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"Reform the Future"
17.01.2022

Frankfurter Fashion Week zeigt Schuh aus Hundehaaren

Der «Sneature» der Designerin Emilie Burfeind aus Hundehaargewebe, Naturkautschuk und einer Sohle aus Pilzmyrzel wurde bei der «Sustainable Fashion: Designed & Made in Frankfurt» präsentiert.
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Der «Sneature» der Designerin Emilie Burfeind aus Hundehaargewebe, Naturkautschuk und einer Sohle aus Pilzmyrzel wurde bei der «Sustainable Fashion: Designed & Made in Frankfurt» präsentiert.
Foto: Arne Dedert/dpa

Erneut fällt ein Großteil der Frankfurt Fashion Week Corona zum Opfer. Statt großer Messen und vieler glamouröser Runways gibt es Ausstellungen, vereinzelte Shows sowie digitale Angebote. Doch ungewöhnliche Kreationen gibt es auch diesmal zu sehen.

Auch die zweite Ausgabe der Frankfurt Fashion Week ist am Montag (17. Januar) in deutlich reduzierter Form an den Start gegangen. Statt voller Messehallen und glamouröser Laufstegshows gibt es unter dem Motto "Reform the Future" ein coronakonformes Angebot mit Ausstellungen, vereinzelten Shows sowie einem digitalen Konferenzprogramm.

"Natürlich hatten wir uns die Fashion Week anders vorgestellt und anders geplant. Wir wollten physisch stattfinden", sagt Olaf Schmidt von der Messe Frankfurt. "Auf der anderen Seite freuen wir uns, dass viele die Fashion Week nutzen und hier Aktivitäten gestartet haben."

Einblicke hinter die Fassaden

So werden seit Montag an mehr als ein Dutzend Standorten, beispielsweise im Massif Central, im Hilton Foyer oder in diversen Modeläden, 60 Werke des Modefotografen Helmut Fricke ("Frankfurter Allgemeine Zeitung") gezeigt. "Mit seiner Kamera gewährt er Einblicke hinter die Fassaden der Laufstege von Paris über Mailand bis New York - abseits von Glamour und Perfektion", erklärte Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD).

Und bereits seit einer Woche gibt es in der B-Ebene der Frankfurter Hauptwache die Ausstellung "Runway B(eautiful)- Ebene" zu sehen mit 71 großformatige Modefotografien auf 35 Säulen. "Wir wollen das Potenzial der Stadt zeigen", sagte Florian Jöckel, einer der Geschäftsführer der AAAREA GmbH, einem Zusammenschluss Frankfurter Kreativagenturen. "Pandemiebedingt kam früh die Idee, den öffentlichen Raum als Galerie zu nutzen."

Modelabels nutzen nachhaltige Materialien

Derweil präsentieren sich in einem Showroom in der Innenstadt mehrere nachhaltige Modelabels aus Hessen, dazu werden Schaufenstertalks organisiert. Zu sehen gibt es dort beispielsweise ein "Sneature" - das ist ein Schuh, dessen Obermaterial aus einem Garn von Hundehaaren gefertigt wurde oder Schmuck aus recyceltem Silber. Wenige Meter weiter sind ein Kleid, das aus Männerhemden gestaltet wurde, ausgestellt sowie Taschen aus Papier.

Am Dienstag steht dann unter anderem eine Show des Berliner Labels Susumu Ai sowie weiteren Mitgliedern des Fashion Council Germany auf dem Programm. Dann soll auch die Frankfurt Fashion Lounge mit Shows, Konferenzen und einem Mentoring-Programm in einem Hotel an der Oper öffnen. Darüber hinaus veranstaltet die Fashion Week ein virtuelles Konferenzangebot.

Aufgrund der Corona-Lage hatten die Veranstalter bereits vorab die großen Tradeshows "Premium", "Seek" und "Neonyt" sowie weitere Formate gestrichen. Bereits die erste Frankfurt Fashion Week hatte im letzten Sommer fast ausschließlich digital stattgefunden. Zuvor war überraschend bekannt geworden, dass Berlin mehrere Modemessen an Frankfurt verliert. Nun liegt die Hoffnung der Macher des halbjährlich stattfindenden Events auf dem Sommer 2022. Es gebe einen großen Bedarf in der Branche, sagt Schmidt von der Messe. "Alle freuen sich auf den großen internationalen Aufschlag im Juli."

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