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Interaktive Grafiken

06.08.2020

Aus diesen Ländern schleppen Rückkehrer das Coronavirus ein

Reiserückkehrer gehen zum Corona-Testzentrum im Flughafen Düsseldorf.
Bild: Kaiser, dpa (Symbolbild)

Plus Bringen Reiserückkehrer die zweite Welle aus dem Urlaub mit? Die Sorge in der Politik wächst. Unsere Grafiken zeigen, wo sich Deutsche besonders häufig anstecken.

Besorgt reagiert die Politik auf Bilder und Videos aus Mallorca und Bulgarien. Am Ballermann und am Goldstrand feierten in den vergangenen Wochen deutsche Urlauber ihre Flucht aus dem Corona-Alltag - ohne Abstand, ohne Maske, ohne Hygienemaßnahmen. Darum rücken Urlauber nun immer stärker in den Fokus, wenn es darum geht, eine zweite Welle in Deutschland zu verhindern.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) bezeichnete es kürzlich gar als "nicht angemessen", in diesem Jahr im Ausland Urlaub zu machen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ( CDU) will noch in dieser Woche eine Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten durchsetzen. Seit Samstag gibt es immerhin schon die Möglichkeit, sich nach dem Urlaub kostenlos auf Corona testen zu lassen. Und der Ärzteverband geht sogar schon davon aus, dass die zweite Welle begonnen habe.

Coronavirus: In diesen Ländern stecken sich deutsche Urlauber besonders häufig an

Sorge bereiten jedoch nicht nur die Rückkehrer aus Risikogebieten, sondern auch diejenigen, die im vermeintlich sicheren europäischen Ausland ihre Ferien verbringen. Diese müssen nämlich in keine 14-tägige Quarantäne oder einen negativen Covid19-Test vorlegen. Doch in welchen Ländern stecken sich deutsche Urlauber besonders häufig mit dem Coronavirus an?

 

Das Robert-Koch-Institut veröffentlicht dazu Zahlen in seinen täglichen Situationsberichten. Sie umfassen einen Zeitraum von vier Wochen - nämlich vom 6. Juli bis zum 2. August. Es handelt sich dabei um den wahrscheinlichen Infektionsort von positiv getesteten Deutschen. Im Ausland infizierten sich Reisende demnach in dieser Zeit am häufigsten im Kosovo (608 der 9497 Neuinfektionen), gefolgt von Serbien (227), der Türkei (166) und Bosnien-Herzegowina (105). Mit Ausnahme einiger Teile der Türkei also allesamt Länder, die das Auswärtige Amt nach wie vor als Risikogebiete einstuft. Auf dem fünften Rang liegt mit Bulgarien (72) die erste Nation, für die es keine Reisewarnung mehr gibt.

Zahl der Corona-Infektionen im Ausland steigt

Ebenfalls häufig als wahrscheinlicher Infektionsort genannt werden Rumänien, Kroatien, Albanien, Mazedonien und Polen. Unter den ersten 15 Ländern tauchen mit Spanien, Niederlande, Frankreich und Österreich auch besonders beliebte Reiseziele der Deutschen auf.

Unsere Karte bietet genauere Informationen zu den Ländern, in denen sich Deutsche wahrscheinlich mit dem Coronavirus angesteckt haben. Mehr erfahren Sie, indem Sie auf die einzelnen Symbole klicken.

Mitte Juni hob das Auswärtige Amt die Reisewarnung für die meisten Länder Europas auf. Seitdem erhöht sich laut RKI die Quote der wahrscheinlichen Ansteckungen im Ausland. In der vergangenen Woche stammte den Zahlen des RKI zufolge knapp jede fünfte Infektion aus dem Ausland. Vor den weltweiten Reisebeschränkungen hatte sich knapp die Hälfte der deutschen Corona-Kranken im Ausland infiziert. Aufgrund der Reisewarnungen war diese Quote zwischenzeitlich auf 0,4 Prozent gesunken, geht aus dem Bericht des RKI hervor.

Nach wie vor steckt sich also der Großteil der Deutschen im eigenen Land an. Bei einem Drittel der bisherigen Infektionen in Deutschland (rund 70.000) machten die Erkrankten keine Angaben zum wahrscheinlichen Infektionsort.

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16.08.2020

Urlaubsrückkehrer... laut überschrift..... und auf Platz 2 Kosovo ? Spätestens an der Stelle muß man die Grafik und die Datenbewertung hinterfragen.
Entweder ist der Kosovo supergefährlich und fast jeder bringt von dort etwas mit, oder die Auswahl der Daten für diese Darstellung ist großer Mist. Im Vergleich zum Kosovo hätte hier Österreich 20 : 608 und ich meine das ist eindeutig wo mehr Urlauber sind....

