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Neuvorstellung

26.07.2019

Der perfekte Lückenbüßer: Mazda CX-30 im ersten Test

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5 Bilder
Kombi? SUV? Komib-SUV? Der Mazda CX-30 geht im Design eigene Wege. Sein Praxisnutzen ist hoch.
Bild: Mazda

Zwischen SUV und kompakt: Mazda bringt mit dem CX-30 ein spannendes Auto. Die wohl größte Neuerung steht aber noch aus.

Was passt zwischen drei und fünf? Na klar, die 30 - zumindest wenn es nach Mazda geht. In die Lücke zwischen CX-3 und CX-5 fährt ab September, anders als erwartet, nicht ein CX-4, sondern der neue CX-30.

Ganz recht kann den Marketing-Vertretern diese Zahlenspielerei freilich nicht sein. Nur: Die Vier im Namen ist bereits vergeben, in China rollt der CX-4 als schnittiges SUV-Coupé über die Straße. Am Ende aber soll der neue Crossover auch nicht mit einer hübschen Benennung überzeugen, sondern vor allem mit seinem guten Kompromiss aus Platz und Abmessungen: Mit 4,40 Metern ist er elf Zentimeter länger als der recht eng geschnittene CX-3 und auf allen Sitzplätzen spürbar geräumiger; trotzdem ist er um einiges handlicher als der über viereinhalb Meter große CX-5.

Der Mazda CX-30 dürfte vor allem Eltern überzeugen

Vor allem junge Eltern dürfte das überzeugen, die damit vor dem Kindergarten noch problemlos einen Parkplatz finden und anders als im CX-3 einen zusammengefalteten Kinderwagen gut transportieren können.

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Auch optisch fährt der CX-30 übrigens in eine Lücke und orientiert sich irgendwo zwischen waschechtem SUV und höhergelegtem Kombi ein. Dass er eng mit dem neuen Mazda3 verwandt ist, verraten der scharfe Blick, der steile, breite Kühlergrill und die flachen Rücklichter; auch den Innenraum hat er sich beim Kompakten abgeschaut, inklusive des Infotainment-Systems, das noch per Drehregler bedient wird und nicht auf Touch-Eingaben reagiert.

Der Mazda CX-30 ist großzügig mit Plastik beplankt

Für mehr Abenteuer-Charme setzt der 30er auf eine großflächige Plastik-Beplankung rundum. Ob die den Lack wirklich jemals im Gelände vor Kratzern schützen muss, sei dahingestellt. Zumindest aber wahren die Japaner mit dem optionalen Allradadantrieb die Chance auf Ausflüge jenseits des Asphalts. Untypisch: Die Vierrad-Technik ist nicht mit dem etwas trägen, 116 PS starken 1,8-Liter-Diesel kombinierbar – dem einzigen verfügbaren Selbstzünder.

Mazda CX-30: technische Daten

  • Spezifikation: Mazda CX-30 2.0 M Hybrid FWD
  • Hubraum: 1998 ccm
  • Leistung: 122 PS bei 6000/min
  • Drehmoment: 213 Nm bei 4000/min
  • Getriebe: Sechsgang-Schaltgetriebe
  • Länge/B./H.: 4,40/1,80/1,54 m
  • Leergewicht/Zuladung: 1395 kg/607 kg
  • Kofferraum: 430–1406 l
  • Anhängelast gebremst: 1300 kg
  • 0–100 km/h: 10,6 Sek.
  • Top-Tempo: 186 km/h
  • Normverbrauch (NEFZ): 5,1 l Benzin
  • CO2-Ausstoß (NEZF): 116 g/km
  • Abgasnorm: Euro 6d-TEMP
  • Energieeffizienzklasse: A
  • Preis ab: 24.290 Euro

Sein Otto-Pendant ist der ab 24.290 Euro erhältliche Zweiliter-Vierzylinder mit 122 PS, der wie bei Mazda üblich ohne Turbolader auskommt und dementsprechend hohe Drehzahlen verlangt, um sich einigermaßen flott zu bewegen. Die maximal 213 Newtonmeter stehen erst bei 4000 U/min bereit und mit 10,6 Sekunden für den Standardsprint ist auch der Benziner alles andere als spritzig. Wer sich für die Allrad-Version entscheidet, muss sogar noch fünf Zehntel länger warten und die für alle Motoren optional erhältliche Sechsgang-Automatik verlängert den Sprint zusätzlich um mehr als eine halbe Sekunde.

Geringer Geräuschpegel und geringer Verbrauch

Immerhin: Wer sich mit der gemütlichen Gangart abfindet und den Motor nicht immer aufs äußerste tritt, wird nicht nur mit einer äußerst leisen Geräuschkulisse, sondern auch mit einem niedrigen Verbrauch von fünf bis sechs Litern belohnt. Der Diesel nimmt sich unwesentlich weniger, muss allerdings auch auf die beim Benziner serienmäßige Mild-Hybrid-Technik mit 24-Volt-Bordnetz und die Zylinderabschaltung verzichten.

Der Wundermotor „Skyactive X“ kommt bald

Später will Mazda auch im CX-30 seinen neuen Wundermotor „Skyactive-X“ anbieten, einen 180 PS starken Benziner mit Kompressionszündung – quasi eine Art Mischung aus Otto- und Diesel-Triebwerk. Wie sparsam und kraftvoll der Selbstzünder-Benziner tatsächlich ans Werk geht, bleibt abzuwarten. Das straffe Fahrwerk, das kaum Seitenneigung zulässt, die Lenkung mit ordentlicher Rückmeldung und die kraftvoll zupackende Bremse sind allerdings auf jeden Fall für eine deutlich sportlichere Gangart ausgelegt, als sie die beiden Basis-Motorisierungen ermöglichen.

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