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Ingwer in Getränken und Speisen
14.01.2022

Wie gesund ist Ingwer? Heilmittel oder Diät-Unterstützer

Verfügt über viele gute Eigenschaften: Die Ingwerknolle hat auch heilende Wirkung.
Foto: Andrea Warnecke, dpa

Ingwer ist ein echtes Superfood. Denn das Gemüse fördert die Gesundheit, indem es Beschwerden bekämpft und auch vor Krankheiten schützt. Nur gut, dass es in vielen Formen verzehrt werden kann.

Der Geschmack von Ingwer ist gewöhnungsbedürftig. Denn neben ätherischen Ölen, die für das starke Aroma sorgen, sowie Harzsäuren und neutralem Harz besteht die Pflanze aus Gingerol, das für Schärfe steht. Für viele Genießer mag aber genau das den Reiz ausmachen. Und so wird der eigentlich in den Tropen und Subtropen wachsende Ingwer - mit botanischem Namen Zingiber officinale - auch in Deutschland angebaut und noch viel häufiger genossen. Als größter Produzent gilt Indien, vor Nigeria und China, das mit Abstand Exporteur Nummer eins ist.

Für den Verzehr geeignet ist von der bis zu 1,50 Meter hohen Blattpflanze die Knolle, das sogenannte Rhizom. Es ist auch als Wurzelstock bekannt, weil es unterirdisch wächst. Da wird auch direkt deutlich, dass die beige bis hellbraune Haut oft entfernt und nur das gelbliche Fruchtfleisch konsumiert wird.

Ingwer gesund? Zu den Inhaltsstoffen zählen Vitamin C, Magnesium und Eisen

Ingwer enthält unter anderem Vitamin C, Magnesium, Eisen, Calcium, Kalium, Natrium und Phosphor, wie das Wissenschaftsmagazin GEO betont. Schon das beweist: Der Verzehr ist durchaus eine gute Idee. Doch es gibt Ausnahmen, auf die wir ebenfalls eingehen wollen.

Das Zentrum der Gesundheit gibt den Tipp, beim Kauf darauf zu achten, dass der frische Ingwer eine matt glänzende Schale aufweist und keinerlei Schadstellen oder Schimmel zu sehen sind. Im Idealfall ist das zitronige Fruchtfleisch saftig und faserfrei.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, sich Ingwer einzuverleiben. Etwa als Gewürz, auch als Bestandteil einer Currymischung. So wird er zu Gemüse-, Fleisch- oder Fischgerichten gereicht, oder zu einer Suppe. Ebenso kann er in Chutneys oder Marmeladen verarbeitet werden. Beim Sushi gehört Ingwer laut Apotheken Umschau ebenfalls dazu. Ansonsten verleiht er Süßspeisen und Obstsalaten ein spezielles Aroma, kann aber auch in Kuchen oder Plätzchen verarbeitet werden.

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Der NDR nennt zudem kandierten Ingwer als Süßigkeit. Wie utopia erklärt, kann er aber auch roh probiert werden. In getrockneter oder gemahlener Form ist Ingwer das ganze Jahr über erhältlich.

Im Tee ist Ingwer ebenso anzutreffen - hier überwiegend in dünnen Scheiben - wie auch in anderen Getränken, etwa Bier. Sehr bekannt ist auch die Bitterlimonade Ginger Ale. Und Ingwerwasser sollte auch einen Versuch wert sein. Oder wie wäre es mit Ingwer-Smoothies? Auch in Müsli landet die zerkleinerte Knolle zuweilen.

Ingwer in der Apotheke: Getrocknete Knollen etwa zur Behandlung von Entzündungen

Dem Zentrum der Gesundheit zufolge werden in Apotheken getrocknete Knollen als Arzneidroge ausgegeben - entweder als Ganzes oder geschnitten. Für Erwachsene beträgt die empfohlene Tagesdosis ein bis zwei Gramm, kann bei der Behandlung von Entzündungen allerdings auf vier Gramm erhöht werden - nach Absprache mit einem Heilpraktiker. Für Kinder bis zu einem Gewicht von 15 Kilogramm sind am Tag 0,25 bis 0,5 Gramm angeraten. Generell sollte von dem Gemüse laut GEO nicht mehr als 50 Gramm pro Tag konsumiert werden.

Seit Jahrtausenden wird dem Ingwer heilende Wirkung zugeschrieben. Die Scharfstoffe sollen Übelkeit bekämpfen, sie entfachen entzündungshemmende und antioxidative Wirkung. Damit soll Ingwer vor Krebs schützen. Ebenso hilft er laut Studien bei Alzheimer, Arthritis oder Multipler Sklerose.

Außerdem fördern diverse Inhaltsstoffe die Durchblutung und den Kreislauf. Weil er die Verdauung anregt, steigert Ingwer die Magensaft-, Speichel- und Gallenbildung. Auch bei Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Erkältung, rheumatischen Erkrankungen und sogar Diabetes kann Ingwer Linderung verschaffen. GEO zufolge gilt er zudem in getrockneter Form als schleimlösend und verdauungsfördernd, unterstützt zudem die Hirnfunktionen.

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Da Ingwer den Stoffwechsel anregt und die Fettverdauung sowie die Magensäureproduktion fördert, gilt er auch als Schlankmacher. Laut dem Portal utopia kann er bei Diäten unterstützende Wirkung entfalten und gleicht den Verlust von wichtigen Mineralien teilweise aus.

Damit kommen wir nochmal auf die Schale zurück. Wie das Zentrum für Gesundheit berichtet, sollte diese aus gesundheitlicher Sicht nicht entfernt werden, da die meisten Wirkstoffe direkt darunter sitzen.

Verzehr von Ingwer: Für Schwangere und Menschen mit empfindlichem Magen nicht zu empfehlen

Vorsicht sollten Schwangere walten lassen, denn einige der Inhaltsstoffe können Wehen fördern. Gleiches gilt für Menschen mit empfindlichem Magen oder Gallenleiden. Da das Gemüse zudem die Blutgerinnung hemmen soll, wird auch Personen, die entsprechende Medikamente einnehmen, zumindest die Rücksprache mit dem Arzt angeraten.

Hinsichtlich der Lagerung wird empfohlen, Ingwer einen kühlen und trockenen Platz zu verschaffen. Im Gemüsefach des Kühlschranks hält er sich laut Apotheken Umschau ungeschält mehrere Wochen. Der NDR rät dazu, eine Dose, einen Gefrierbeutel oder eine Papiertüte als Hilfe zu nutzen.

Das Zentrum für Gesundheit gibt an, dass der Ingwer auch eingefroren werden kann - so hält er sich in Scheiben oder kleinen Häufchen für drei bis sechs Monate in einem entsprechenden Behältnis. Hier wird auch erklärt, dass sich das Gemüse in getrockneter Form über bis zu 24 Monate an einem trockenen, kühlen und lichtgeschützten Ort aufbewahren lässt - wenn es sich in einem Glas mit Deckel befindet.

Mehr hilfreiche Informationen finden Sie hier in unserem Gesundheit-Ratgeber und in unserem Ernährung-Ratgeber.

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