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Fahrbericht

10.12.2018

Porsche Macan Facelift: Dezent aufgehübscht

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Beim neuen Macan setzt Porsche auf Modellpflege. Einen Diesel gibt es nicht mehr – aber ein neues Heck.
Bild: Porsche

Porsche hat dem Erfolgsmodell Macan ein Facelift verpasst. Die Verbesserungen stecken im Detail. Diesel-Fans sind allerdings künftig außen vor.

Wer bei Porsche vor allem an PS-strotzende Sportwagen denkt, liegt natürlich alles andere als falsch. Und doch: Das erfolgreichste Modell der Zuffenhausener ist ein kompakter SUV. 350.000 Einheiten des Macan hat Porsche seit dessen Start vor gerade einmal vier Jahren verkauft, allein im vergangenen Jahr fanden 97.000 kleine Brüder des Cayenne einen neuen Besitzer.

Kein Wunder also, dass Porsche seinen Bestseller jetzt nur ganz behutsam auffrischt. In diesem Tagen kommt die zweite Generation des Macan zu den Händlern. Große Überraschungen bleiben dabei aus – Evolution statt Revolution trifft es am ehesten.

Auffälligste Neuerungen des neuen Macan sind so das optisch ansprechende durchgängige LED-Leuchtenband am Heck und ein neues Touchscreen im Innenraum, das deutlich größer als im Vorgängermodell ist. Auf 10,9 Zoll sieht der Fahrer nun die wichtigsten Informationen und Navigationsempfehlungen. Bei den neu gestalteten Hauptscheinwerfern kommt im Macan jetzt serienmäßig LED-Technik zum Einsatz. Überhaupt wurde die Frontpartie überarbeitet und wirkt noch etwas breiter als beim Vorgänger. Und auch am Fahrwerk hat Porsche nach eigenen Angaben geschraubt.

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Diesel-Fans allerdings gucken nach dem Facelift des Macan in die Röhre. Porsche hat den Selbstzünder aus dem Programm genommen und die Entwicklung aufgegeben. Erst Mitte des Jahres mussten im Rahmen der Diesel-Affäre gut 52800 Macan zurückgerufen werden – schmerzhaft für Kunden, aber eben auch für den Hersteller, der daraus die Konsequenzen zog.

Letztlich sind es also vor allem Verbesserungen im Detail, mit denen Porsche um eine Klientel wirbt, die mit einem SUV eher die Sprösslinge zur Schule bringen will, als zum wilden Offroad-Trip ins Gebirge aufzubrechen.

Macan S kann bereits bestellt werden

Und so fährt sich der Macan auch. In der Basisversion mit 245 PS und Otto-Partikelfilter beschleunigt der Vierzylinder den Wagen in 6,7 Sekunden auf 100 Stundenkilometer. Das ist nicht wirklich überwältigend, macht am Steuer auf freier Strecke aber durchaus Spaß.

Deutlich mehr Porsche-Like wird die Fahrt mit dem Sport Chrono-Paket. Im Lenkrad integriert ist in diesem Fall ein kleines Drehrad mit den Modi Normal, Sport und Sport Plus. Entsprechend eingestellt lauert der Motor auf Knopfdruck 20 Sekunden lang darauf, dass der Fahrer Gas gibt – und drückt dann mit tiefem Röhren und maximaler Beschleunigung auf eine Spitzengeschwindigkeit von 225 Stundenkilometer.

Wer noch mehr Kraft will, sollte im Macan S Platz nehmen. In dem baut Porsche auf einen neu entwickelten Sechszylinder-V-Motor mit 354 PS und einem Spitzentempo von 254 Stundenkilometern. Im Vergleichstest ist der Unterschied zum normalen Kompakt-SUV deutlich spürbar, der Wagen viel, viel spritziger. Das schlägt dann allerdings mit mindestens 64.356 Euro zu Buche.

Was beiden Modellen gemein ist: Selbst auf engen, steilen Serpentinen lässt sich der nicht gerade leichte SUV wunderbar auf den Punkt manövrieren. Spätestens das luxuriös anmutende Interieur und die nach oben beinahe grenzenlose Preisliste für Assistenzsysteme und Ausstattung machen aber deutlich, dass der neue Macan vor allem eines ist: ein Porsche. (bo)

In diesem Tagen kommt die zweite Generation des Macan zu den Händlern. Große Überraschungen bleiben dabei aus – Evolution statt Revolution trifft es am ehesten.
Bild: Porsche
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