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Test

15.07.2020

Premium, außer beim Preis: der Kia XCeed im Test

Schon schön, vor allem am von hinten: der Kia XCeed.
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Schon schön, vor allem am von hinten: der Kia XCeed.
Bild: Kia

Der Kia XCeed sieht nicht nur schick aus. Er kann auch was – und kostet nicht die Welt. So schneidet das Auto im Praxis-Test ab.

Manche Importmarken reden von Premium, sind es aber nicht. Kia macht es andersrum: Die Koreaner nehmen das P-Wort so gut wie nie in den Mund, stellen aber den ein oder anderen Edelwettbewerber in den Schatten. Das gilt vor allem in der Disziplin Design, und hier wiederum präsentiert sich der Kia XCeed als einer der jüngsten Schönlinge aus der Feder Peter Schreyers, der 2006 vom VW-Konzern kam und heute die Designabteilung des Kia-Hyundai-Imperiums leitet.

Kia XCeed: ein Design wie aus einem Guss

Dort weiß man natürlich auch um den neuesten Trend, nämlich ein SUV und ein Coupé optisch zu verheiraten. Kia nimmt also den Basis-Ceed, streckt die Überhänge vorne und hinten, verbreitert das Auto um 26 Millimeter (was sich vor allem in der bulligen Heckansicht manifestiert), lupft die Front um 65 Millimeter und lässt dafür die Dachlinie flacher auslaufen. Trotz dieser vielen Einzeleingriffe wirkt das Auto wie aus einem Guss – fast so, als hätte es nie einen anderen, einen Standard-Ceed gegeben. Dabei ist der Crossover mit dem X schon das vierte Derivat der Ceed-Familie, und, sagen wir jetzt einfach mal, ihr schönstes, emotionalstes und dynamischstes Mitglied.

Der Kofferraum des XCeed ist größer als im Basis-Ceed

In puncto Aussehen wäre der unausgesprochene Premium-Anspruch somit erfüllt. Wie steht es um die inneren Werte? Auch nicht schlecht, jedenfalls nicht schlechter als im Basismodell, eher sogar besser. Der Gepäckraum des XCeed fasst 31 Liter mehr, das Platzangebot überzeugt nach wie vor, wobei sich die Passagiere über die leicht erhöhte Sitzposition freuen dürften.

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An die für einen Kompaktwagen lange Motorhaube gewöhnt sich der Fahrer damit schneller. Er sitzt zudem dem ersten volldigitalen Kombiinstrument von Kia gegenüber, das mit 12,3 Zoll nicht nur groß genug ist, sondern auch hinsichtlich der Bedienung und der Auflösung keine Wünsche offen lässt. Digitalisierung können die Koreaner; wie selbstverständlich verbandelt sich iPhone X und XCeed.

Der Kia Xceed mit 204 PS fährt sich sehr agil

Die Versuchung, auf dem Display herumzuspielen, hält sich allerdings in Grenzen. Jedenfalls mit dem 204 PS starken Turbobenziner an Bord. Er hat mit dem nur gut 1400 Kilogramm schweren Wagen keinerlei Mühe, sondern verhilft ihm zu einer für SUV-Coupés eher ungewöhnlichen Spritzigkeit. Dazu passt die direkte Lenkung.

Kia XCeed 1.6 T-GDI 7DCT Spirit: technische Daten

  • Hubraum: 1591 ccm
  • Leistung: 204 PS bei 5500/min
  • Drehmoment: 265 Nm ab 1500/min
  • Länge/B./H.: 4,40/1,83/1,50 m
  • Leergewicht/Zuladung: 1417/463 kg
  • Anhängelast gebremst: 1410 kg
  • Kofferraum: 426 – 1378 l
  • 0 – 100 km/h: 7,5 s
  • Top-Tempo: 220 km/h
  • Verbrauch WLTP: 6,5-6,2 l Super
  • CO2-Ausstoß: 148 - 143 g/km
  • Energieeffizienzklasse: C
  • Preis ab: 29.526 Euro

Der Siebengang-Doppelkuppler (leider ohne Wippen am Lenkrad) ist sicher kein Fehler, aber ein so agiles Auto wäre sicher auch mit Handschalter eine Sünde wert, was rund 1900 Euro Ersparnis bedeutete. Der Preis – das einzige, wo Kia mit der Premium-Liga kaum mithalten kann. Im positiven Sinne: Der XCeed beginnt bei knapp 21.000 Euro. Selbst mit Top-Motorisierung und -Ausstattung bekommt man ihn kaum über 35.000 Euro.

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