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Neuvorstellung

28.05.2018

Volvo kann Kombi: der V60 im ersten Test

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6 Bilder
Schon schön: der neue Volvo V60, „kleiner“ Bruder des V90.
Bild: Volvo

Mit dem neuen V60 beweisen die Schweden einmal mehr, welcher Fahrzeugtyp ihnen einfach am meisten liegt – und warum.

Was kann Volvo am besten? Richtig: Große Kombis bauen. Rund sechs Millionen davon haben die Schweden in mehr als sechs Jahrzehnten bereits verkauft, und mit dem aktuellen V90 haben sie ein richtiges Schlachtschiff im Angebot.

Für alle, denen der Fast-fünf-Meter-Oberklässler allerdings zu groß – oder zu teuer – ist, bringt Volvo jetzt mit dem V60 eine handlichere Alternative. Ein Schnäppchen ist der kleine Bruder allerdings auch nicht. Aktuell müssen mindestens 40100 Euro auf den Tisch gelegt werden; nur gut dreieinhalbtausend weniger als für den 90er. Aber: Schwächere Einstiegsmotoren und eine einfachere Ausstattung werden bald nachgereicht.

Zunächst geht der V60 als T6-Benziner mit Allrad, Achtgang-Automatik und 310 PS für mindestens 49500 Euro an den Start – oder als Diesel. Die kommen in zwei Leistungsstufen (D3 mit 150 PS, D4 mit 190 PS), mit Frontantrieb und serienmäßigem Sechsgang-Schaltgetriebe. Der V60 wird übrigens der letzte Volvo sein, den es noch als Selbstzünder gibt. Schon für die dazugehörige Limousine S60, die im Herbst folgen wird, bietet der Hersteller lediglich Ottomotoren und Plug-in-Hybride an. Von letzteren hat Volvo gleich zwei Versionen in der Pipeline, die beide auch im V60 kommen.

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Wer jetzt noch zum Diesel greift, macht aber keinen Fehler. Die Aggregate sind AdBlue-gereinigt und erfüllen die neueste Abgasnorm Euro-6d-Temp. Vor allem der stärkere D4 bietet ein gute Mischung aus ordentlicher Laufkultur, gleichmäßiger Kraftentfaltung und moderatem Verbrauch. Er wirkt wesentlich weniger angestrengt als der hochgezüchtete Vierzylinder-Benziner, der deutlich lauter und durstiger ist. Neun Liter Verbrauch bescheinigt das Datenblatt dem Otto nach dem neuen WLTP-Zyklus, unter zehn sind kaum zu schaffen. Der D4 dagegen lässt sich locker mit sechs bis sieben Litern Diesel fahren.

Dass beide keine ausgesprochenen Sparmeister sind, liegt nicht zuletzt am Gewicht: Schwere 1,8 Tonnen wiegt der Einstiegsdiesel, mindestens 100 Kilogramm mehr der Benziner. Zum Glück macht sich die Masse beim Fahren nicht sonderlich bemerkbar und im Vergleich zum V90 wirkt der 18 Zentimeter kürzere 60er um einiges handlicher. Optional steht ein adaptives Fahrwerk bereit, das mit einer erfreulich breiten Spreizung zwischen Komfort und Sport punkten kann.

Obwohl er ein gutes Stück kürzer ist, braucht kein V60-Kunde Angst vor zu wenig Laderaum haben: Mit 529 bis 1441 Liter geht nur geringfügig weniger Gepäck rein als in das eher Design- denn Platz-optimierte Top-Modell, und sogar mehr als in das Mittelklasse-SUV XC60.

Apropos Design: Da wirkt der V60 sogar ein bisschen sportlicher als die anderen Volvos. Innen gibt es keine Überraschungen. Vom digitalen Kombiinstrument über den großen, stark Fingerabdruck-anfälligen Hochkant-Touchscreen in der Mittelkonsole bis zu den bequemen Massagesitzen ist alles bekannt. Was leider fehlt: eine induktive Ladeschale für das Smartphone.

Dafür hat Volvo nochmal bei den Sicherheitssystemen nachgerüstet und wieder einmal das sicherste Auto überhaupt auf die Räder gestellt. Zu den üblichen Assistenten und Wächtern gesellt sich im V60 ein Querverkehrwarner, der automatisch bremst wenn man beim rückwärts Ausparken andere Verkehrsteilnehmer übersehen hat. Außerdem bremst der Kombi jetzt auch, wenn ihm auf der eigenen Spur ein Auto entgegen kommt. So soll bei einem Zusammenstoß mit einem Geisterfahrer zumindest die Unfallschwere reduziert werden.

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