Newsticker

Höchster Stand seit Mai: Robert-Koch-Institut meldet 1226 Corona-Neuinfektionen
  1. Startseite
  2. Geld & Leben
  3. Auto
  4. Hybrid ja, aber welcher? Ein Vergleich mit einem Kia Niro

Alternative Antriebe

01.08.2020

Hybrid ja, aber welcher? Ein Vergleich mit einem Kia Niro

Vernünftig durch und durch: der Kia Niro Hybrid.
3 Bilder
Vernünftig durch und durch: der Kia Niro Hybrid.
Bild: Kia

Teilzeitstromer sind in, aber muss es ein Plug-in sein? Versuch einer Antwort mit Kias Niro.

Mit einem reinen Elektroauto fremdeln nach wie vor viele Verbraucher. Mit einem Hybriden dürften dagegen immer mehr liebäugeln, zumal die Anschaffung inzwischen großzügig gefördert wird. Aber geht die Rechnung wirklich auf?

Das liegt im Auge des Betrachters. Nehmen wir einen aktuellen Kia Niro, den es in zwei Hybridversionen gibt, einmal ohne (Mildhybrid), einmal mit Lademöglichkeit an der Steckdose (Plug-in-Hybrid). Der direkte Preisvergleich, angestellt von Kia selbst, führt zu einem verblüffenden Ergebnis: Im Prinzip kosten beide Antriebsarten unterm Strich gleich viel, nämlich um die 26000 Euro in der Basis. Die Summe, um die der Plug-in-Hybrid eigentlich teurer ist – gut 7000 Euro – entspricht fast exakt dem Betrag, den sich Käufer über die aktuellen diversen Prämien zurück holen können. Auf den ersten Blick scheint der Steckdosen-Stromer also derzeit mehr Auto fürs Geld zu bieten – wenn man die Lust beziehungsweise die Möglichkeiten hat, seinen Kia bei jeder Gelegenheit an die Strippe zu hängen. (Mehr als 58 Kilometer rein elektrisch sind nicht drin.)

Der Plug-In-Hybrid hat weniger Kofferraum

Wer das nicht kann oder will, sollte mit dem „normalen“ Hybrid kaum schlechter fahren, selbst wenn der nicht bezuschusst wird. Er erspart seinem Besitzer nicht nur den Ladestress, sondern auch die zusätzliche Komplexität und das Gewicht, das die Plug-in-Technik mit sich bringt. Der Akku im Niro „Nur-Hybrid“ nimmt keinen Platz weg im Kofferraum, der im Plug-in schon. 436 zu 324 Liter Gepäckraumvolumen geht dieser Vergleich aus. Und die Fahrleistungen? Fallen hier wie dort eher mäßig aus. Mehr als 105 PS und 147 Newtonmeter (Nm) stemmt der Ottomotor nicht auf die Kurbelwelle, da tun die 44 respektive 61 (Plug-in-Hybrid) PS und 170 Nm der E-Maschine doppelt gut.

Hybrid ja, aber welcher? Ein Vergleich mit einem Kia Niro

So viel verbraucht der Kia Niro Hybrid in der Realität

Ein hübsches Diagramm zeigt dem Fahrer in Echtzeit, wie die Energieströme fließen. Dabei fällt auf, dass der Elektromotor einen Großteil des Jobs erledigt und der Verbrenner sich meist dezent zurückhält. Wer im Verkehr mitschwimmt, wird ihn selten über 2000 Touren treiben. So reichen im Test 5,5 Liter Super für 100 Kilometer. Na ja. Wunder wirkt halt auch die Hybridtechnik nicht.

Unzweifelhaft dagegen die Komfort- und Qualitätsmerkmale des neuen Niro, die einem schon beim Einsteigen ins Auge stechen: Der Sitz fährt galant zurück; das Armaturenbrett gefällt mit Klavierlackoptik und raffiniertem Finish. Ein riesiges Navi ist harmonisch integriert. Die Sitze sind bequem, die Platzverhältnisse sehr ordentlich. So steht selbst der großen Fahrt nichts im Wege. Ob mit oder ohne Plug-in – am Ende ist das wohl eine Glaubensfrage.

Kia Niro Hybrid: technische Daten

  • Hubraum: 1999 ccm
  • Leistung: 141 PS bei 5700/min
  • Drehmoment: 265 Nm ab 1000/min
  • Länge/B./H.: 4,36 /1,81/1,55 m
  • Leergewicht/Zuladung: 1490/440 kg
  • Anhängelast gebremst: 1300 kg
  • Kofferraum: 436 – 1434 l
  • 0 – 100 km/h: 11,5 s
  • Spitze: 162 km/h
  • Normverbrauch: 4,3 - 3,7 l Super
  • CO2-Ausstoß: 100 - 86 g/km
  • Energieeffizienzklasse: A+
  • Preis ab: 26. 300 Euro
Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

06.08.2020

K. Brenner

Als Fahrer eines reinen Stromers gefällt mir bei der Hybridtechnik nicht, dass zwei Techniken im Motorraum vereint sind. Dies müsste zu höherer Störanfälligkeit und höheren Kundendienst kosten führen.

Permalink
Das könnte Sie auch interessieren