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Neuvorstellung

14.03.2018

Der „kleine“ Jaguar F-Type: 300 PS sind ein Anfang

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Die Preise für den Jaguar F-Type P300 beginnen bei 59200 Euro. Das Cabrio kommt 7000 Euro teurer.
Bild: Jaguar

Ein Vierzylinder im Jaguar F-Type? Ja, das neue Einstiegsmodell traut sich was! Wir haben ihn schon gefahren.

V6, 340 PS – mit weniger gab sich der Jaguar F-Type bislang nicht zufrieden. Ab sofort kann man den Zweisitzer allerdings auch mit einem Vierzylinder ordern, der jene Käufer ansprechen soll, die nicht auf dem Alpenpass um Bestzeiten fahren wollen, sondern einfach Spaß daran haben, mit einem Sportwagen übers Land zu cruisen.

Dieses Vergnügen wird mit dem 59200 Euro teuren Basismodell gut 9000 Euro günstiger als bisher und auch der Verbrauch sinkt deutlich, von fast zehn auf 7,2 Liter – im Normzyklus. Gleichgeblieben ist dagegen der Cabrio-Aufschlag: Für die zerzauste Frisur muss man nochmal 7000 Euro extra auf den Tisch legen.

Der Begriff Basismodell ist, zugegeben, ein bisschen tiefgestapelt: Die neue P300 getaufte Version stellt, man kann es ahnen, satte 300 Turbo-PS bereit. Und nur die wahren Fans der Marke sehen dem als Coupé und Cabrio erhältlichen Neuling an, dass er seine Kraft nicht aus sechs oder gar acht Töpfen schöpft. Lediglich die einflutige Abgasanlage mit mittigem Endrohr gibt den Vierzylinder zu erkennen. Ansonsten ändert sich an dem nach fünf Jahren Bauzeit immer noch perfekt sitzenden Blechkleid nichts.

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Eine erfreuliche Neuerung gibt es im Innenraum: Mit dem aktuellen Modelljahr hält, nicht nur im P300, sondern auch in allen anderen F-Types, serienmäßig ein neues 10-Zoll-Infotainment-System Einzug, das Schluss macht mit dem Mäusekino. Bevor man das genießen kann, muss man sich allerdings erst in des recht eng geschnittene Cockpit zwängen: Wer entweder einfach groß, oder nicht besonders beweglich ist, tut sich mit dem Einsteigen, Aussteigen, und Sitzen schwer.

Ganz und gar nicht schwer tut sich dagegen der neue Antrieb mit dem gut anderthalb Tonnen wiegenden F-Type: Die serienmäßige Achtgang-Automatik – die den Preisvorteil gegenüber dem ab Werk handgeschalteten 340-PS-V6 übrigens sogar auf 11500 Euro anwachsen lässt – verwaltet die Kraft mit ruhiger Hand und macht entspanntes Gleiten zum Vergnügen. Und auch wenn ihm manchmal die Souveränität der Sechszylinder oder der massive Druck der V8-Modelle fehlt: Im Sportmodus und spätestens ab 3000 Touren legt sich selbst das kleine Aggregat mächtig ins Zeug und klingt dazu für einen Vierzylinder noch ausgesprochen kernig. Bei flotter Fahrt überzeugt die superpräzise Lenkung.

Schade nur, dass die Ingenieure bei der Fahrwerksabstimmung immer noch ausschließlich die dynamischen Sportfahrer im Blick hatten: Sobald der Boden unter den mindestens 18-Zoll großen Rädern schlechter wird, werden die Passagiere ordentlich durchgeschüttelt.

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