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Neue Kreuzfahrtschiffe 2020

07.01.2020

Diese Schiffe werden 2020 die Weltmeere erobern

Celebrity Apex
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Celebrity Apex
Bild: dpa

Der Boom geht weiter. Eine Hotelkette steigt ins Geschäft ein und der Milliardär Richard Branson. Das größte hat Platz für 9500 Passagiere. Eine Übersicht

Der Kreuzfahrtboom nimmt kein Ende. Milliardär Richard Branson steigt ins Geschäft ein, genauso wie die Hotelkette Ritz Carlton. Die beiden größten deutschen Reedereien, AidaCruises und Tui Cruises, legen im kommenden Jahr eine Pause in Sachen Neubauten ein. Mehr als zwei Dutzend neue Hochseekreuzfahrtschiffe gehen 2020 aber trotzdem an den Start. Einige davon werden deutsche Urlauber allerdings kaum zu Gesicht bekommen.

MSC Virtuosa Das vierte Schiff von MSC der so genannten Meraviglia-Klasse wird seine erste Saison im westlichen Mittelmeer verbringen. An Bord sind die Decks nach Musikinstrumenten benannt. Im Vergleich zu den Schwesterschiffen der „Virtuosa“ wird die Promenade im Schiffsinneren unter einem knapp 100 Meter langen LED-Himmel noch einmal verlängert.

Mardi Gras Die „Mardi Gras“ wird mit 5200 Passagieren das größte Schiff der Flotte von Carnival Cruise Line sein. Als erstes US-Kreuzfahrtschiff wird es komplett mit Flüssiggas (LNG) angetrieben. Highlight an Bord ist eine Achterbahn. Die Auslieferung ist für Spätsommer 2020 geplant. Der Name „Mardi Gras“hat Tradition bei Carnival, so hieß das erste Schiff des Unternehmens. Ihren Heimathafen wird der Neubau in Port Canaveral in Florida haben.

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Odyssey of the Seas In der Meyer Werft wird derzeit das 27. Schiff der Royal-Caribbean-Flotte gebaut. Es soll im Herbst 2020 sein Debüt feiern und von den USA aus zu Kreuzfahrten aufbrechen – mit Platz für mehr als 4000 Passagiere.

Fridtjof Nansen Wie das nahezu baugleiche Schwesterschiff, „Roald Amundsen“ von Hurtigruten geht auch die „Fridtjof Nansen“ mit Verspätung an den Start. Auch der Neubau verfügt über einen Hybridantrieb mit Akkupacks. Ab April geht es von Hamburg aus an der norwegischen Küste entlang. Das Schiff hat 265 Kabinen.

World Voyager Vergangenes Jahr ging nach einigen Verzögerungen das erste Hochseekreuzfahrtschiff der auf Flusskreuzfahrten spezialisierten Reederei Nicko an den Start. Nun kommt 2020 gleich der Nachfolger. 200 Passagiere sollen auf der „World Voyager“ Platz finden.

Sea Cloud Spirit Der Dreimast-Segler hat eine bewegte Geschichte hinter sich, wenn er im August 2020 zu seiner Jungfernfahrt aufbricht. 2008 als „Sea Cloud Hussar“ auf Kiel gelegt, ging die Werft kurz vor der Auslieferung insolvent. Erst vergangenen Herbst bekam die Reederei Sea Cloud Cruises wieder Zugriff auf den Rumpf. Erstmalig auf einem Segelschiff soll es einen Passagierlift geben. Von den 69 Außenkabinen sind 25 mit Balkonen versehen. Die Segelfläche ist mit rund 4100 Quadratmetern laut Reederei mehr als doppelt so groß wie bei der „Gorch Fock“. Der höchste Mast misst 57 Meter.

Le Bellot und Le Jacques Cartier Die beiden Schiffe bilden den Abschluss der Explorers-Baureihe bei der Reederei Ponant, die insgesamt sechs Schiffe umfasst. Die 184 Passagiere der vor allem für wärmere Fahrgebiete vorgesehenen Schiffe finden an Bord unter anderem Unterwasserlounges. Die „Le Bellot“ startet im April, die „Le Jacques Cartier“ im Juli zu ihrer Jungfernfahrt.

Costa Firenze Das zweite Kreuzfahrtschiff von Costa für den chinesischen Markt wird auch einen Monat im Mittelmeer unterwegs sein. Nach der Indienststellung der „Costa Firenze“ Anfang Oktober 2020 wird der maximal 5200 Passagiere fassende Neubau fünf Seereisen von Triest und Savona aus unternehmen. Am 2. November 2020 soll die 51-tägige Überfahrt nach Hongkong folgen. Das Schiff ist für den chinesischen Marlt vorgesehen.

Enchanted Princess Der Neubau von Princess Cruises mit Platz für 3660 Passagiere soll im Juni 2020 in Dienst gestellt werden. Das Schiff wird auf der Fincantieri-Werft in Italien gebaut.

