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Test

07.08.2018

Der ist irgendwie anders: Volvos XC40 im Test

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7 Bilder
Skandinavisches Design in Vollendung: der Volvo XC40.
Bild: Volvo

Volvo setzt auch im XC40 auf Individualität. Das Design des Schweden sucht seinesgleichen. An anderer Stelle hat er Nachholbedarf. Der Fahrbericht.

Volvofahrer gefallen sich seit jeher in der Vorstellung, anders zu sein als andere. Dürfen sie auch. Die Marke steht wie kaum eine der Premium-Riege für Individualität. Je populärer das Segment, umso mehr suchen Kunden das Besondere.

Unter den Kompakt-SUVs tobt der härteste Kampf. Wer hier bestehen will, muss es mit Rivalen vom Kaliber eines BMW X1 aufnehmen. Das „X“ kann Volvo auch, beginnen doch alle Modellbezeichnungen der hauseigenen SUVs mit diesem Buchstaben. Der Volvo XC40 ist der Kleinste und Jüngste in der Familie, hat aber schon den Automobilpreis „Car of the Year 2018“ gewonnen. Motorjournalisten aus 23 Ländern bilden da die Jury.

Was beim Erstkontakt sofort auffällt: Die Bezeichnung „Kompakt-SUV“ führt in die Irre. Bei 4,43 Metern Länge und einer Breite von 2,04 Metern (mit Außenspiegeln) kann von einem handlichen Wagen kaum die Rede sein. (Ist aber kein Problem, die 360-Grad-Kamera unterstützt sensationell beim Einparken). Der markante Kühlergrill und die scharfen LED-Tagfahrleuchten in „Thors Hammer“-Optik stehen ebenfalls nicht gerade für Bescheidenheit. Rollt der „Kleine“ auf 20-Zöllern an, manifestiert sich der Eindruck, dass der Schwede locker eine Klasse überspringen könnte.

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Das Kraft und Präsenz ausstrahlende Design steht dem SUV ausgezeichnet. Er tritt zu Einstiegspreisen ab 31.350 Euro frecher auf als seine großen Brüder XC60 und XC90. Gut so. Selbst die treuesten Fans der Marke werden das Kastenförmige vergangener Tage nicht vermissen, zumal der Volvo auch nach der Neuerfindung seines Äußeren sofort als solcher zu erkennen ist. Die typischen L-förmigen Rückleuchten lassen keinen Zweifel an der Abstammung des XC40.

Das eigenwillige Design findet – und das ist nur logisch – im Interieur seine Fortsetzung. Während die halbe Welt horizontal zeichnet, wo immer es geht, setzt Volvo vertikale Stilelemente ein. Die Lüftungsdüsen beispielsweise sind Schlitze, die von oben nach unten verlaufen. Das iPad-große Display in der Mittelkonsole steht hübsch hochkant – wenn es jetzt noch so intuitiv zu bedienen wäre wie in einem BMW!

Die Achtgang-Automatik hat Schwierigkeiten

Wo andere einen richtigen Automatik-Wählhebel verbauen, setzt Volvo auf einen sehr sexy Stummel aus schwedischem Kristallglas. Verwunderlich in einem Premium-Produkt: Der Achtgang-Wandler hat gelegentlich Schwierigkeiten, sich für den richtigen Gang zu entscheiden, und springt nervös hin und her. Im Dynamik-Modus ist die Abstimmung besser. Wer aber so schalten möchte, wie er es gewohnt ist, sollte sich für Wippen am Lenkrad entscheiden, die es leider nur optional (150 Euro Aufpreis) und leider nur in der teuersten Ausstattungsvariante „R-Design“ gibt.

Ob es so betont sportlich sein muss, ist die Frage. Der XC40 ist zwar relativ straff gefedert und verfügt über eine direkte Lenkung, aber die gelassene Gangart scheint ihm doch besser zu liegen. Komfort-Level und Platzangebot lassen jedenfalls keine Wünsche offen. Skandinavische Zurückhaltung würde sich auch auf den Spritkonsum positiv auswirken. Der Top-Motor im 61.380 Euro (!) teuren Testwagen, einem XC40 T5 AWD Inscription, brachte zwar passable Fahrleistungen, war aber unter elf Litern Benzin nicht zu bewegen (Normverbrauch: 7,1 Liter). Vielfahrer sollten vielleicht zum sparsameren Diesel greifen – so lange er noch existiert. Volvo hat angekündigt, keines der kommenden Modelle mehr mit Selbstzünder auszustatten. Schade, denn zukunftssicher wären die Aggregate wohl. Sie erfüllen allesamt die Euro 6d Temp Norm.

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