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Sommerferien
27.07.2021

Nur ein Traum? So starten Sie entspannt in den Sommerurlaub

Es reist sich entspannter, wenn Babys schlafen.
Foto: Kirill Gorlov, stock.adobe.com

Mit der Familie stressfrei auf Reisen gehen? Mit diesen praktischen Tipps gibt es unterwegs kein böses Erwachen.

Gequengel, Langeweile und Übelkeit sind ein Graus bei langen Autofahrten mit Kindern. Aber auch am Lenkrad kann das ständige Sitzen und lange konzentrierte Fahren anstrengend werden. Damit die gemeinsame Zeit im Auto nicht zur Qual wird, ein paar Tipps.

  • Den richtigen Zeitpunkt finden Am Morgen, nachmittags oder lieber in der Nacht losfahren? Babys und kleinere Kinder sollten möglichst in ihrem normalen Tagesablauf bleiben, empfiehlt der ADAC. Bei einem sehr frühen Start können sie im Auto weiterschlafen. Um Blechlawinen zu vermeiden, sollte man nicht genau zum Ferienbeginn starten. Und wer die leeren Straßen in der Nacht bevorzugt, dem empfiehlt der Autoklub, nicht direkt im Anschluss des letzten Arbeitstags loszufahren, da das Fahren bei Dunkelheit die volle Konzentration fordert und man schneller ermüdet.
  • Ab in die Pause Ob ins Allgäu oder an die italienische Riviera: Eine Fahrt sollte auch mit Unterbrechungen nicht länger als fünf Stunden am Tag dauern, so der Auto Club Europa (ACE). Wichtig sind regelmäßige Pausen – gerade bei Reisen mit Kindern. Und beim Stopp am Rastplatz oder am Feldweg tut dann nicht nur Kindern ein wenig Bewegung gut. Hilfreich können ein Springseil oder Gummitwist sein, welche im Gepäck kaum Platz einnimmt. Am besten parkt man das Auto dafür im Schatten, damit es sich nicht aufheizt. Dabei kann es helfen, die Armaturen mit einem hellen Tuch abzudecken.
In der Pause ist Bewegung für die Kinder wichtig.
  • Die Sache mit der Reiseübelkeit Vor der Reise ist es schlau, weder hungrig noch mit einem zu vollen Magen zu starten. Das kann auch Reiseübelkeit vorbeugen. Gesunde Kleinigkeiten wie Obstschnitze oder Gemüse sind sinnvoll für unterwegs und verursachen wenig Müll. Wichtig ist: Immer genug trinken, am besten Wasser oder Tee. Wem schlecht wird, sollte einen sich nicht bewegenden Punkt am Horizont fixieren. Dadurch beruhigt sich der Magen. Spuckbeutel und Papiertücher sollten immer mit ins Handgepäck.
  • Die richtige Kleidung auswählen Wer lange im Auto sitzt, sollte es sich gemütlich machen. Entsprechend sollte auch die Kleidung nicht unbequem sein. Auch auf verschiedene Temperaturen sollte man sich vorbereiten, etwa wenn im Stau die Sonne unbarmherzig aufs Autodach brennt, so der ADAC. Schlau sind auch griffbereite Extra-Kleidungsstücke, falls sich die Kinder bekleckern oder übergeben.
  • Gute Unterhaltung gegen Langeweile Vor allzu großer Langeweile bewahren Radio, Hörbücher, Musik sowie gemeinsame Ratespiele. Klassische Spiele sind nicht zu empfehlen, da Spielsteine schnell in den Sitzritzen verschwinden. Als Alternative empfehlen die Verkehrsexperten vom ADAC, kleine magnetische Reise-Brettspiele. Aber Vorsicht: Die Spiele sollten nicht über längere Zeit vom Hinausschauen abhalten, da sonst Übelkeit droht. Vom Lesen und Bilderbuchschauen während der Fahrt wird abgeraten. Eine detaillierte Packliste für das Verreisen mit Kindern sowie Spiele-Ideen finden sich auf der Seite des ADAC und beim Online-Reisemagazin Kidsaway.
  • Auf das Raumklima achten Auch wenn es bei der Sommerhitze verführerisch ist: Die Klimaanlage stellt man besser nicht zu kalt ein. Der ACE rät, nicht mehr als sechs Grad Unterschied zwischen der Außen- und Innentemperatur einzustellen. Dadurch wird der Kreislauf nach dem Aussteigen nicht so stark belastet. Um Erkältungen und einen steifen Nacken zu vermeiden, sollten die Düsen nicht direkt auf den Körper gerichtet werden.
  • Die Strecke clever planen Mit geschickter Planung kann auch eine lange Fahrt zur Freude werden. Laut ADAC könnte ein Reisetag mit Kindern in etwa so aussehen: 9 Uhr: Abreise nach gemütlichem Frühstück, das Gepäck wurde am besten schon am Vorabend verstaut. 10.30 Uhr: erster Stopp am Rastplatz mit kleiner Erfrischung und einmal richtig herumtoben. 11.30 Uhr: Besuch eines kinderfreundlichen Gasthofs für das Mittagessen, danach ein Spaziergang. 14 Uhr: Abfahrt mit Nickerchen für den Nachwuchs. 16 Uhr: runter von der Autobahn und etwas Sightseeing, wenn möglich wieder mit kleinem Spaziergang. 17 Uhr: Start zur letzten Etappe, um 18.30 Uhr sollte dann das Tagesziel erreicht sein. (dpa)
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