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Versicherung
01.09.2021

Telematik-Tarife: Wer defensiv fährt profitiert

So ein Telematiktarif hinterlässt Spuren. Autofahrer sollten sich bewusst sein, dass die Versicherer Daten zum Fahrstil etwa in Kurven auslesen können, so Experten.

Einige Kfz-Versicherungen bieten Autofahrern mittlerweile sogenannte Telematiktarife an. Für wen sich das lohnt – und für wen nicht.

Achtsames Fahren zahlt sich aus - mit diesem Argument werben diverse Versicherungen für ihre Telematiktarife. Via Tele(kommunikation) und (Infor)matik sammeln die Unternehmen laufend Informationen über das Fahrverhalten ihrer Kunden.

Technisch geht das über eine im Auto installierte Blackbox, eine App oder einen Datenstick mit GPS-Übermittlung. Die Daten werden an die Versicherung übermittelt, dort gespeichert und bestimmen die Prämie nach dem konkreten Fahrverhalten. Bewertet werden unter anderem Tempo Bremsverhalten, Beschleunigung, Kurvenfahrweise und Fahrtzeiten.

Doch die Versicherer werten die Daten verschieden aus. Im Vergleich stellt Michael Bruns von der Stiftung Warentest fest: „Was in den Score einfließt, ist je nach Versicherer unterschiedlich, jede App gewichtet die Daten anders.“ Ein Telematiktarif lohne sich in erster Linie für Fahranfänger in den ersten Jahren am Steuer.

Bei Älteren würden dagegen so viele Parameter bei einem Versicherungsabschluss abgefragt, „dass man vergleichsweise wenig einsparen würde“.

„Wir sagen pauschal, dass es sich für Fahranfänger lohnt, da hier die prozentuale Einsparung von bis zu zehn Prozent deutlich mehr bringt, davon ausgehend, dass die Grundprämie bei einem jungen Fahrer wesentlich höher ist“, sagt Sören Heinze vom Auto Club Europa (ACE).

Finanziell entscheidend seien, so Heinze, die tatsächlichen Zahlen: „Ohne eine spezielle Versicherung zu empfehlen, ist bei den Telematiktarifen das Charmante, dass wirklich für die Kilometer bezahlt wird, die gefahren werden.“

Doch Michael Wortberg von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz bekommt häufig Rückmeldungen von unzufriedenen Versicherungsnehmern: „Nach dem, was ich höre, schaffen es die Versicherten nicht, tatsächlich Beiträge zu sparen, indem sie besonders schonend oder sparsam fahren. Wenn sie beispielsweise irgendwo wohnen, wo sie morgens schon steile Kurven fahren, bremsen und Gas geben müssen, verderben Sie sich damit direkt den Schnitt.“

Der Verbraucherschützer sorgt sich vor allem um den Datenschutz. „Natürlich werden die Daten offiziell ausschließlich und anonymisiert gesammelt und ausgewertet an die Versicherer gegeben, doch wer kontrolliert oder gewährleistet das?“, fragt sich Wortberg.

Wenn es um die Technik geht, rät der Warentester zur App

Wenn es um die Technik geht, rät Warentester Bruns zur App: Sie sei die einfachste Variante und zeichne nur dann auf, wenn sie aktiviert ist. „Man sollte immer drauf achten, dass man sie nach der Fahrt ausschaltet, damit sie nicht, wie bei mir geschehen, beispielsweise eine U-Bahnfahrt wertet und dadurch einen schlechteren Score ermittelt.“ Denn Fahrer können nach jeder Fahrt die Punkte prüfen, und man kann laut Bruns in Einzelfällen den Versicherer anrufen, um eine Fahrt mit Taxi oder U-Bahn wieder löschen zu lassen.

Von einem in den Zigarettenanzünder zu steckenden Stick raten dagegen die Experten von ACE und Verbraucherschutz genauso ab wie von der App auf dem Handy - auch weil Mobiltelefone unterwegs ablenken und man nicht wisse, wie genau die App-Aufzeichnungen sind. „Daher empfehlen wir klar eher den Verbau einer Blackbox.“ Doch eine solche bieten nicht alle Versicherer an, und sie kostet zusätzlich. Dafür belastet die App den Handyakku, könnte das Datenvolumen verbrauchen und im Ausland teuer werden. (dpa)

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06.09.2021

Finger weg, ein Betrug!!! Hatte bei HUK24 diesen Tarif abgeschlossen und laut App, war ich sehr braver Fahrer. Als dann um Versicherungsrabatt ging, teilte mir der HUK24 mit, dass die Daten gingen verloren und ich den Rabatt von 20% nicht bekommen werde.

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03.09.2021

Erinnert an Tesla, da werden auch jegliches Verhalten des Fahrers und der Mitfahrer aufgezeichnet und stehen bei Bedarf zur Verfügung. Im Zweifelsfall auch gegen den Fahrer. Nein Danke für eine Überwachung wie Telematik stehe ich nicht zur Verfügung als gläserner Mensch. Lieber zahle ich eine etwas höhere Prämie; ich fahre seit vielen Jahren unfallfrei , aber sehr zügig. Ein Ticket für schnelles Fahren pro Jahr im unteren Bereich ist da schon drin.

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