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01.06.2018

So schnell können drei Zylinder sein: der Ford Fiesta ST

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Ein halber Sechszylinder: der dynamische Ford Fiesta ST.

Dreizylinder können keinen Sport? Der Ford Fiesta ST beweist das Gegenteil

Dreizylinder-Motoren stehen für sparsames Vorankommen von A nach B. Die meisten dieser kleinen Motörchen haben Leistungsstufen im zweistelligen, niedrigen dreistelligen PS-Bereich, klingen oftmals knurrig und sind nicht gerade die schnellsten.

Wer denkt da schon an eine sportliche Gangart? Zumindest die Entwickler am Rhein! Der in Köln gebaute neue Ford Fiesta ST setzt zwar auf nur drei Zylinder, die aber entwickeln stattliche 200 PS. Das mag auf dem Papier befremdlich aussehen, funktioniert auf der Straße aber nahezu perfekt. Ein Knopfdruck haucht dem flotten Kleinwagen Leben ein. Der Fiesta ST wartet schon im Normal-Betrieb mit einem überraschend kernigen Klang auf. Wechselt man in den Sport-Modus, wird daraus ein vollmundiger, satter Sound – wie bei einem richtigen Sportwagen.

Das Beste: Der Kleine täuscht seine Zuhörer nicht! Er hat es faustdick hinter den Ohren und will, dass man ihm die Sporen gibt. Turbo sei Dank sorgen 290 Newtonmeter Drehmoment für mächtigen Durchzug und kräftigen Antritt. In gerade einmal 6,5 Sekunden spurtet der ST auf Tempo 100 und treibt die Tachonadel munter weiter, bis bei 232 km/h die Spitze erreicht ist.

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Beschleunigung allein ist aber nur die halbe Miete. Was den Sport-Fiesta auszeichnet, ist das Gesamtpaket: Mit einer direkten Lenkung, einem straff ausgelegten Fahrwerk, dem knackigen Sechs-Gang-Handschalter und dem herrlichen Brabbeln und Schmatzen aus den Endrohren motiviert er seine Fahrer, Kehre um Kehre schneller zu durchpfeilen.

Das ist mit dem 1,3 Tonnen schweren Ford ein Kinderspiel. Er krallt sich am Boden fest, als hätte man die Pneus vor Fahrtantritt mit Superkleber bestrichen. Nichts scheint ihn aus der Ruhe bringen zu können, selbst unliebsames Durchdrehen der Vorderräder bei starker Leistungsabfrage kennt er nicht.

Dass man den mit sechs Litern angegebenen Normverbrauch bei flotter Gangart nicht realisieren kann, ist klar. Wer allerdings seinen Fuß etwas zügelt und früh in den nächsthöheren Gang schaltet, kann diesem Wert tatsächlich recht nahekommen.

Trotz aller Sportlichkeit steht der ST in Sachen Praktikabilität seinen Geschwistern in nichts nach: Wie die herkömmlichen Fiesta-Modelle gibt es ihn als Drei- oder Fünftürer, der Kofferraum fasst mindestens 311 Liter und lässt sich durch Umlegen der Rücksitze auf für diese Klasse ordentliche 1093 Liter erweitern. Und selbst beim Preis fällt der ST nicht sonderlich aus dem Rahmen: Für mindestens 22.100 Euro bekommt man schließlich einen halben Sechs-Zylinder!

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