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Test
01.11.2021

Sportlicher Hybride: Skoda Octavia RS iV im Test

Er ist das Spitzenmodell der Skoda Octavia-Reihe: der RS PHEV als Kombi.
Foto: Skoda

Der Octavia RS verdient sich als Teilzeitstromer gute Noten. Die Elektrokomponenten brauchen lediglich etwas Platz im Kofferraum. Der Test.

Er ist der Verkaufsschlager von Skoda: der Octavia, vor allem auch bei Firmenwagen. Immer mehr geordert wird er in der sportlichen RS-Version als Combi und zunehmend auch als Plug-in-Hybrid. Und genau den fuhren wir zur Probe.

Skoda hat sich in Sachen Elektrifizierung der Fahrzeuge ein forsches Ziel gesetzt: Bis 2030 sollen bis zu 70 Prozent der Autos mit Stecker verkauft werden. Um diese Marke zu erreichen, kommen allein 2022 drei neue Modelle auf den Markt, einschließlich dem Coupe des vollelektrischen Enyaq.

Beim Octavia bleibt es vorerst beim Plug-in-Hybrid, weil eine Vollelektrifizierung aufgrund der geringen Fahrzeughöhe und des hohen Aufbaus der Batterieelemente den Technikern noch Probleme bereitet.

So viel Leistung hat der Skoda Octavia RS hybrid

Sportlichen Schick verströmt der RS iV mit seinen schwarzen Akzentuierungen ebenso wie der Benziner oder der Diesel und unterscheidet sich von ihnen optisch quasi nur beim fehlenden Doppelauspuffrohr. Technisch ist allerdings vieles anders. Zum 1,4 Liter Benziner gesellt sich ein Elektromotor mit 85 Kilowatt Leistung, was zu einer Systemleistung von satten 245 PS führt. Weil der E-Antrieb unter anderem von einem 13 Kilowattstunden großen Akku gespeist wird, sind bis zu 62 Kilometer rein elektrischer Betrieb möglich, was den Octavia für die verschärften Steuerregelungen ab 2022 fit macht. Geladen wird die Lithium-Batterie entweder durch den Verbrenner während der Fahrt, durch Rekuperation oder an der Wechselstromsteckdose mit maximal 3,6 Kilowatt.

Wie sich die Kombination aus Benziner und Elektromotor anfühlt? Richtig gut. Die beiden Systeme ergänzen sich ruckfrei und der Fahrweise perfekt angepasst. Der Verbrenner tönt hörbar sonor bei höheren Drehzahlen, klingt aber nicht übertrieben sportlich oder zu laut. Auch das Fahrwerk erfreut durch nicht zu große Härte, sondern glänzt mit Ausgewogenheit. Das Sechs-Gang-DSG-Getriebe arbeitet schnell und ruckfrei.

Allgemein kann gesagt werden, dass der RS sowohl optisch als auch fahrtechnisch nicht auf extrem sportlich getrimmt ist.

Der Wohlfühlfaktor im Skoda Octavia RS iV ist hoch

Der Wohlfühlfaktor im akzentuiert veredeltem Innenraum überwiegt dank eines gelungenen Materialmix mit Microfaser-Einlagen und eleganten Nähten. Das Raumangebot ist Skoda typisch sehr gut, auch wenn wegen der Elektrokomponenten eine Reduzierung des Kofferraums gegenüber dem Verbrenner notwendig wurde.

Wohl fühlt sich der Fahrer hinter dem Steuer des RS. Seine Rundumsicht ist gut, die Ablesbarkeit des Head-Up-Displays (Extra) bestens, die Übersichtlichkeit und Bedienfreundlichkeit der Schalter und des Bordcomputers gut. Das sehr flexibel einstellbare Display vor dem Fahrer wirkt in manchen Einstellungen etwas überfrachtet. Wohl deshalb, weil das riesige und bestens funktionierende Angebot an Fahrassistenzsystemen eingeblendet werden kann.

Auch an der Konnektivität ist kaum etwas auszusetzen. Das Navigationssystem nimmt sich allerdings manchmal etwas Bedenkzeit.

Technische Daten

  • Skoda Octavia RS iV
  • Hubraum 1395 ccm
  • Leistung 110 PS bei 5000/min
  • Drehm. 250 Nm ab 1550/min
  • Länge/B./H. 4,69/1,83/1,48
  • Leergewicht/Zul. 1707/518 kg
  • Anhängelast gebr. 1500 kg
  • Kofferraum 490 – 1555 l
  • 0 – 100 km/h 7,3 s
  • Spitze 225 km/h
  • Normverbrauch 1,5 l Super
  • CO2-Ausstoß 33 g/km
  • Energieeffizienzklasse A+++
  • Preis ab 44.060 Euro

Große Mängel waren bei der kurzen Testfahrt also nicht feststellbar. Der Octavia Kombi RS iV eignet sich für Firmen- und Privatfahrer, kann sportlich und gemütlich familiär gefahren werden, hat den Vorteil des zeitweise rein elektrischen Betriebs in der Stadt und ist optisch ansprechend.

Der Skoda RS iV ist preislich kein Schnäppchen. Wer es im Konzern etwas günstiger haben will, kann sich ja mal beim Seat Leon umschauen.

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