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11.01.2019

Festspielhaus: Früherer Chef vor Gericht

Seit 2017 gibt es im Festspielhaus wieder Aufführungen.
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Seit 2017 gibt es im Festspielhaus wieder Aufführungen.
Bild: Ralf Lienert

Füssener Pleite wird zum Justizfall

Füssen/Augsburg Der frühere Geschäftsführer des Festspielhauses Füssen muss sich ab Montag vor Gericht verantworten. Der 72-Jährige ist des mehrfachen Betruges und des strafbaren Bankrotts angeklagt. Ihm wird vorgeworfen, dass er wegen Zahlungsunfähigkeit eigentlich schon fast zwei Jahre früher einen Insolvenzantrag hätte stellen müssen. Stattdessen habe er weiterhin Waren bestellt und Dienstleistungen in Anspruch genommen und so einen Schaden in Höhe von knapp 30000 Euro angerichtet. Der Mann stand bis 2016 an der Spitze des Festspielhauses. Die Immobilie wurde bis zu dem Zeitpunkt auch von Unternehmen betrieben, hinter denen er und weitere Mitglieder seiner Familie standen. Im September 2016 war das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Musiktheater Füssen Besitz GmbH eröffnet worden – in der Geschichte des seit zwei Jahrzehnten bestehenden Hauses war es das insgesamt dritte.

Bereits kurz nach dem Insolvenzantrag hatte die Staatsanwaltschaft Augsburg ein Ermittlungsverfahren gegen den früheren Geschäftsführer eingeleitet. Verhandelt wird am Montag vor dem Amtsgericht Augsburg.

Der heutige Eigentümer Manfred Rietzler übernahm das Haus Ende 2016 aus der Insolvenz und sanierte es, seit 2017 gibt es wieder Aufführungen. Das Ludwig-Musical ist fester Bestandteil des Programms, das Festspielhaus bietet aber auch andere Inszenierungen und Konzerte an. Nun soll neben dem Gebäude noch ein Hotel errichtet werden, um „Ludwigs Festspielhaus“ wirtschaftlich zu sichern. (hai, lby)

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