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Test

02.10.2020

Typisch Kia, typisch SUV: der Sportage im Test

Hingucker: Die „GT Line“ hübscht den Kia Sportage nochmals auf.
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Hingucker: Die „GT Line“ hübscht den Kia Sportage nochmals auf.
Bild: Kia

Der Kia Sportage hat alles, wofür sowohl die Marke als auch die Bauart an sich stehen. Ein Problem gibt es aber. Der Test.

Hätten Sie´s gewusst? Mit dem 1991 in Tokio debütierten Sportage gehört Kia zu den absoluten Pionieren des SUV-Segments. Und auch fast 30 Jahre später wissen die Koreaner noch, worauf es den Kunden dieser ewig boomenden Fahrzeugklasse ankommt: markantes Design, erhöhte Sitzposition, gutes Platzangebot und nicht zuletzt ein attraktives Preis/Leistungsverhältnis.

Das Design des Kia Sportage ist preisgekrönt

Um es gleich zu sagen: Hinter all diese Kriterien kann der Sportage der vierten Generation einen Haken machen. Vor allem in der von uns getesteten „GT-Line“ braucht sich der Asiate vor seinen Premium-Wettbewerbern optisch nicht zu verstecken. Nicht umsonst wurde der Wagen mit dem begehrten Red Dot Awart Designpreis ausgezeichnet. Ins Auge fallen vor allem die schicken 19-Zoll-Räder, die in „Darkchrome“ gehaltene Kia-Tigernase sowie die Auspuffanlage mit Doppelendrohr, welche die stattliche Breite des Sportage-Hecks zusätzlich betont. Keine Frage: Während Kia beim anderen Markenschönling names Xceed die Crossover-Karte mit flacher Dachlinie spielt, darf es beim Sportage durchaus hoch und bullig sein – wie in den SUVs der ersten Stunde eben.

Das Platzangebot im Kia Sportage fällt großzügig aus

Natürlich profitieren insbesondere die Fondpassagiere von der sich daraus ergebenden höheren Kopffreiheit; selbst groß Gewachsene sitzen auf der Rückbank kommod. Mit viereinhalb Metern Länge präsentiert sich der Sportage trotz des großzügigen Interieur-Zuschnitts kompakt genug, um nicht an der Enge der Stadt zu verzweifeln. Hier leisten die gute Übersicht und die hohe Sitzposition dem Fahrer wertvolle Dienste. Ebenso die Parkkamera, deren Bild allerdings ein wenig hochauflösender sein könnte. Ansonsten präsentiert sich der Sportage in puncto Digitalisierung auf der Höhe der Zeit.

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Fahrleistungen und Spritverbrauch? Na ja

Was die Fahrleistungen betrifft, zollt der Wagen der typischen SUV-Bauweise Tribut. Obwohl mit dem stärksten Turbobenziner (177 PS und 265 Newtonmeter) gesegnet, lieferte unser Testwagen nicht ganz die Dynamik, die seine scharfe Optik versprach. Selbst das an sich agile Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe arbeitete nur im „Sport“-Modus wirklich auf den Punkt. Dann aber kletterte der Spritverbrauch auf mehr als zehn Liter Super, ein heute kaum noch zu rechtfertigender Wert, auch nicht mit Allradantrieb. Hier dürften die drei Dieselmotoren mit 48-Volt-Mildhybridsystem, die für den Sportage im Programm sind, besser abschneiden.

Kia Sportage: technische Daten

  • Spezifikation: Kia Sportage 1.6 T-GDI DCT AWD GT Line
  • Hubraum: 1591 ccm
  • Leistung: 177 PS bei 5500/min
  • Drehmoment: 265 Nm ab 1500/min
  • Länge/B./H.: 4,50/1,86/1,64 m
  • Leergewicht/Zuladung: 1637/563 kg
  • Anhängelast gebremst: 1600 kg
  • Kofferraum: 503 – 1492 l
  • 0 – 100 km/h: 9,1 s
  • Spitze: 201 km/h
  • Normverbrauch: 7,2 l Super
  • CO2-Ausstoß: 165 g/km
  • Energieeffizienzklasse: C
  • Preis: 41.400 Euro

Ansonsten gibt sich auch dieser Kia in Sachen Wirtschaftlichkeit keine Blöße. Selbst die von uns getestete Top-Version mit GT-Line und Vollausstattung ist für rund 41.000 Euro zu haben – sieben Jahre Herstellergarantie inklusive.

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04.10.2020

41.400 Euro für ein Auto, mit dem man vielleicht schon in drei Jahren nicht einmal mehr nach Augburg rein kommt ?
Und was will man eigentlich mit 177PS (wohlgemerkt erst bei 5500 U/min, wenn man schon im Schleichmodus 7,2 Liter verbraucht ?
Hatte übrigens seit 2006 drei verschiedene KIA Modelle und war leider in einem wesentlichen Punkt stets absolut unzufrieden, nämlich mit der Qualität und dem Know How der KIA Werkstätten. Was nutzen schon 5 oder 7 Jahre Garantie, wenn man dort selbst einfache Fehler nicht findet?

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