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Projekt Naturgucker: Nosferatu-Spinne oder Biber: Warum Ihre Beobachtung zählt

Projekt Naturgucker

Nosferatu-Spinne oder Biber: Warum Ihre Beobachtung zählt

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    Schwimmender Castor: Die Naturschützer bitten Interessierte, auch den Biber, seine Spuren und seinen Lebensraum zu dokumentieren.
    Schwimmender Castor: Die Naturschützer bitten Interessierte, auch den Biber, seine Spuren und seinen Lebensraum zu dokumentieren. Foto: Patrick Pleul/dpa/dpa-tmn

    Wie paaren sich Nosferatu-Spinnen, die wegen der Zeichnung auf ihrem Rücken so genannt werden und mit etwas Fantasie an den Vampir aus dem gleichnamigen Stummfilm erinnern? Und überleben Männchen den Liebesakt oder werden sie von den Weibchen gefressen? Solche und viele andere offene Fragen wollen Naturschützer und Wissenschaftler noch klären und nebenbei auch die rasante Ausbreitung der invasiven, eigentlich aus dem Mittelmeerraum stammenden Art im Blick behalten - mit Ihrer Hilfe.

    Denn wer Exemplare der wissenschaftlich Zoropsis spinimana genannten Art entdeckt, sollte Fotos, Fotoreihen oder Videos anfertigen und diese beim Meldeportal des Nabu-Projektes Naturgucker hochladen - zusammen mit dem Ort der Sichtung auf einer Karte, Datum und Uhrzeit.

    Feuersalamander, Biber oder die Hummel sind auch mit dabei

    Aber natürlich sind nicht nur Sichtungen von Nosferatu-Spinnen wissenschaftlich wertvoll und interessant. Die Nabu-Naturgucker unterhalten viele verschiedene Meldeaktionen, auch zu vom Aussterben bedrohten Arten, zum Wachstum von Pflanzen und Bäumen im Laufe der Jahreszeiten oder auch zu Naturklängen. Ein Überblick:

    • Feuersalamander
    • Eichhörnchen
    • Bierschnegel & Co
    • Feldsperlinge & Co
    • Biber & Co
    • Hummeln & Co
    • Brennnesseln und ihre Raupen
    • Stadtbäume
    • Stadtinsekten
    • Sommerinsekten
    • Wachstum und Entwicklungen in der Pflanzenwelt (Phänologie/Pflanzenjahr)
    • Naturklänge (Klanglandschaften)
    • Große Drüsenameise
    • Zecken & Co

    Anfänger sind ebenso willkommen wie erfahrene Naturkundler

    Meldungen sind völlig unabhängig vom Vorwissen möglich: Anfänger sind den Angaben zufolge ebenso willkommen wie erfahrene Naturkundler. Die gesammelten Daten fließen in die Erforschung von Artenbeständen und Lebensräumen ein und ermöglichen es Forschenden, Veränderungen in der Tier- und Pflanzenwelt frühzeitig zu erkennen.

    Gerade beim Rückgang von Insekten – etwa Wildbienen, Heuschrecken oder Tagfaltern – seien flächendeckende Daten aus der Bevölkerung unverzichtbar, da staatliche Monitoring-Programme allein die nötige Abdeckung kaum leisten könnten, heißt es auf der Projektseite. Wer Beobachtungen dokumentiert, werde Teil eines bundesweiten Netzwerks im Bereich Citizen Science, also der Bürgerwissenschaft.

    Artenwissen auffrischen in der Naturgucker-Akademie

    Auf der angeschlossenen Seite Nabu-Naturgucker-Akademie, können Interessierte Wissen über Arten sammeln, auffrischen oder ausbauen. Dort finden sich nicht nur multimediale Online-Kurse zu Tieren, Pflanzen, Pilzen und Lebensräumen, sondern es gibt in regelmäßigen Abständen auch Online-Vorträge.

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