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Neuvorstellung

28.07.2019

Test: Porsche 718 endlich wieder mit Sechszylinder!

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4 Bilder
Da geht was voran: der Porsche 718 Spyder mit 420 PS starkem Sechszylinder.
Bild: Porsche

Porsche stockt den 718 auf die „richtige“ Anzahl an Zylindern auf. Und frei atmen darf das Vier-Liter-Biest auch noch.

Vor ein paar Jahren hat Porsche seinen Einstiegs-Roadster Boxster und das Coupé Cayman nicht nur um den Namenszusatz 718 erweitert, sondern auch des Sechszylinders beraubt: Seither werkelt hinter den Sitzen ein Vierzylinder-Boxer – noch dazu mit Turboaufladung.

Die Traditionalisten schrien Zeter und Mordio, dem Erfolg tat dies jedoch keinen Abbruch. Nicht wenige ziehen die fahraktiven Spaßmacher sogar dem etwas pummeligeren 911er vor. Und: Ab dem Spätsommer dürfte die Fangemeinde des 718 nochmal größer werden. Dann nämlich kehrt der Sechszylinder zurück.

Verpackt wird das neu entwickelte, freiatmende Vierliter-Triebwerk wahlweise im Cayman GT4 oder in dem „Spyder“ getauften Boxster-Derivat mit zwei auffälligen Hutzen hinter den Sitzen und einem Stoffdächlein, das händisch über den Wagen gespannt werden muss; was ein wenig frickelig ist.

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Porsche 718 Spyder: technische Daten

  • Hubraum: 3995 ccm
  • Leistung: 420 PS bei 7600/min
  • Drehmoment: 420 Nm bei 5000–6800/min
  • Getriebe: Sechsgang-Schaltgetriebe
  • Länge/B./H.: 4,43/1,80/1,26 m
  • Leergewicht/Zuladung: 1420 kg/300 kg
  • Kofferraum: 150+120 l
  • Anhängelast gebremst: k. A.
  • 0–100 km/h: 4,4 Sek.
  • Top-Tempo: 301 km/h
  • Normverbrauch (NEFZ): 10,9 l Benzin
  • CO2-Ausstoß (NEZF): 249 g/km
  • Abgasnorm: Euro 6d-TEMP
  • Energieeffizienzklasse: G
  • Preis ab: 93.350 Euro

Beiden Hecktrieblern gemein ist der auf Rennstreckentauglichkeit hin optimierte Unterbau mit allen erdenklichen Fahrwerksoptimierungen: Die Vorderachse stammt aus dem Straßen-Boliden Porsche 911 GT3, das adaptive Sportfahrwerk rückt den Wagen 30 Millimeter näher an den Boden und Torque-Vectoring sowie das Hinterachs-Sperrdifferenzial sorgen für maximale Traktion.

Dazu kommen jede Menge Aerodynamik-Maßnahmen, die für gewaltigen Abtrieb sorgen und die Sportler kräftig auf den Asphalt pressen, in dem sich die Michelin-Sport-Gummis auf 20-Zöllern zu gern festkrallen.

Faszinierendes Handling, hochdrehender Motor

Es ist faszinierend, wie das Handling zum Kinderspiel wird, wie der 718 kleinste Lenkrad-Bewegungen unverzüglich in Richtungswechsel umsetzt und sich kaum aus der Ruhe bringen lässt. Der eigentliche Spaßmacher – und für die meisten sicher ausschlaggebend, um rund 95.000 Euro in die Hand zu nehmen – aber ist der hochdrehende Sechszylinder.

Frei jeglicher Zwangsbeatmung nimmt der Boxer kernig-knurrend Fahrt auf, schickt erst bei 5000 Umdrehungen seine 420 Newtonmeter auf die Kurbelwelle und nur kurz bevor der Begrenzer bei 8000 Touren eingreift, liegen auch die 420 PS komplett an. Verwaltet wird die Kraft aktuell ausschließlich mit einem recht lang übersetzten Sechsgang-Getriebe, mit dem aber sogar Schaltfaule auf ihre Kosten kommen; schon ab 2000 U/min steht genug Kraft bereit um nachdrücklich zu beschleunigen.

Damit die Gangwechsel richtig sportlich erfolgen, gibt der 718 per Tastendruck automatisch Zwischengas und sorgt für einen reibungslosen Drehzahlanschluss. Und wer sich mit dem knackigen Getriebe partout nicht anfreunden will, muss einfach kurz warten: Eine Doppelkupplungs-Version ist in Arbeit.

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