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Test

30.04.2019

Kia Stinger im Test: Der Preis ist heiß, aber nicht nur der

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Packendes Design zum verträglichen Preis: der Kia Stinger.

Das Design des Kia Stinger strotzt vor Emotionalität. Doch hält der Wagen, was sein Äußeres verspricht? Der Test.

Wer der Marke Kia heute immer noch die Sportlichkeit oder die Emotionalität abspricht, hat vermutlich noch keinen „Stinger“ gesehen – geschweige denn gefahren. Denn mit diesem Gerät zeigen die Koreaner, dass sie nicht nur Autos für den Verstand, sondern auch fürs Herz bauen können.

Das Design wirkt auf den ersten Blick faszinierend und provoziert mehr Nachfragen an der Tankstelle als so mancher deutscher Premium-Sportwagen. Echt, das ist ein Kia? Ja, echt! Und was kostet der? Wie er dasteht, also mit Allrad und Vollausstattung, 53.280 Euro.

Kia gibt sieben Jahre Herstellergarantie

Zwar versucht Kia mit dem Stinger, nicht wieder nur auf den Preis reduziert zu werden – aber angesichts des frappierenden Unterschieds zur Premium-Konkurrenz, die für vergleichbar motorisierte und ausgestattete Wagen gut und gerne 30.000 Euro mehr verlangt, drängt sich das Kostenargument geradezu auf. Zumal Kia wie üblich eine Herstellergarantie von sieben Jahren (maximal bis 150.000 Kilometer) gratis obendrauf gibt.

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Kia Stinger: technische Daten

  • Spezifikation: Kia Stinger 2.2 CRDi AWD GT Line
  • Hubraum: 2199 ccm
  • Leistung: 200 PS bei 3800/min
  • Drehmoment: 440 Nm ab 1750/min
  • Länge/B./H.: 4,83/1,07/1,40 m
  • Leergewicht/Zuladung: 1876/449 kg
  • Anhängelast gebremst: 1500 kg
  • Kofferraum: 406 - 1114 l
  • 0 – 100 km/h: 8,2 s
  • Top-Tempo: 230 km/h
  • Normverbrauch: 6,4 l Diesel
  • CO2-Ausstoß: 169 g/km
  • Abgasnorm: Euro 6d Temp
  • Preis ab: 47.590 Euro

Wirtschaftlich denkende Zeitgenossen bekommen den Stinger mit einem 2,2 Liter großen Vierzylinder-Dieselmotor, der sich in der Praxis mit rund acht Litern begnügt (Normverbrauch: 6,4 Liter für den AWD) und mit 200 PS für ausreichend Vortrieb sorgt. Um auf der linken Spur mit BMW und Co. mithalten zu können, fehlt vor allem oben heraus aber die Power.

Die Geräuschkulisse wirkt irritierend

Und soundseitig ist der raue Diesel auch nicht das, was man sich in einem so sexy geschnittenen Auto wünscht, wie überhaupt die eher laute Geräuschkulisse bei schnellerer Fahrt irritierend wirkt. Bei der Dämmung dürfte die teure Premium-Konkurrenz am meisten Boden gut machen auf den Kia.

Kommt‘s ferner zum Tempo-Schwur, muss der Kia-Fahrer zu einer höherwertigen Motorisierung greifen, sprich zum 3,3 Liter großen und 366 PS starken V6 Benziner. Damit dürfte das Auto dann so dynamisch unterwegs sein, wie es aussieht.

Jede Menge Ausstattung serienmäßig

Dass Kia selbst für diese Top-Motorisierung nicht mehr verlangt als 55.900 Euro, verstärkt bei Käufern den Hang zur Unvernunft. Genau diese schärfste Version ist nämlich die beliebteste. Ansonsten sind bei der Bestellung nicht mehr viele Kreuzchen zu machen. Mindestens die „GT Line“ ist immer an Bord und bringt Annehmlichkeiten mit wie 18-Zöller, Tempomat, Navi, Head-Up-Display, Lederausstattung, Rückfahrkamera, Spurhalteassistent und Verkehrszeichenerkennung. So hochgerüstet liegt der Einstieg für einen 245-PS-Benziner bei 44.490 Euro, für den Diesel werden 1000 Euro mehr fällig.

Materialien, Verarbeitung und Platzangebot überzeugen, ebenso die Bedienbarkeit. Da stellt sich schon die Frage: Was will man mehr?

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