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Test
14.12.2021

Audi A3 TFSI e 45 im Test: Und täglich grüßt das Ladekabel

Freunde fürs Leben: Der A3 Sportback als Plug-In-Hybride und die Ladesäule.
4 Bilder
Freunde fürs Leben: Der A3 Sportback als Plug-In-Hybride und die Ladesäule.
Foto: Audi AG

Der Audi A3 Sportback TFSI e 45 ist beileibe kein schlechtes Auto, aber er offenbart Sinn und Unsinn von Plug-in-Hybriden. Der Test.

Die Idee an sich klingt charmant: einen Benziner an Bord für die Langstrecke, einen Elektromotor für die Stadt und eine Steckdose zum Laden zwischendurch – und fertig ist der Plug-In-Hybride (PHEV). Fabelhaft niedrige Normverbräuche beruhigen sogar das grüne Gewissen.

Wie lange das moderne Märchen währt, hat der Autobesitzende buchstäblich selbst in der Hand. Und zwar in Form eines Ladekabels, mit dem er oder sie am besten eine lebenslange Beziehung eingeht. Denn mehr als ein paar Dutzend Kilometer stecken selten in den Akkus, dann müssen sie wieder an die Strippe. In unserem Fall sollten die Batterien des Audi A3 Sportback TFSI e 45 der Norm nach bis zu 63 Kilometer durchhalten. In der winterlichen Realität zeigte der Bordcomputer 54 Kilometer an. Einmal vorheizen, einmal ins Büro und zurück – und das war´s auch schon mit der E-Mobilität im Test. Und täglich grüßt das Ladekabel.

Rein elektrisch fährt der Audi A3 Sportback TFSI e 45 super geschmeidig

Oft sogar zwei Mal täglich. Da dürfte sich der Premium-affine Audifahrer schon fragen, ob er ständig Lust hat, das mitunter nasse und schmutzige Kabel in die Hand zu nehmen. Belohnt würde er schon dafür. Mit der 80 kW starken E-Maschine fährt sich der A3 Sportback super geschmeidig; für den Ampelsprint von null auf 60 km/h braucht der Wagen 5,2 Sekunden. 140 km/h Spitze sind drin. Schade nur, dass der Spaß ob der geringen E-Reichweite schnell ein Loch hat. Denn sobald sich der Verbrenner zuschaltet, ist es vorbei mit dem laut- und mühelosen Dahinzischen. Unten raus kommt dem Benziner die Elektro-Schützenhilfe noch zu Gute, oben raus wirkt er auf sich allein gestellt jedoch überfordert.

A3 Sportback TFSI e 45: technische Daten

  • Hubraum 1395 ccm
  • Verbrenner 110 kW, 250 Nm
  • E-Motor 80 kW, 330 Nm
  • Systemleistung 180 kW, 400 Nm
  • elektr. Reichweite 58 - 63 km
  • Länge/B./H. 4,34/1,82/1,43 m
  • Leergewicht/Zul. 1660/415 kg
  • Anhängelast gebr. 1400 kg
  • Kofferraum 280 – 1100 l
  • 0 – 100 km/h 6,8 s
  • Spitze 232 km/h
  • Normverbrauch 1,5 - 1,4 l Super
  • 14,1 - 13,1 kWh Strom
  • CO2-Ausstoß 34 - 31 g/km
  • Preis ab 41.440 Euro

1,4 Liter Hubraum und 150 PS sind eben keine Weltmacht, schon gar nicht in einem Audi, der für gewöhnlich an der Power nicht spart. Nicht nur, dass der Vierzylinder im oberen Drehzahlbereich vernehmbar aufheult. Auch das S tronic Getriebe, in der Erinnerung des Testers eigentlich ein Garant für Dynamik, wechselt die Gänge seltsam gehemmt. Oder sind wir das gute alte Verbrenner-Antriebsstrang-Fahrgefühl nach all den Stromern einfach nicht mehr gewöhnt?

Auch kein Problem, denn Audi hat die reinen Elektroautos natürlich ebenfalls im Programm. Den Q4 35 etron zum Beispiel gibt es zu einem vergleichbaren Preis wie unseren Test-A3 PHEV, der durch die geringere Elektroprämie in diesem – zugegebenermaßen nicht ganz fairen – Vergleich weiter zurück fällt. Auch platzmäßig kann ein Kompaktwagen mit einem SUV kaum mithalten. Um nicht falsch verstanden zu werden: Ein schlechtes Auto ist der Stecker-A3 trotz all dem freilich nicht. Wer ihn haben will, muss ihn lieben. Und muss ihn laden.

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