Newsticker
Umfrage: Nur jeder vierte Ungeimpfte will sich noch impfen lassen
  1. Startseite
  2. Geld & Leben
  3. Reise
  4. Urlaub 2021: Das sind die aktuellen Storno-Bedingungen bei Tui, FTI und Co.

Urlaub 2021
21.03.2021

Das sind die aktuellen Storno-Bedingungen bei Tui, FTI und Co.

Kann man jetzt schon mit der Urlaubsplanung beginnen ohne hohe Storno-Gebühren zu fürchten?
Foto: Soeren Stache, dpa

Wohin reisen in Corona-Zeiten? Wichtig dabei: Wie bekomme ich mein Geld zurück, wenn der Urlaub 2021 platzt? Hier ein Überblick über die Angebote der wichtigsten Reiseveranstalter.

Die Urlaubssaison naht. Und zugleich ist die Verunsicherung wegen der aktuellen Corona-Lage. Wird Urlaub überhaupt möglich sein? Zu welchen Bedingungen kann man derzeit, bei den Reiseveranstalten den Sommer-Urlaub klarmachen? Immer mehr Urlaubsanbieter erlauben mit sogenannten Flex-Paketen eine Stornierung bis relativ kurz vor Abreisetermin. Für die Verbraucher ist es empfehlenswert, zu vergleichen und auf die Details zu achten. Stand der Informationen: 22. März 2021:

  • Alltours: Neubuchungen bis 31. März können bei Alltours bis 14 Tage vor Abreise kostenlos storniert werden. Seit Mitte März hat das Unternehmen seine allsun-Hotels auf Mallorca öffnen. Alltours-Chef Willi Verhuven kündigte eine Impfpflicht ab November für alle Gäste seiner Allsun-Hotels an.
  • Anex-Tour: Für die Veranstaltermarken der Anex-Gruppe, Anex Tour, Bucher Reisen und Öger Tours, wurde ein fair-Tarif eingeführt. Kunden zahlen bis 14 Tage vor Abflug eine Stornogebühr von fünf Prozent des Reisepreises. Diese Konditionen gelten für Pauschalreisen und Nur-Hotel-Buchungen bis zum 31. März.

Studiosus verzichtet dieses Jahr auf Anzahlungen

  • Berge & Meer: Neubuchungen bis zum 31. März, die Europa oder die Türkei als Ziel haben und deren Abreise spätestens der 31. Oktober 2021 ist, können bis 14 Tage vor Anreise kostenlos umgebucht oder storniert werden.
  • Der-Touristik: Der-Touristik hat seine Frühbucherangebote bis Ende März verlängert. Außerdem wurden bis zunächst 30. April für Neubuchungen sogenannte Flexraten und Flexpakete aufgelegt. Dadurch wird eine kostenfreie Stornierung oder Umbuchung bis fünf Tage vor Abreise möglich. Die Flexraten gelten für Hotelbuchungen in Deutschland und Europa. Die optionalen Flex-Raten kosten im Schnitt zehn Euro pro Person und Urlaubswoche, teilt das Unternehmen mit. Die Kombination mit einem beim gleichen Veranstalter dazu gebuchten Flug ist nicht möglich. Flugpauschalreisen können mit einem extra gebuchten Flexpaket bis 14 Tage vor Abreise kostenfrei storniert oder umgebucht werden. Dies gilt für die Veranstalter Dertour, ITS, Jahn Reisen und Meiers Weltreisen können. Die Kosten für diese flexiblen Pakete werden nach der Höhe des Reisepreises berechnet und liegen beispielsweise bei 79 Euro für eine Flugpauschalreise bis 2000 Euro. Für eine vierköpfige Familie ergibt das bei einem Reisepreis von 1499 Euro einen Aufpreis von 19,75 Euro pro Person.
  • FTI: Eine neue Aktion hat FTI gestartet: Für alle Flugpauschalreisen der Marken FTI Touristik und BigXtra, die im Aktionszeitraum ab 22. März bis 30. April gebucht werden und deren Reisebeginn bis zum 31. Oktober 2021 erfolgt, inkludiert der Veranstalter für seine Kunden einen Corona Reiseschutz ohne Aufpreis. Das Paket sieht folgendes vor: Sollte ein Reiseteilnehmer bei einem PCR-Test ab 72 Stunden vor Urlaubsbeginn positiv getestet werden, so kann der Kunde entscheiden, ob nur die erkrankte Person von der Reise zurücktreten will oder ob die Reise für alle Teilnehmer storniert werden soll. FTI erstattet in diesem Fall den Reisepreis abzüglich der Stornogebühren zurück. Der Gast bekommt aber die anfallenden Stornierungskosten bis 1.500 Euro pro Person von Versicherungspartner erstattet, teilt der Münchner Reisekonzern mit. Sollte der Urlaub ganz normal angetreten werden können, so sichert FTI die Reisenden mit einem Paket für medizinische Assistance24/7 inklusive Unfalldeckung bis 25.000 Euro im Zielgebiet ab. Darüber hinaus hat FTI den sogenannten Flexplus-Tarif aufgelegt. Unabhängig von Tests oder Reisewarnungen haben Gäste mit Buchung dieses Tarifs gegen einen geringen Aufpreis die Möglichkeit, sich bis 15 Tage vor Urlaubsbeginn ohne Angabe von Gründen umbuchen oder stornieren. Sie erhalten dann den Reisepreis abzüglich des Flexplus-Aufschlags zurück. Die Höhe des Tarifs richtet sich in Stufen nach dem Gesamtreisepreis und ist schon ab 58 Euro pro Buchung zu erwerben. Dieser Tarif gilt für den Reisezeitraum bis 18. Dezember 2021, bei BigXtra bis zum 31. Oktober 2021, sowie auf ausgewählte Linienflug-Arrangements.

