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Fasten: Fastenzeit: Die ersten drei Tage sind die schlimmsten

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Fastenzeit: Die ersten drei Tage sind die schlimmsten

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    Fasten = Verzichten? Die Fastenzeit nehmen viele zum Anlass, mehr auf gesunde Ernährung zu achten.
    Fasten = Verzichten? Die Fastenzeit nehmen viele zum Anlass, mehr auf gesunde Ernährung zu achten. Foto: Kai Remmers (dpa)

    Viele Menschen nutzen die Fastenzeit für eine radikale Fastenkur. Was in der Alltagssprache oft als Fasten verstanden wird, meint eigentlich eher den Verzicht. Wer also sagt, er faste Schokolade oder Alkohol, lässt in den Tagen zwischen Aschermittwoch und Ostern nur Schokolade oder Alkohol bewusst weg.

    Nur flüssige Nahrung in der Fastenzeit

    Häufig spricht man auch von einer Fastenkur, Heilfasten oder Saftfasten. Sie alle sind Formen des Fastens. Das heißt,statt normale Lebensmittel zu essen, wird alles Feste weggelassen. Die Nahrung besteht dann über einen bestimmten Zeitraum nur aus Gemüsebrühe oder Saft. Das wird jeweils sehr langsam und bewusst gegessen. Doch leicht ist das nicht - vor allem in den ersten Tagen.

    So schaffen Sie es: Durchhalte-Tipps beim Fasten

    Tipp 1: Einfach anfangen. Viele Menschen tun etwas nicht, weil sie den ersten Schritt für besonders schwierig halten, rät Motivationscoach Stefan Frädrich. Man solle nicht lange zu grübeln: Tu ich es oder lass ich es bleiben? Einfach machen!

    Tipp 2: Den Sinn klarmachen. "Menschen sind sehr sinngetrieben", sagt Frädrich. Deshalb empfiehlt er, sich den Sinn vor Augen zu halten, warum man das Ganze macht: Das Fasten ist eine Zeit der inneren Einkehr, eine Zeit, um Abstand zu nehmen vom Konsum. Eine Opferhaltung getreu dem Motto: "Ich darf nicht", macht es dagegen schwierig.

    Tipp 3: Auf die eigene Gedankenwelt achten. Sich selbst niederzumachen, geht leicht. Umso wichtiger ist es, das innere Selbstgespräch auf etwas Positives zu richten, sagt Frädrich. Das kann etwa sein: "Jetzt hast du schon eine Woche durchgehalten, dann schaffst du auch noch mehr!"

    Tipp 4: Routinen aufbauen. "Alles ist erst einmal schwer, bevor es leicht wird", sagt Frädrich. Am vierten Abend ohne das Feierabend-Bier geht es deshalb schon leichter als am ersten oder zweiten Abend. "Eine Routine lässt sich aufbauen."

    Tipp 5: Nach Ausrutschern weitermachen. Beim gemütlichen Get-Together doch das Glas Wein angenommen? Das ist nicht schlimm! Damit sollte auf keinen Fall gleich das ganze Vorhaben abgehakt werden.

    Tipp 6: Gelassen bleiben. "Man muss das Ganze mit einer gewissen inneren Lockerheit angehen", sagt Frädrich. Wer das Fasten knallhart und bierernst durchziehen will, leidet schnell darunter und bekommt Stress - das macht das Durchhalten schwieriger. Kein "Du musst!" sondern ein "Ich will!", sollte das Motto sein.

    Der Verzicht auf das Essen fällt besonders schwer und auch die Kräfte im Körper lassen nach. Außerdem kann es sein, dass einem schwindelig wird, man Kopfschmerzen bekommt und der Kreislauf Beschwerden macht. Darauf weist die Zeitschrift der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände "Neue Apotheken Illustrierte" hin. Gerade deswegen ist es wichtig, während der Fastenkur besonders viel zu trinken.

    Fasten kann auch gefährlich sein

    Auch wenn die Pfunde ordentlich purzeln, zum Abnehmen eignet sich Fasten nicht. Denn nach dem Fastenbrechen ist man schnell wieder beim alten Gewicht. Das liegt daran, dass die radikale Fastenkur nicht das Fettgewebe angreift, sondern die Muskeln. Bevor der Körper seine Fettreserven abbaut, wandelt er zunächst Eiweiß in in Energie um. Und Muskeln bestehen aus Eiweiß. Mit weniger Muskeln sinkt aber auch der Energie-Grundverbrauch des Körpers, wenn man dann wieder normal isst, aber keine Muskeln aufbaut, legt man wieder zu. hhc/dpa Ist Fasten wirklich sinnvoll, Frau Ernährungsexpertin?

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