1. Startseite
  2. Geld & Leben
  3. Auto
  4. Kleine Wundertüte: Das kann Skodas „Kamiq“

Neuvorstellung

30.08.2019

Kleine Wundertüte: Das kann Skodas „Kamiq“

hds_1234.jpg
5 Bilder
Mit dem Kamiq wächst die SUV-Familie von Skoda auf drei MItglieder an.
Bild: Skoda

Der Kamiq erweitert die SUV-Familie von Skoda – und zwar richtig pfiffig. Der Wagen überzeugt mit viel Platz und netten Gimmicks.

Vielleicht stammt Skodas Vorliebe für den Buchstaben K ja aus der Geschichte Tschechiens, als man Mitglied der k.u.k-Monarchie war. Dort stand das K für kaiserlich und königlich. Jetzt steht es für die drei Mitglieder der SUV-Familie. Kodiaq, Karoq und als jüngster und kleinster Sprössling: Der Kamiq. In der Sprache der Inuit, der Ur-Einwohner Nordkanadas und Grönlands, heißt das so viel wie „etwas, das perfekt passt“. So wie eine zweite Haut.

Die Blechhaut jedenfalls ist frech, kantig, progressiv. Ganz nah am Zielpublikum, das mit den Begriffen sportlich, aktiv und lifestyle-orientiert beschrieben wird. Man könnte auch sagen, dieses SUV ist kein SUV sondern nur schick. Zwar hat das Auto große Räder und um vier Zentimeter mehr Bodenfreiheit als der Technik-Bruder Scala. Aber es gibt ihn nur mit Frontantrieb. Allrad Fehlanzeige, Sperrdifferential sowieso.

Der Kamiq ist länger als der VW T-Roc

Ansonsten ist der Kamiq eine wahre Wundertüte. Das erste Wunder erlebt man schon beim Einsteigen. Denn der City-SUV hat innen richtig Platz. Er rangiert zwar eine Klasse unterhalb des VW T-Roc, ist aber ist einen Zentimeter länger (4,24 Meter) und besitzt mit 2,65 Metern auch einen längeren Radstand. Vorne sitzt man kaiserlich und hinten immerhin noch königlich. K.u.K eben. Was auch auf das Kofferraumvolumen zutrifft. 400 Liter, bei umgeklappten Rücksitzen sogar 1395 Liter. Mehr als der Seat Arona etwa oder VW T-Cross.

ecsImgBannerWhatsApp250x370@2x-5735210184021358959.jpg

Die Motoren kommen aus dem Konzernregal

Keine großen Wunder gibt es bei den Motoren: Die sind gute alte Wertarbeit aus dem Konzern. Wir haben zwei Varianten ausprobiert. Den 1,0-Liter-TSI-Benziner-Dreizylinder mit 115 PS und den gleich starken 1,6-Liter-TDI-Diesel mit vier Brennkammern. Der große Unterschied ist das Gefühl. Der Selbstzünder braucht zwar mit 10,2 Sekunden genau 0,2 Sekunden länger von 0 auf Tempo 100 als der Benziner. Aber er fühlt sich einfach kerniger an. Mag auch am Drehmoment liegen, das bei 250 Nm liegt (Benziner 200 Nm). Der Diesel schluckte, oh Wunder, tatsächlich nur rund 5,5 Liter, trotz spritziger Fahrweise über die Bergpässe in den Vogesen. Der Benziner genehmigte sich 6,5 Liter. Und das bei konstanter Fahrt über die von der Polizei akribisch mit Radargeräten ausgestatteten französischen Autobahnen.

Skoda Kamiq: technische Daten

  • Spezifikation: Skoda Kamiq 1,0 TSI, DSG
  • Hubraum: 999 ccm
  • Leistung: 115 PS bei 5000 - 5500 U/min
  • Drehmoment: 200 Nm bei 2000 - 3500/min
  • Länge/B./H.: 4,24/1,79/1,55 m
  • Leergewicht/Zuladung: 1231/557 kg
  • Anhängelast gebremst: 1200 kg
  • Kofferraum: 400 – 1395 l
  • 0 – 100 km/h: 10,0 s
  • Top-Tempo: 193 km/h
  • Normverbrauch: 5,0 l Benzin
  • CO2-Ausstoß 113 g/km
  • Abgasnorm Euro 6d Temp
  • Energieeffizienzklasse: B
  • Preis ab: 20.950 Euro

Wir kramen weiter in der tschechischen Wundertüte, die man ab 17.950 Euro erwerben kann, und finden noch einen Haufen nützlicher Gimmicks. Da sind zum Beispiel der in der Tankklappe eingebaute Eiskratzer oder die auf Knopfdruck schwenkbare Anhängerkupplung. Wunderbar praktisch der automatisch ausfahrende Türkantenschutz.

Unser Fazit: Der Kamiq ist nicht nur k.u.k sondern auch g.u.g. Gut und günstig.

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren