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Neuvorstellung

05.07.2019

VW Passat Facelift: Mehr Technik für die Mittelklasse

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Die Mutter aller Kombis: Mit dem Passat Variant hat VW den bekanntesten und meistverkauften Vertreter dieser Bauart im Programm. Jetzt wurde der Wagen aufgefrischt.

Auch wenn man es dem Bestseller kaum ansieht: VW hat seinen Passat kräftig aufgerüstet. Wir erklären, wo sich die wichtigsten Neuerungen verstecken.

30 Millionen mal hat VW den Passat seit 1973 verkauft und damit eine Bilderbuch-Erfolgsgeschichte geschrieben. Vor allem der Variant ist unangefochtene Nummer eins, jeder vierte verkaufte Mittelklasse-Kombi ist in Europa ein Passat. Damit das so bleibt, werten die Wolfsburger Limousine, Kombi und das Pseudo-SUV-Modell Alltrack jetzt auf.

Der letzte VW Passat, der in Emden gebaut wird

Allerdings läutet das jüngste Facelift auch das Ende einer Ära ein: Die aufgefrischte Version ist das letzte Passat-Modell, das in Emden gefertigt wird. Das Werk wird fit für die Volkswagen-Elektro-Modelle gemacht. Die Passat-Produktion wandert nach Tschechien zum Schwester-Modell Skoda Superb; dort liegt zukünftig auch die Entwicklungshoheit für die Volkswagen-Mittelklasse.

In den kommenden Jahren allerdings wird man in Ostfriesland noch gut zu tun haben, denn mit zahlreichen kleinen, aber feinen Überarbeitungen soll der Passat in der Käufergunst weiter steigen. Auf große optische Veränderungen verzichten die Wolfsburger. Leichte Retuschen an Front- und Heckschürze müssen genügen.

Der VW Passat hat Rücklichter mit Spezialfunktion

Im Fokus stand eher die Technik: Neu sind die serienmäßigen LED-Scheinwerfer und die Rücklichter mit Klick-Klack-Funktion: Beim Bremsen werden die Lichter nicht nur heller, sondern ändern auch ihre Grafik, um mehr Aufmerksamkeit beim Hintermann zu erwecken. Wer will, kann seinen Passat zukünftig auch mit Matrix-LED-Technologie aus dem Touareg ausrüsten. Das System arbeitet mit 44 einzeln ansteuerbaren LED und sorgt für maximale Lichtausbeute ohne den Gegenverkehr zu blenden.

Aufgerüstet hat VW auch die Infotainment-Technik. Die zweite Ausbaustufe des digitalen Cockpits mit 11,7-Zoll-Instrumenten-Display und die neueste Infotainment-Generation halten Einzug in den Passat. Der Touchscreen in der Mittelkonsole misst 6,5, 8 oder 9,2 Zoll. Alle Systeme sind immer online, und zwar ohne dass ein Smartphone mit dem Passat gekoppelt werden muss.

Auch der neue Online-Dienst „We Connect“ ist serienmäßig an Bord: Darüber lässt sich der Wagen zum Beispiel per Smartphone öffnen und schließen oder per App anderen Fahrern zur Verfügung stellen. Sogar Lieferdiensten kann der Zugang zum Kofferraum gewährt werden, damit diese dort Pakete hinterlegen können.

Die Assistenzsysteme des VW Passat erhielten ein Update

Ebenfalls aus der Digital-Abteilung stammt das Update für die Assistenzsysteme: Der Passat gibt automatisch Gas und bremst und passt das Tempo an Geschwindigkeits-Begrenzungen und den Straßenverlauf an. Kommt eine Kurve, verzögert der Tempomat so stark, dass man gefahrlos ums Eck kommt.

Natürlich lenkt der VW auch selbsttätig mit: Dass der Steuermann das Volant nicht ganz los lässt, überwacht der Passat zukünftig mit einem berührungsempfindlichen Lenkrad. Und sollte der Fahrer nicht mehr in der Lage sein, einzugreifen, informiert der VW die anderen Verkehrsteilnehmer per Warnblinkanlage und bleibt automatisch am Fahrbahnrand stehen.

Die Motoren erfüllen jetzt Euro 6d temp

Bei soviel Hightech ist für die klassischen Fahrzeugbauer nicht mehr viel übrig geblieben: Die Ingenieure haben das (optionale) adaptive Fahrwerk überarbeitet, das jetzt eine spürbar breitere Spreizung zwischen Komfort und Sportlichkeit bietet und die Motoren-Techniker haben sich auf die Pflicht beschränkt und die Aggregate Euro-6d-Temp-fähig gemacht.

Zur Wahl stehen ottoseitig drei reine Benziner (190 und 272 PS; die 150 PS-Version kommt später) und der 218 PS starke Plug-in-Hybrid GTE, der dank einer größeren Batterie jetzt 55 Kilometer rein elektrisch zurücklegt – nach WLTP-Messung!

VW Passat 2019: technische Daten

  • Spezifikation: VW Passat Variant 2.0 TDI (140 kW)
  • Hubraum: 1968 ccm
  • Leistung: 190 PS bei 2400/min
  • Drehmoment: 400 Nm bei 1900–3300/min
  • Getriebe: Siebengang-Doppelkupplung
  • Länge/B./H.: 4,77/1,83/1,52 m
  • Leergewicht/Zuladung: 1600 kg/665 kg
  • Kofferraum: 650-1780 l
  • Anhängelast gebremst: 2000 kg
  • 0–100 km/h: 8,1 Sek.
  • Top-Tempo: 232 km/h
  • Normverbrauch: 4,6 l Diesel
  • CO2-Ausstoß: 120 g/km
  • Abgasnorm: Euro 6d-TEMP
  • Energieeffizienzklasse: A
  • Preis ab: 43.090 Euro

Das Gros der Kunden dürfte aber nach wie vor zu einem der vier Diesel greifen, die vom 34.720 Euro teuren Basis-Aggregat mit 120 PS bis zum 240 PS starken Zwei-Liter-Allrad-Modell reichen. Vor allem die 190-PS-Version ist ein veritabler Allrounder, der ruhig arbeitet, mit 400 Newtonmeter Drehmoment kräftig genug ist, um auch den Kombi (circa 1110 Euro extra) standesgemäß anzutreiben und trotzdem nur viereinhalb Liter brauchen soll. Serienmäßig fährt er mit 7-Gang-Doppelkupplung vor, Allrad gibt’s auf Wunsch ebenfalls.

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