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Geschickter reisen

22.01.2019

Luxuriöser warten: So kommen Sie in die Airport-Lounge

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Drängelei ist draußen: Stattdessen können Sie im bequemen Sessel der Flughafen-Lounge die Zeitung lesen oder ein Glas Champagner trinken.
Bild: dpa

Auch mit App oder Tageskarte lassen sich Ruhe und Gratis-Verpflegung genießen, die sonst vor allem Vielfliegern zusteht. Achtung: Der Dresscode muss stimmen.

In der überfüllten, lärmgefluteten Flughafen-Wartehalle schweift der Blick vom durchgesessenen Kunstledersitz immer wieder hinüber zur kirschholzumrahmten Milchglas-Schiebetür: „Lounge“ steht drauf. Wer nur ein Economy-Flugticket in der einen Hand und einen Styropor-Kaffeebecher in der anderen hält, sehnt sich schon mal nach der Lounge-Welt hinter der Tür – mit Ruhe auf Relax-Liegen, Beinfreiheit und Aussicht auf Gratis-Champagner. Doch warum nur träumen? Hier sind Tipps, die den Weg in die Lounge für jedermann ebnen:

Upgrade für die Lounge dank Sammelmeilen

Wer schon Meilen sammelt, sollte auch bei einem geringen Kontostand nicht gleich „zuschlagen“ und dieses unglaublich günstige Parfum aus dem Sonderangebots-Katalog bestellen und auch nicht die Laptoptasche aus Kroko-Imitat. Besser die Meilen stehenlassen, weitere sammeln, und dann beim nächsten Flug das Konto abräumen, upgraden und an der Lounge-Tür lässig mit dem Business-Ticket wedeln. Ja, er wird Sie reinlassen, der Kellner...

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Zugang zur Lounge mit Hilfe einer App

Die App „Loungebuddy“ (gratis für Ios und Android) informiert und fungiert als Türöffner: Einfach mit dem eigenen Reiseplan füttern, schon zeigt das Programm alle Flughafen-Lounges an, die sozusagen „am Weg“ liegen – garniert mit der Info, ob man dort umsonst reinkommt oder zahlen muss. Beispiel: CGN – der Code für den Flughafen Köln-Bonn – hat vier Lounges. Der Zutritt in die Lufthansa Business Lounge kostet ab 39 Euro. In die Lufthansa Senator Lounge kann man sich allerdings nicht einkaufen. Bietet sich eine kostenlose Lounge an, lässt sich diese ebenfalls gleich per Smartphone-Klick buchen. Allerdings sind bisher nicht alle Lounges verzeichnet, die App wird sukzessive erweitert.

Für Eintagsflieger: der Day Pass für die Airport Lounge

Wer nur auf einer Reise in eine ganz bestimmte Airport Lounge will, sollte zum Day Pass greifen: Diese Tageskarte kostet zwischen 20 und 65 Euro, und wird von einigen Airlines angeboten. Aber Achtung: Unbedingt vorher bestellen, nicht erst bei Ankunft am Flughafen. Denn die Tageskarte heißt zwar Day Pass, aber wer sie am Benutzungstag kauft, zahlt zusätzlich drauf.

Luxuriöser warten: Lounge-Mitglied werden

Ja, das geht, und zwar in mehr als 950 Lounges in 400 Städten weltweit. Möglich macht es Priority Pass: Gegründet 1992, ist es das wohl am weitesten verbreitete Vielflieger-Vorteils-Programm abseits von Miles&More und anderen. Für 99 Euro Jahresbeitrag wird man Standard-Mitglied und zahlt für jeden Lounge-Besuch noch mal 24 Euro Eintritt. Als Priority-Standard-Plus-Flieger (249 Euro pro Jahr) sind zehn Lounge-Besuche jährlich frei. Der elfte und alle weiteren kosten dann wieder 24 Euro. Diese vermeiden Viel-Flieger mit der Priority-Prestige-Mitgliedschaft: Rein und raus in alle Lounges, so oft man will, für 399 Euro Jahresbeitrag. Weitere Infos gibt es hier.

Die abgespeckte Variante: Public Lounges

Es geht nicht darum, einen prominenten Gast in einer Schicki-Micki-Umgebung zu sehen? Eine No-Name-Ruhezone reicht, weil der Fluggast sich einfach nur ausruhen, funktionierendes WiFi und guten Gratis-Gastro-Service möchte? Ketten wie Airspace (vor allem auf US-Flughäfen) und Plaza Premium (z.B. Kanada, China, Australien, Malaysia, Indien) bieten all das oft schon für 20 Euro Eintritt. Manchmal gibt’s sogar kleine Spa-Treatments gegen Aufpreis dazu. Der Haken: Manche dieser Public Lounges schließen gegen Abend.

Mit Begleitung in die Airport-Lounge

Jeder First Class-Passagier darf einen Gast mit in die Lounge bringen – kostenlos. Aber viele kommen allein. Wer keine Furcht vor Nähe hat, sollte also mal unauffällig in der Nähe der Loungetür herumstehen und Reisende ansprechen, die hinein wollen. Reagieren sie mit panischem Blick, dann kann man nur kurz nach der Uhrzeit oder nach dem Weg fragen. Wer die Ansprache hingegen mit einem Lächeln erwidert, dem kann man von der langen Reise erzählen, und davon, dass man heute leider nur ein Economy-Ticket hat, sich aber gerne etwas erfrischen möchten. Mit Glück nimmt der „Erst-Klässler“ den „Holz-Klässler“ mit rein. Wichtig: Der Dresscode muss stimmen, statt Shorts und bauchfreiem Top sollte der „Zusatzgast“ lange Hosen oder ein Kleid tragen.

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