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Neuvorstellung
20.07.2021

Hyundai elektrisiert die Branche: der Ioniq 5 im ersten Test

Bilder können täuschen: der neue Ioniq 5 von Hyundai ist in Wirklichkeit größer, als er hier zu sein scheint.
2 Bilder
Bilder können täuschen: der neue Ioniq 5 von Hyundai ist in Wirklichkeit größer, als er hier zu sein scheint.
Foto: Hyundai

Mit dem Ioniq 5 verwirklichten die Koreaner ein komplett neues Elektrofahrzeug, das schon zum Start für jede Menge Aufsehen sorgt und sogar bereits reißenden Absatz findet. Eine erste Testfahrt.

Er ist neu, er ist anders, und er ist jetzt schon erfolgreich: der Ioniq 5, das erste Fahrzeug von Hyundai, das auf der speziellen entwickelten Plattform für Elektrofahrzeuge (E-GMP=Electric Global Modular Platform) entstanden ist. Sie bietet eine ganze Reihe von Vorteilen und für das ganze Auto viele spannende Details.

Ioniq, das ist die neue Submarke von Hyundai. Unter ihr wird es in Zukunft nur vollelektrische Fahrzeuge geben. Los geht es mit dem Ioniq 5, der bereits bei den Händlern angekommen ist und sich schon bestens verkauft. Er wird als CUV (Crossover Utility Vehicle) angeboten, also als Zwischenstufe zwischen PKW und SUV. Und die ist beim neuesten Koreaner sehr gut gelungen.

Fotos von ihm bilden nur einen Teil der Wahrheit ab, denn in Wirklichkeit ist er viel größer. Sein Äußeres wirkt außerdem chic, modern, ja stylisch und macht Lust, sich näher mit dem Wagen zu beschäftigen.

Also: Tür auf und bequem einsteigen. Alles wirkt wertig, elegant, angenehm, ein bisschen Wohnzimmerflair. Riesige Displays, die keine Wünsche offen lassen, bequeme Vordersitze mit prima Seitenhalt, angenehm erhöhte Sitzposition, viele Ablagen, eine verschiebbare Mittelkonsole (Aufpreis) und gute Rundumsicht: der Fahrer fühlt sich gut aufgehoben. Sogar eine magnetische Fläche für Notizzettel gibt es.

Auch die Hinterbänkler im Ioniq 5 haben Grund zur Freude

Und auch die Hinterbänkler haben Grund zur Freude. Denn sie verfügen über erstaunlich viel Beinfreiheit, solange die Rücksitze nicht ganz weit nach vorne gefahren werden (14 cm verschiebbar). Der dadurch flexible Kofferraum ist nicht üppig, aber groß genug für Familienurlaub und ohne Ladekante befüllbar. Und: Es gibt sogar noch einen praktischen Frunk (Front-Trunk), also einen weiteren Kofferraum unter der Motorhaube, in dem beispielsweise Ladekabel verstaut werden können.

Ioniq 5: technische Daten

  • Leistung: 170 PS, 350 Nm
  • Reichweite: 384 km
  • Batteriekapazität: 58 kWh
  • Ladedauer (Wallbox): 5,5 Std
  • Länge/B./H.: 4,64/1,89/1,61 m
  • Leergewicht/Zuladung: 1905/465 kg
  • Anhängelast gebremst: 750 kg
  • Kofferraum: 332 – 1114 l
  • 0 – 100 km/h: 8,5 s
  • Spitze: 185 km/h
  • Normverbrauch: 16,7 kWh Strom
  • Energieeffizienzklasse: A+
  • Preis: ab 41.900 Euro (abzgl. Förderprämie)

Lust auf eine Probefahrt? Los geht‘s: Startknopf drücken, die Systeme fahren schnell hoch, Gang einlegen, „Gas“ geben. Leise säuselnd stürmt der Ioniq 5 so richtig kräftig davon. Kein Wunder, wir bewegen die Allradversion mit 305 PS und 605 Newtonmetern.

Trotz des hohen Fahrzeuggewichts von knapp zwei Tonnen fühlt er sich nicht schwerfällig an, im Gegenteil. Die Lenkung ist angenehm, die Federung mittelhart. Auch bei höheren Geschwindigkeiten stören quasi keine Innenraumgeräusche. Alles funktioniert so, wie man es von einem modernen Auto erwartet: das Head-Up-Display, die Navigationssteuerung, die Übersichtlichkeit der selbsterklärenden Tasten und Displays, die Infotainment-Systeme.

Jede Menge elektronische Helfer sorgen für eine sichere Fahrt. Ein Highlight unter vielen: die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Abstandsregelung und Stoppfunktion sowie der Spurhalte- und Spurwechselassistent: Stau- und Schlange-Fahrten verlieren ihren Schrecken. Nicht zu vergessen: die bestens funktionierende fernsteuerbare Einparkhilfe.

Die Reichweite des Ioniq 5 beträgt bis zu 500 Kilometer

Und für Sparfüchse: per gut abgestufter Rekuperation ist der mechanische Bremseingriff kaum noch nötig und zusätzlich kann die Reichweite erhöht werden. Apropos: Wer beim Elektroauto bisher von Reichweitenangst geplagt war, der kann sich jetzt relativ entspannt auf die Langstrecke begeben. Bis zu knapp 500 Kilometer sind drin.

Und vor allem: Dank 800-Volt-Anlage verkürzen sich die Ladezeiten extrem: An geeigneten Schnelladesäulen kann von 10 auf 80 Prozent in 18 Minuten „aufgetankt“ werden. Für 100 Kilometer Strecke reichen fünf Minuten nachladen. Während der Wartezeit kann man es sich auf den sehr guten Relaxsitzen (Extra) bequem machen.

Und das ist bisher die absolute Ausnahme: Der Ioniq 5 kann bidirektional verwendet werden, also mit seinem Akkuinhalt andere Elektrogeräte speisen (auch über eine 230-Volt-Steckdose im Fahrzeug) egal ob E-Bike, Kühlschrank, Computer oder sogar ein Elektro-Auto.

Es gibt noch eine ganze Reihe weiterer spannender Details, zum Beispiel ein Solardach (Extra), fortschrittliche Konnektivität, viele nachhaltige Stoffe und eine Acht-Jahresgarantie. Und der Preis des Ioniq 5? Knapp 42000 Euro. Kein Schnäppchen, aber das Auto sollte es wert sein.

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