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Test
22.09.2016

Der neue Kia Optima Kombi: Große Klappe, viel dahinter

Große Klappe, viel dahinter: der neue Kia Optima.
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Große Klappe, viel dahinter: der neue Kia Optima.
Foto: Kia

Der Kia Optima trägt auf Wunsch jetzt einen Rucksack. Eine weitere spannende Neuerung gibt es außerdem noch. Der Test-Bericht.

Eine dicke Portion Geduld und das Gefühl für den richtigen Augenblick gehören zu den großen Stärken der koreanischen Autohersteller. Kia zeigt beispielsweise mit seiner Mittelklasse-Strategie um das Modell namens Optima, wie man sich in aller Gelassenheit in einem von den großen deutschen Platzhirschen dominierten Markt etabliert. Gerade mal um die 2000 Exemplare hat man pro Jahr eingeplant, und das trotz einer ab dem 24. September deutlich vergrößerten Auswahl. Denn neben einem neuen Turbobenziner und sportlicheren Versionen gibt es dann endlich auch einen Kombi und einen Plug-in-Hybrid.

Der Rucksack-Optima wird in Korea nur für den europäischen Markt gebaut, auf den anderen Kontinenten spielen Kombis keine große Rolle. Beim Design setzt das Team um Chefgestalter Peter Schreyer auf fließende, lang gestreckte Linien und schafft einen überzeugenden optischen Auftritt, der sich vor dem europäischer Marktbegleiter nicht verstecken muss. Im Passagierabteil bietet der Optima Sportswagon ordentlich Platz, der Kofferraum ist mit 552 bis 1686 Liter klassengemäß groß. Die Rücksitzlehne ist im Verhältnis 40:20:40 geteilt, das Gepäckrollo passt in ein Fach unter dem Ladeboden und die Heckklappe lässt sich in den feineren Versionen per Fußkick unters Heck öffnen.

Preis: Der Kia Optima ist ab 25.990 Euro zu haben

Einsteigen, anschnallen, Startknopf drücken, losfahren: Der Kia Optima ist ein einfach zu bedienendes Auto, das sich quasi von selbst erklärt, auch wenn die Koreaner schon in die Basisversion eine Menge elektronischer Helfer eingebaut haben. Anders als bei anderen Marken lässt sich etwa das Navi mit TomTom-Echtzeit-Verkehrsinfos wirklich auf Anhieb, ohne Sucherei in Menüs und Untermenüs, in wenigen Schritten bedienen. Das horizontal geteilte Armaturenbrett erleichtert den Umgang mit dem Optima. Oben wird angezeigt, unten wird eingestellt und die Schalter liegen genau da, wo man sie vermutet.

Neben den bisher schon für die Limousine verfügbaren Motoren, einem 1,7-Liter-Diesel mit 141 PS und einem 163 PS starken Zweiliter-Benziner, ist ein Zweiliter-Turbobenziner im Angebot, der es auf 245 PS bringt. Zu den Billigheimern zählt Kia längst nicht mehr, so ist der Kombi mit dem schwächeren Benziner ab 25990 Euro und der Diesel ab 28290 Euro zu haben, für den Turbobenziner muss man mindestens 41790 Euro ausgeben.

Kia Optima im Test: Ein Verbrauch von fünf Litern ist realistisch

Mindestens 40490 Euro (abzüglich der „Elektro-Prämie“ 37490 Euro) sind für den neuen Optima Plug-in-Hybrid fällig, unter dessen Haube sich ein Elektromotor mit 68 PS und ein Zweiliter-Benziner mit 156 PS die Arbeit teilen. Die Systemleistung liegt bei 205 PS, das maximale Drehmoment bei 375 Newtonmeter. Das sorgt bei Bedarf für sehr ansprechende Fahrleistungen (0 bis 100 km/h in 9,4 Sekunden, Spitze 192 km/h). Bis zu 54 Kilometer beträgt dank der Akkus mit 9,8 Kilowattstunden Kapazität die rein elektrische Reichweite. Das ist ein guter Wert. Das Zusammenspiel von E-Motor und Benziner funktioniert überzeugend unauffällig.

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Angenehm ist die sechsstufige Automatik, die nerviges Aufheulen des Motors beim kräftigen Beschleunigen wie bei Hybriden mit stufenloser Automatik wirksam unterbindet. Laut EU-Norm verbraucht der Plug-in-Kia 1,6 Liter Sprit je 100 Kilometer. Das hat natürlich mit der Praxis rein gar nichts zu tun. Werte um die fünf Liter sind realistisch, wer viel elektrisch fahren und einfach Strom zapfen kann (Ladezeit: etwa fünf Stunden) kommt deutlich drunter. Wie alle Kias gilt auch für den Doppelherz-Optima die Sieben-Jahres-Garantie – auch für die Akkus.

Die Ausstattung des Kia Optima ist nicht zu verachten

In Sachen Ausstattung hat Kia beim Teilzeit-Elektriker ordentlich geklotzt. Acht-Zoll-Navigation, Rückfahrkamera, Soundsystem, Klimaautomatik und LED-Scheinwerfer, sieben Airbags, dynamisches Kurvenlicht, adaptiver Tempomat und diverse Assistenzsysteme etwa sind serienmäßig drin. Nicht besonders prickelnd ist das Kofferraumvolumen. Es schrumpfte durch die Akkus von 510 auf bescheidene 307 Liter. Doch Abhilfe ist in Sicht: 2017 kommt auch der geräumigere Kombi als Plug-in.

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