Urlaub 2021: Wikinger Reisen geht einen ganz anderen Weg

  • Gebeco: Beim Studienreise-Anbieter Gebeco gilt: Für alle Buchungen, die bis zum 30. Juni mit Abreisen bis Ende März 2022 eingehen, kann im Fall einer Reisewarnung durch das Auswärtige Amt bis zu 30 Tage vor Abreise kostenlos umgebucht werden. Allen, die nicht umbuchen, sondern stornieren wollen, bietet Gebeco einen sogenannten "Kulanzgutschein" in Höhe der Stornokosten an.
  • Hauser Reisen: Der Münchner Reiseanbieter bietet seinen Kunden die Möglichkeit bis 65 Tage vor Abreise kostenfrei zu stornieren – ohne Angabe von Gründen. Diese Regelung gilt unabhängig vom Zielgebiet. Eine Reisekrankenversicherung ist bei allen Buchungen im Preis enthalten und deckt auch eine Erkrankung an Covid-19 ab.
  • Olimar: Bei Olimar gibt es die sogenannte Flex-Fee, die gegen einen Aufpreis von 30 Euro dazu gebucht werden kann. Damit haben Urlauber die Möglichkeit, die Reise bis 30 Tage vor Abreise kostenlos zu stornieren oder auf ein anderes Ziel umzubuchen. Dies betrifft sowohl Pauschalreisen als auch Nur-Hotel- bzw. Nur-Flug-Buchungen. Ausgenommen sind Rundreisen, Buchungen mit Flügen zu tagesaktuellen Preisen (dynamische X-Produkte)
  • Schauinsland: Auch Schauinsland Reisen hat einen Aufpreis-Tarif mit kostenloser Stornierungsoption eingeführt. Bis Ende April lässt sich der Flextarif für 29 Euro pro voll zahlendem Urlauber hinzubuchen, teilte der Veranstalter mit. Für Kinder falle kein Aufpreis an. Mit dem Tarif "Flex2Relax" kann der gebuchte Urlaub bis 22 Tage vor Abreise ohne die sonst üblichen Gebühren umgebucht oder abgesagt werden, so Schauinsland Reisen. Im Stornofall sei lediglich der Aufschlag von 29 Euro selbst zu zahlen. Die Flextarifoption gibt es bei Schauinsland für Pauschalreisen mit Charter- oder Linienflug sowie für einzelne Hotel- und Flugbuchungen.
  • Studiosus: Studiosus und seine Tochter Marco Polo verzichten 2021 komplett auf Reiseanzahlungen. Außerdem räumen die Unternehmen ihren Kunden im gesamten Jahr ein kostenloses Umbuchungs- und Stornierungsrecht bis vier Wochen vor Abreise ein. Sollten Kunden 72 Stunden vor Abreise positiv auf Corona getestet werden, können sie ihre Reise bis zum Tag der Abreise kostenfrei stornieren.

Tui plant Mallorca-Reisen ab Ende März - das sind die Stornogebühren

  • TUI: Deutschlands größter Reisekonzern hat einen sogenannten Flex-Tarif entwickelt, durch den Tui- und Airtours-Kunden bis 14 Tage vor Anreise Flugpauschalreisen gebührenfrei umbuchen oder stornieren können. Die Kunden können entscheiden, ob sie diese mit oder ohne Flex-Tarif buchen. Die Aufschläge für den Flex-Tarif sind preislich gestaffelt. Rechenbeispiele: Bei einer Reise bis 2500 Euro liegt der Aufschlag für den Flex-Tarif gegenüber dem Normalpreis bei 39 Euro. Eine mehrköpfige Familie mit einem Reisepreis bis 4000 Euro ist für zusätzliche 69 Euro zum Flex-Tarif unterwegs. Bei einer Reise zum Preis bis 6000 Euro liegt der Flex-Tarif bei 99 Euro und so weiter. Neu bei Tui ist auch, dass in vielen Hotels für Auto-Reiseziele eine kostenlose Stornierung bis 18 Uhr am Anreisetag möglich ist. Für alle Tui- und Airtours-Reisen bis einschließlich Oktober 2021 kann Covid-Protect-Paket dazu gebucht werden. Dieses umfasst unter anderem eine Rückflug-Garantie sowie Hotel- und Behandlungskostenübernahme bis insgesamt maximal 3500 Euro pro Buchung. Grundsätzlich empfehlenswert ist die Nachfrage, ob diese Serviceleistungen auch für die Tui-Tochterunternehmen gelten. Außerdem will Tui ab Ende März Mallorca anfliegen.
  • Wikinger Reisen: Der Spezialist für Wanderreisen hat keine speziellen Corona-Stornobedingungen, sondern setzt auf "kulante Umbuchungen und kundenorientierte Einzelfallentscheidungen". Wikinger übernimmt für alle Kunden außerhalb Deutschlands die Kosten für die Corona-Zusatzversicherung, eine Ergänzungspolice zu einer bestehenden Reiseversicherung.

Lesen Sie dazu auch:

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

25.01.2021

Wenn ich die Aufstellung durchsehe, würde es mich nicht wundern wenn einige dieser Anbieter weitgehend ohne Buchungen dastehen werden.

Permalink