Seven Seas Splendor Das neue Regent-Luxusschiff fährt in seiner Jungfernsaison 2020 in Europa, der Karibik und Nordamerika. Die Premierenfahrt führt im Februar von Barcelona nach Miami. Im Anschluss geht es durch den Panamakanal Richtung US-Westküste und später wieder zurück. Das Schwesterschiff der „Seven Seas Explorer“ fasst 750 Gäste, die ausschließlich in Suiten unterkommen. Highlight ist die 413 Quadratmeter große Regent Suite mit eigenem Spa-Bereich – und einem Bett im Wert von 180000 Euro.

Celebrity Apex Die „Celebrity Apex“ ist ein Schwesterschiff der „Celebrity Edge“. Das Schiff für 2910 Passagiere bei Doppelbelegung wird ab April 2020 zunächst im Mittelmeer und dann ab Herbst ab Fort Lauderdale in der Karibik kreuzen.

Global Dream Dream Cruises ließ das Schiff bei den MV Werften in Deutschland bauen, doch es ist ausschließlich für den asiatischen Markt vorgesehen. Die Zahlen rund um das Schiff sind beeindruckend: 342 Meter ist das Schiff lang. 5000 Passagiere haben darauf bei Doppelbelegung Platz. Als Maximalbelegung nennt die Werft sogar 9500 Passagiere.

Crystal Endeavor Das zweite derzeit bei den MV Werften in Bau befindliche Schiff von Crystal Cruises ist in Sachen Größe genau das Gegenteil der Megaliner: Gerade einmal 200 Passagiere sollen auf dem neuen Expeditionsschiff Platz finden. Helikopter und U-Boote gehören zur Ausstattung. Sechs Gourmet-Restaurants sind geplant.

Iona Ähnlich wie die Schwesterreedereien Aida Cruises oder Costa setzt auch P&O bei seinen Neubauten auf LNG. Das nach einer schottischen Insel benannte Schiff soll im Frühjahr zu seiner Jungfernfahrt nach Norwegen aufbrechen. Gebaut wird es derzeit auf der Meyer Werft in Papenburg.

Scarlet Lady Mit der „Scarlet Lady“, die derzeit bei Fincantieri gebaut wird, steigt der Milliardär Richard Branson mit seinem Unternehmen Virgin Voyages ins Kreuzfahrtgeschäft ein. Der Name soll an eines der ersten Flugzeuge der Airline Virgin Atlantic erinnern. Die bis zu 2700 Passagiere an Bord reisen von Miami aus in die Karibik.

Silver Moon und Silver Origin Im August 2020 soll die „Silver Moon“, ein Schwesterschiff der „Silver Muse“, ausgeliefert werden. Sie bietet Platz für 596 Passagiere. Die Reederei Silversea Cruises ließ „Silver Origin“ speziell für die Galapagos-Inseln bauen. Das Schiff kann 100 Passagiere beherbergen.

Spirit of Adventure Der zweite Neubau des britischen Unternehmens Saga Cruises wird derzeit von der Meyer Werft in Papenburg gebaut. 995 Passagiere finden auf dem Schiff Platz, das sich vor allem an Passagiere über 50 richtet.

National Geographic Endurance Die Reederei Lindblad Expeditions benannte ihr neues Schiff nach dem legendären Expeditionsschiff des berühmten Seefahrers Ernest Shackleton. Die moderne Endurance hat Platz für 126 Passagiere.

Ritz Carlton Vom Hotel aufs Wasser – die Hotelkette Ritz Carlton stellt in den kommenden Jahren drei Jachten in Dienst, die erste noch namenlose im Februar 2020. Sie soll bis zu 298 Passagiere fassen. Durch die geringe Größe sind auch Liegeplätze direkt in Stadthäfen möglich. Geplant sind sieben- bis zehntägige Reisen, die kombiniert werden können.-

Ocean Victory Die Auslieferung des Expeditionsschiffs mit 80 Kabinen ist von Albatros Expeditions für Herbst 2020 geplant.

Ultramarine Fast ausschließlich für Fahrten in der Arktis und Antarktis ist das neue Expeditionsschiff des US-Anbieters Quark Expeditions ausgelegt. Besonderheit an Bord sind zwei Helikopter. Start ist in der Saison 2020/21 in der Antarktis.

Ecoship Es könnte ein Blick in die Zukunft der Kreuzfahrt sein, angetrieben unter anderem mit Wind- und Sonnenenergie: Die aus Japan stammende NGO Peace Boat will im April ihr Ecoship an den Start bringen. Der Name ist dabei Programm. Klassische Kreuzfahrten wird es allerdings nicht geben, stattdessen Bildungs- und Forschungsreisen.

Coral Geographer Ganz am Ende des Jahres soll schließlich die „Coral Geographer“ an den Start gehen, ein 120 Passagiere fassendes Expeditionsschiff – das fünfte der australischen Reederei, das vor allem in den dortigen Gewässern fahren wird. (dpa)

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