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06.08.2020

Jeden Tag werden wir, nun schon seit Monaten, mit Corona-News gelangweilt - Neuinfizierte, zweite Welle, Fallzahlen, Basisreproduktionszahlen, Superspreader, Letalität... Ich frage mich, welche Strategie verfolgt die Politik, unterstützt durch die mehr oder minder kompetenten Berater. Ich empfehle allen Verantwortlichen dringend, den Blick nach Schweden zu richten, auch wenn dort nicht alles optimal gelaufen ist, so steht hinter dem Handeln wenigstens ein Plan! Nicht von ungefähr hören wir von dort so wenig, denn dann würden sich unsere Politiker unangenehme Fragen stellen lassen müssen, allen voran der Herr Lauterbach, der selbst freundlichen Zeitgenossen mit seinem apokalyptischen Geschwafel auf den Wecker geht. Statt dessen werden bei uns im Land Menschen in großer Anzahl ohne Symptome getestet, zumal es inzwischen dem Dümmsten klar sein müßte, dass das Testergebnis lediglich eine Momentaufnahme ist, das zwei Tage später wegen der Inkubationszeit u.U. schon hinfällig sein kann. Wir dürfen gespannt sein, mit welchen wunderlichen Vorgaben wir in den kommenden Monaten noch rechnen dürfen, wenn nicht in absehbarer Zeit ein Lösungsansatz gefunden wird, der uns wirklich weiterbringt.

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06.08.2020

Schweden hat weniger Einwohner als Bayern aber mit fast 6.000 Corona-Tote mehr als doppelt so viele wie Bayern.
Da lobe ich die Entscheidungen der PolitikerIn Lauterbach, Merkel,Söder und Spahn.

Raimund Kamm

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06.08.2020

Am sinnlosesten finde ich, gerade bei Flugreisen, wenn man einen Test, der nicht älter als z.B. 72 h ist, als Legitimation genügt. Gerade bei Flügen ist das Ansteckungsrisiko am größten: Check in, Boarding und engste Bestuhlung im Flugzeug. Hier holt man sich das Virus am ehesten. Die Szenarien, welche die hochgelobten Experten, allen voran Lauterbach, in die Welt setzten, geben einem das Gefühl, das jeder, der sich mit dem Virus infiziert, potenziell dem Tode geweiht ist. Es wird verschwiegen, das ca. 85 % der Infizierten keine, oder nur leichte Krankheitserscheinungen ohne weitere Folgen haben. Dass sich Risikopersonen besonders schützen müssen, sollte diesen und jedem klar sein. Man kann der Bevölkerung die Eigenverantwortung nicht abnehmen, sonst müsste man das Rauchen und den Alkohol und vieles andere auch generell verbieten. Hier ist die Todesrate, und das alljährlich, um ein vielfaches höher. Oh, hab vergessen: hier verdient ja der Staat mit den Steuern auf diese Produkte Milliarden!

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06.08.2020

In dieser Liste steht die Türkei an 3. Stelle beim Ausland und man hebt die Reisewarnung auf. Geht es jetzt um die Gesundheit der Menschen oder sind die wirtschaftlichen Interessen da im Vordergrund?!? Und weiter: am Anfang der Pandemie erklärte man, das eine schnelle, kontrolliert Durchseuchung das beste Mittel wäre, dieses Virus zum Erliegen zu bringen. Jetzt versucht man alles, dass keiner und niemand sich überhaupt infiziert! Min. 85 % der infizierten haben keine oder nur wenige Krankheitsmerkmale.Wenn man sich besser und informativer um die Risikopersonen kümmer würde, könnte man diese Pandemie schneller zu Ende bringen und die Wirtschaft würde sich auch wieder erholen. Aber so wird weithin Angst vom RKI und den Virologen verstreut, dass eine 2. Welle mit weiteren Lockdowns bevorsteht. Wie soll das werden, wenn im Herbst/Winter das Grippevirus dazukommt, welches erwiesenermaßen trotz Impfung sich großflächig verbreitet und jedes Jahr sehr viele Todesopfer zur Folge hat? Das hat man vor Corona ignoriert und keinerlei Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Wenn man jetzt konsequent so weitermacht wie bei Corona, können wir alle in Zukunft zu Hause bleiben, Schulen und Kindergärten schließen und die meisten Betriebe stilllegen. Wie bereits bei SARS uns MERS hat man damals die Forschung gegen ein Mittel/Impfserum eingestellt, da es nicht gelungen ist. Wird wohl bei Corona dasselbe sein. Manchmal hat man das Gefühl, alles wird den Virologen und Pandemieforschern unterstellt und die Bevölkerung sollte sich möglichst in einer Keimfreien, sterilen Umgebung aufhalten. Nur so könnte man sich schützen. Unser Immunsystem kann nur dann funktionieren, wenn es auch mit Keimen, Bakterien und Viren in Berührung kommt, alles andere wäre kontraproduktiv.

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10.08.2020

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen, außer: immer schön wachsam bleiben und sich nicht einschüchtern lassen!

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16.08.2020

Es sind schon ganze Völker ausgestorben weil sie mit unbekannten Bakterien und Viren in Berührung kamen. Das eigene Immunsystem konnte nichts dagegen ausrichten. Covid19 ist immer noch so gut wie unbekannt.

Im Übrigen gibt es in Bayern bis heute 2.629 Todesopfer in Zusammenhang mit Corona. Dies ist fast das doppelte an Todesfällen je 100.000 Einwohner in Zusammenhang mit Corona wie der Durchschnitt in Deutschland. Es könnte also sein, dass es in Bayern noch weit mehr Leute mit so einer folgenschweren Einstellung gibt.

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