soll das neueste Modell der VW-Palette wirken und auch funktionieren. Keine leichte Aufgabe, ein so breites Spektrum an Aufgaben zu erfüllen. Doch beim T-Cross, dem kleinsten SUV (Sport Utility Vehicle) der großen deutschen Automarke, scheint der Spagat auf den ersten Eindruck hin gelungen. Und es gibt dieses fesche Fahrzeug sogar zu einem attraktiven Einstiegspreis, allerdings auch mit einer sehr langen Aufpreisliste.

Polo-Fans aufgepasst: Für sie ist somit auch eine attraktive Variante mit „Hochsitz“ im Angebot: eben jener T-Cross. Die gesamte Bodenplatte, also auch der Radstand, sind identisch, nur in Höhe (158 mm) und in Länge (54 mm) legt er zu. Das wirkt sich im Innenraum sehr vorteilhaft aus.

Erstaunliche Flexibilität im Innenraum

Die Insassen genießen nicht nur eine gute Über- und Rundumsicht, sie sitzen zudem bequem, sogar im Fond. Erstaunlich ist die Flexibilität im Innenraum: Die Rücksitzbank ist komplett um 14 Zentimeter mechanisch verschiebbar, was natürlich dem Kofferraum zugute kommt, die Beinfreiheit der „Hinterbänkler“ aber überraschend wenig einschränkt. Praktisch ebenfalls, dass die Beifahrerlehne komplett nach vorne umgeklappt werden kann, sodasssich lange Teile wie Möbelstücke oder Surfbretter mit bis zu 2,50 Metern transportieren lassen. Außerdem ist der Ladeboden tiefer legbar, darunter bleibt trotzdem noch eine große Ersatzradmulde, die man ebenfalls mit allerlei Utensilien befüllen kann. Kleine Wermutstropfen gibt es bei aller Flexibilität trotzdem: Verschiebt man die Rückbank nach vorne, entsteht ein tiefer Spalt zwischen ihr und dem Kofferraum und die Lehne ist nur 2:1 umlegbar. Es kann also nicht in der Mitte durchgeladen werden.

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Der Innenraum ist aber nicht nur, trotz kleiner Schwächen, sehr flexibel, er sieht auch, je nach Ausstattungslinie (T-Cross, Life und Style) recht frisch und peppig aus, abgesehen von dem vielen grauen Hartplastik überall, das sich nicht gerade toll anfühlt. Trotzdem bleibt ein guter Eindruck von dem Wagen. Und der setzt sich beim Fahren fort. Die bekannten 1,0 Dreizylindermotoren aus dem VW-Regal passen ordentlich zu dem kleinen SUV, wirken allerdings vor allem bei der schwächsten Motorisierung im tiefen Drehzahlbereich etwas knurrig, rau und träge.

Der VW T-Cross ist 100 Kilogramm schwerer als der Polo

Die rund 100 Kilogramm Mehrgewicht zum Polo wirken sich in der Beschleunigung zwar aus, stellen aber kein Problem dar. 11,5 Sekunden von 0 auf 100 Stundenkilometer sind aber trotzdem nicht gerade berauschend. In wenigen Monaten soll die Motorenpalette um den bekannten 1,6 Liter Diesel erweitert werden, der dem Wagen bei ersten Fahrtests gut zu Gesicht stand. Außerdem soll es demnächst noch einen stärkeren Benziner geben, ebenfalls aus dem VW-Regal.

Fahrwerk und Federungskomfort passen, die Wankbewegungen sind extrem gering und die Motorengeräusche halten sich allzeit in angemessenen Grenzen. Beim Anfahren auf losem Untergrund ist allerdings ein wenig Feingefühl notwendig, damit der Fronttriebler (Allrad wird es nicht geben) nicht durchdreht.

Für Spaß im und am T-Cross sorgen nicht nur die frischen Farben und vielen Ausstattungsvarianten, sondern auch die hohe Konnektivität, also die Vernetzung mit dem Handy, die sogar Spielmöglichkeiten bietet. Wer zum Beispiel gerne viel über sein eigenes Fahrverhalten wissen will, der kann sich im T-Cross nach Herzenslust bedienen.

Innovativ ist das Fahrzeug also allemal, auch wenn kein Gas-, Hybrid- oder Elektroantrieb vorgesehen ist. Voll elektrisch wird VW im SUV-Segment erst 2020, allerdings bei den größeren Modellen.

So viel kostet der neue VW T-Cross

Wer also im Kleinwagensegment ein SUV sucht, bekommt bei VW zum Einstiegspreis von 17.975 Euro ein gutes Auto. Wer seinen Wagen allerdings sehr individuell, technisch besonders hochwertig und chic ausgestattet haben will: Die Aufpreisliste ist lang. 10000 Euro zusätzlich auszugeben, ist durchaus möglich. Dann ist der Kleine aber auch beispielsweise mit jeder Menge Elektronik ausgestattet, so, wie sie sonst nur ihn höheren Fahrzeugklassen verbaut ist.

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