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Test

26.11.2018

Hauptsache bequem: der neue Citroën C5 Aircross

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Anders als die andern: Der Citroën unterscheidet sich nicht nur optisch von seinen zahlreichen Kompakt-SUV-Konkurrenten. Er fährt sich auch speziell.

Citroën positioniert den C5 Aircross als Komfort-SUV. So angenehm fällt er nicht in allen Punkten auf. Der Test.

In China rollte der Citroën C5 Aircross schon seit einem Jahr über die Straße, ab Februar steht das Komfort-SUV auch hierzulande beim Händler. Optisch fügt sich der geräumige VW-Tiguan-Konkurrent nahtlos in das aktuelle Citroën-Design ein. Zwar geht er mit den Airbumps genannten Plastikkissen an der Flanke und seinen schmalen, hochplatzierten Scheinwerfer fast als aufgeblasener C3 Aircross durch. Von seinen Konzernbrüdern DS7 Crossback, Peugeot 3008 und Opel Grandland X aber unterscheidet er sich deutlich – hier können sich die Volkswagenkonzern-Ingenieure eine Scheibe abschneiden.

Mehr noch: Der Citroën sieht nicht nur anders aus, er fährt sich auch ganz anders. Während sich die artverwandten Seats, Audis, Skodas und VWs alle ähnlich anfühlen, haben die Franzosen eigenständige Charaktere herausgearbeitet. Der Peugeot gibt den Sportler, der große DS mimt das Nobelmodell, Opel setzt auf deutsche Wertarbeit und Citroën hat die Rolle des Komfortablen für sich entdeckt. Dazu trägt nicht zuletzt das Fahrwerk mit den hydraulischen Stoßdämpfern bei. Das ist nicht nur eine Reminiszenz an die glorreichen Zeiten großer Citroën-Modelle mit hydropneumatischem Fahrwerk, sondern Kern der neuen Markenphilosophie.

Zum „Advanced-Comfort“-Programm gehören Details wie ein bequem gepolstertes Gestühl mit Massagefunktion, drei Einzelsitze im Fond, eine gute Geräuschdämmung und zahlreiche Ablagen. Nicht im Lastenheft stand dagegen leider die Auswahl hochwertiger Materialien. Der C5 ist vollflächig mit Hartplastik ausgeschlagen. Und auch ein topmodernes Infotainment-System ist scheinbar kein Komfort-Kriterium. Zwar ist der 8-Zoll-Touchscreen serienmäßig an Bord, die Software dahinter ist aber angestaubt – ganz anders als bei dem 12,3 Zoll großen, digitalen Kombiinstrument, das ab der dritten Ausstattungslinie erhältlich ist. Immerhin: Das Infotainment-System versteht sich prima mit allen gängigen Smartphones.

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So fährt sich der Citroën C5 Aircross

Zurück zum Fahrwerk: Als fliegender Teppich präsentierte sich der C5 Aircross bei unserer ersten Testfahrt rund um Marrakech sicher nicht. Vor allem kurze Anregungen verdaut der Unterbau mit mehr Federweg nicht viel besser als klassisch-mechanische Systeme. Insgesamt aber gleitet es sich im Aircross recht kommod über den teilweise ziemlich maroden, marokkanischen Asphalt und größere Unebenheiten schaukelt der Citroën gelassen weg.

Die Kehrseite der Medaille? Er ist kein Sportler, spürbare Karosseriebewegungen und Seitenneigung in der Kurve muss man in Kauf nehmen; das passt aber zum SUV-Charakter – und zu der nicht gerade direkten, leichtgängigen Lenkung. Zum Start stehen zwei Benziner und zwei Diesel bereit, jeweils mit 131 und rund 180 PS; die beiden schwächeren fahren mit Sechsgang-Handschaltung vor, die stärkeren sind an eine Achtgang-Automatik gekoppelt. Ein Plug-in-Hybrid ist in Planung, kommt aber erst 2020. Bis dahin ist der große Diesel eine gute Wahl. Er passt hervorragend zu dem gut 1,7 Tonnen schweren SUV und hat mit 400 Newtonmeter genug Drehmoment, um den C5 souverän anzutreiben. Die 4,7 Liter Normverbrauch sind dagegen aus dem Märchenreich, uns bescheinigte der Bordcomputer eine Acht vor dem Komma. Noch mehr nahm sich der Top-Benziner, dem es eindeutig an Durchzug mangelt – was die Automatik durch hektische Gangwechsel zu vertuschen versucht; wirklich gelingen will ihr das nicht.

Das kostet der neue Citroën C5 Aircross 

Abgesehen vom 23.290 Euro teuren Basis-Benziner starten alle C5 Aircross in der zweiten von vier Ausstattungslinien, bei der neben der Klimaautomatik auch Parksensoren hinten und der automatisch abblende Innenspiegel an Bord sind. In Sachen Assistenzsysteme brüstet sich Citroën mit 20 Helferlein, darunter der Abstandstempomat mit Staupilot – den gibt’s aber wie die fest integrierte Dash-Cam hinterm Rückspiegel, mit der Fotos vom Roadtrip direkt ins Internet gepostet werden können, nur gegen Aufpreis. Serie sind der Notbremsassistent und Kollissionswarner, der Spurhalte-Assistent und die Totwinkel-Überwachung.

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