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Tierkrankenversicherung für Hunde, Katzen und Pferde: Vor- und Nachteile – Lohnt sich das?

Tierkolumne

Angst vor hohen Rechnungen: Lohnt sich eine Krankenversicherung für mein Haustier?

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    Krankenversicherungen für Haustiere gibt es, unterscheiden sich aber  stark in Preis und Bedingungen.
    Krankenversicherungen für Haustiere gibt es, unterscheiden sich aber stark in Preis und Bedingungen. Foto: Zacharie Scheurer, dpa

    Der Hund humpelt, die Katze mag nichts fressen, ein Splitter steckt in der Pfote oder die nächste Impfung steht an: Wer mit seinem vierbeinigen Liebling zur Tierärztin oder zum Tierarzt muss, für den steht das Wohl des Tieres an oberster Stelle. Das geht eindeutig aus vielen Umfragen unter Tierliebhabern hervor. Aber Behandlungen und Therapien sind immer auch mit Kosten verbunden. Operationen oder Langzeittherapien mit teuren Medikamenten können teils zu einer enormen Belastung für das Konto des Halters und der Halterin werden. Deswegen fragen sich - und mich in meiner Praxis - Tierbesitzer immer häufiger: „Lohnt sich eine Krankenversicherung?“

    Tierkrankenversicherung: Schauen Sie sich unbedingt das Kleingedruckte an

    Gleich zu den Kosten: Für einen Hund sind monatlich für einen umfassenden Versicherungsschutz zwischen 60 und 80 Euro ein guter Richtwert, für eine Katze sind es zwischen 30 und 40 Euro. Mein Tipp: Fragen Sie bei mehreren Anbietern nach oder nutzen Sie Online-Plattformen für den Vergleich der Policen. Je weniger Ausschlusskriterien im Kleingedruckten stehen, desto besser. Falls Sie mit einer günstigeren, reinen OP-Versicherung liebäugeln: Bedenken Sie, dass auch nicht zu operierende Krankheiten wie Nierenprobleme oder Hormonstörungen sehr teuer werden können. Je mehr abgedeckt ist, desto leichter wird es für Sie im Ernstfall.

    Mit der Versicherung werden Tierarztkosten sehr gut planbar

    Der größte Vorteil der Krankenversicherungen: Tierarztkosten werden besser planbar. Oft kommen sonst gesundheitliche Probleme eines Tieres einfach zu finanziell denkbar schlechten Zeitpunkten. Wer also grundsätzlich dazu bereit ist, für die Gesundheit des Tieres auch größere Summen auszugeben, das nötige Geld aber nicht hat, profitiert einer Untersuchung der Tierärztlichen Hochschule Hannover zufolge am meisten vom Abschluss einer Tierkrankenversicherung. Wer sein Tier gern behandeln lassen möchte, es aber wirtschaftlich nicht kann, ist in einem Dilemma, das durch eine Krankenversicherung deutlich abgefedert werden kann.

    Eine Besuch beim Tierarzt kann teuer werden - lohnt sich dann eine Versicherung?
    Eine Besuch beim Tierarzt kann teuer werden - lohnt sich dann eine Versicherung? Foto: Karolin Krämer, dpa

    „Aber man kann ja auch monatlich einfach Geld zurücklegen“, lautet das wohl häufigste Argument gegen eine Versicherung. Stimmt begrenzt, denn wer zum Beispiel 50 Euro im Monat anspart, hat nach zwei Jahren 1200 Euro auf der Seite. Kommt es dann zu einem Notfall, Unfall oder einer ernsten Erkrankung, ist dieser Betrag rasch aufgebraucht und man steht wieder bei Null. Dann können notwendige Nachbehandlungen, jährliche Vorsorgesuchungen oder Impfungen rasch zum Problem werden. Ganz zu schweigen, wenn in den nächsten ein, zwei Jahren nochmals eine teure Behandlung notwendig wird.

    Studie: Versicherte Tiere werden regelmäßiger untersucht

    Auch die Tiere selbst profitieren von einer Krankenversicherung. Studien haben nämlich gezeigt, dass versicherte Hunde und Katzen regelmäßiger untersucht werden, was zum Beispiel für die Früherkennung von Krankheiten ein großer Vorteil ist. In anderen Ländern, beispielsweise Großbritannien, gibt es Tierversicherungen schon sehr lang und haben sich bestens bewährt. Diesem Trend folgend werden die Angebote auch bei uns laufend besser. Allerdings gilt (wie bei Menschenversicherungen): Man muss früh einsteigen. Für Tiere über sechs Jahre wird es leider schwierig. Aber wenn der Vertrag steht, ist es dann oft eine große Erleichterung, wenn das Wohl des Tieres keine Geldsorgen bei Frauli oder Herrli verursacht.

    Zur Person

    Tanja Warter ist Tierärztin und verknüpft seit Jahren die Leidenschaft für Tiermedizin mit dem Spaß am Schreiben.

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