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Finanzkolumne: Wie man bei der Online-Flugbuchung sparen kann

Finanzkolumne

Wie man bei der Online-Flugbuchung sparen kann

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    Online-Plattformen bieten günstige Flüge, doch Zusatzleistungen können den Preis schnell verteuern.
    Online-Plattformen bieten günstige Flüge, doch Zusatzleistungen können den Preis schnell verteuern. Foto: Robert Michael, dpa

    Allen Kriegen und Krisen zum Trotz dürfte 2024 ein starkes Reisejahr werden. Wer Fernziele im Auge hat, ist daher gut beraten, frühzeitig zu planen und Preise zu vergleichen. Individualreisende kostet dies mehr Aufwand, Nerven und Zeit, was sich am Ende aber auszahlen kann. Denn wer Flug und Hotel einzeln bucht, kann viel Geld sparen, wenn er ein paar Regeln kennt.

    So kann ein Flug günstiger sein, obwohl mehrere Akteure daran verdienen. Möglich machen dies sogenannte Metasuchdienste wie fluege.de, skyscanner oder swoodoo. Sie stellen eine Suchanfrage an mehrere Suchmaschinen, bündeln die Ergebnisse und ermitteln so den günstigsten Preis. Dieser findet sich in der Regel auf Buchungsplattformen wie travelstart, seat24, CheapTickets oder flugladen. Der Hin- und Rückflug von München nach Bangkok ist hier bereits für 1176 Euro pro Person zu haben. Direkt bei der Fluggesellschaft kostet er 1541 Euro.

    Der Online-Vertrieb verdient an den Zusatzleistungen

    Eine Preisersparnis von 365 Euro, ist das seriös? Tatsächlich ja, Cross-Selling macht es möglich. Vor allem der Online-Vertrieb verdient nicht am Flug, sondern an Zusatzleistungen und Servicegebühren. Und die sind zahlreich und vielfältig. Wer sich für den günstigsten Reisevermittler entscheidet, bekommt im Buchungsprozess einen ganzen Strauß an

    Ein Servicepaket für 25 Euro, ein flexibles Ticket, mit dem man kurzfristig umbuchen kann, für 211 Euro und eine Stornogarantie für 190 Euro. Natürlich dürfen auch Versicherungen nicht fehlen. So zahlt man für Auslandskranken-, Reiserücktritts- und Gepäckversicherung stolze 150 Euro. Besonders aufpassen muss man bei der Sitzplatzreservierung, die man beim Fliegen intuitiv schnell auswählt, weil sie am Check-in-Schalter nichts kostet. Nicht so hier. Ab 19 Euro pro Strecke kann man einen Sitzplatz reservieren, je nach Lage kann das aber auch über 100 Euro kosten. Ein Klick ist schnell gemacht. Auch bei der Frage nach Sondermahlzeiten. Für vegetarische, vegane, gluten- und laktosefreie Mahlzeiten verlangen die meisten Fluggesellschaften keinen Aufpreis. Hier zahlt man immer 9 Euro für die Vorbestellung. 

    Manche Leistungen sind anderswo günstiger zu haben oder verzichtbar

    Wenn man nun alle Zusatzleistungen bucht, kommt man auf einen Gesamtreisepreis von 1.830 Euro. Das sind 654 Euro mehr als am Anfang und 289 Euro mehr als bei der Fluggesellschaft. Hier wird das Geschäftsmodell deutlich. Es wird ein Flugpreis angeboten, der deutlich unter dem Marktpreis liegt, mit dem Ziel, den Gewinn durch Zusatzleistungen hereinzuholen. Wer das weiß, kann entsprechend handeln und bucht einfach keine Zusatzleistungen, um den unveränderten Grundpreis zu erhalten.

    Denn letztlich sind alle angebotenen Zusatzleistungen oft anders günstiger zu haben oder sogar entbehrlich bis überflüssig. Flexibilität kostet. Ob man für eine Urlaubsreise wirklich eine vereinfachte Umbuchungsmöglichkeit braucht oder auf das flexible Ticket verzichten kann, muss jeder für sich selbst entscheiden. Die Erstattung beim Stornoschutz wird nur als Gutschein ausgezahlt. Die zusätzlichen Versicherungsleistungen deckt man am besten mit einer Reiseabbruch- und Reiserücktrittsversicherung sowie einer Auslandsreisekrankenversicherung ab. Diese sind als Jahresvertrag günstiger als für eine einzelne Reise zu haben. Gepäckversicherungen sind meist überflüssig, und kostenpflichtige Sitzplatz- und Essensreservierungen sollte man immer ablehnen.

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