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Test
01.05.2021

Etwas elektrisch: Kia Rio 48V Mildhybrid im Test

Kesser Koreaner: der Kia Rio GT-Line
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Kesser Koreaner: der Kia Rio GT-Line
Foto: Kia

Kia unterstützt den Rio mit einem Mildhybrid-System. Was das bringt – und was nicht. Der Test.

So penetrant der Elektro-Hype und so verlockend die Förderung – nicht jeder kann oder will sich einen kleinen Stromer in die Garage stellen, noch nicht einmal in der Stadt, für die emissionsfreie Antriebe wie geschaffen wären. Ausgerechnet in urbanen Wohnungen fehlt aber oft genug die private Lademöglichkeit.

Der Kia Rio ist preislich attraktiv

Wohl oder übel greift also so mancher zum guten alten Verbrenner. Im Falle des Kia Rio eher „wohl“, weil zumindest preislich keine Nachteile gegenüber der Elektro-Fraktion entstehen. Der Einstieg liegt bei 14.590 Euro. Selbst die getestete GT-Line mit üppigster Serienausstattung, dem größten Motor und einem knackigen Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe schlägt nur mit 23.700 Euro zu Buche. Da kommt ein vergleichbares Elektroauto selbst nach Abzug der maximalen Fördersumme von 9000 Euro in der Regel nicht hin. An die Reichweite – gut 600 Kilometer in der Praxis – sowieso nicht.

Erstmals 48 Volt Bordspannung in einem Kia

Und sogar ein paar Ökopunkte sammelt der Rio, hat Kia seinem Kleinwagen im Modelljahr 2021 doch nicht nur ein frisches Äußeres, sondern auch einen neuen Antrieb spendiert – einen Mildhybrid-Benziner mit 48 Volt Bordspannung, übrigens dem ersten seiner Art im Gesamtsortiment des Herstellers.

Technische Daten: Kia Rio 1.0 T-GDI 120 48V 7 DCT

  • Hubraum: 998 ccm
  • Leistung: 88 kW/120 PS
  • Drehmoment: 200 Nm ab 2000/min
  • Länge/B./H.: 4,07/1,73/1,45 m
  • Leergewicht/Zuladung: 1230/450 kg
  • Anhängelast gebremst: 900 kg
  • Kofferraum: 325 - 1103 l
  • 0 – 100 km/h: 10,3 s
  • Spitze: 190 km/h
  • Normverbrauch: 4,7 l Super
  • CO2-Ausstoß: 108 g/km
  • Energieeffizienzklasse: A
  • Preis: ab 23.700 Euro

Ein Blick auf das Datenblatt zeigt, was diese sanfte Elektrifizierung bringt – und was nicht. Obwohl mit 120 PS der stärkste Motor, ist der „1.0 T-GDI 48V“ der sparsamste der Modellfamilie. Allerdings ist das Spektrum mit Normverbräuchen von 4,5 bis 5,2 Litern relativ schmal; bei der gewöhnlich eher geringeren Jahresfahrleistung dieser Pkw-Kategorie dürfte unter dem Strich kein größerer Effekt eintreten. Und auch der CO2-Ausstoß des Mildhybriden sinkt zwar um zehn Prozent, jedoch bleibt er mit 108 Gramm pro Kilometer über der 100er-Schallmauer.

So viel verbraucht der Kia Rio in der Praxis

In der Praxis fällt die Rechnung ohnehin noch einmal ganz anders aus. 7,2 Liter genehmigte sich unser Rio real, was beweist, dass selbst ein Dreizylinder-Schrumpfmotor kein Garant ist für Enthaltsamkeit. Auch der typische Dreizylinder-Sound, im Kia insbesondere bei höheren Drehzahlen noch einen Tick aufdringlicher als üblich, ist nicht jedermanns Sache. Wenig auszusetzen gibt es dagegen an der Spritzigkeit des Aggregats, die sich gerade in Kombination mit dem erwähnten Doppelkuppler voll entfaltet. Das schwerelose City-Fahrgefühl eines Elektroautos schlägt aber selbst diese gute Paarung nicht.

Optisch hingegen dürfte der Kia in der GT-Line wiederum klar die Tigernase vorn haben. Die Frontschürze, der Kühlergrillrahmen im „Dark Chrome“-Design, die Seitenschweller, die 17-Zöller, der Doppelendrohr-Auspuff nebst Diffusor – all das macht den Rio GT zum Hingucker.

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