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Butter-Preis
09.05.2022

Preissteigerung geht weiter: Wieso ist Butter so teuer?

Manche Butter-Packungen kosten bereits über drei Euro.
Foto: David Ebener, dpa (Symbolbild)

An einen solch hohen Preis der Butter kann sich wohl niemand erinnern. Doch warum ist der Butter-Preis so hoch? Eine Erklärung.

Die Preise von Butter sind in nie dagewesenen Sphären angekommen: Bei Rewe, Edeka und Kaufland kostet eine Butter der Marke Weihenstephan nur bereits 3,39 Euro. Das geht aus Daten der Preisvergleichs-App smhaggle hervor. Auch die Meggle-Butter hat die Marke von drei Euro geknackt.

Butter-Preise: "In den vergangenen 40 Jahren nicht erlebt"

Das Kilogramm Butter kostete in der Süddeutschen Butter- und Käsebörse in Kempten mittlerweile zwischen 7,64 Euro und 7,90 Euro. In der Vorwoche war ein Kilo teilweise noch für rund sieben Euro zu haben. Ein deutlicher Preisanstieg, doch die Nachfrage der Kunden ist weiter hoch.

Trotzdem ist man auch in der Branche der Molkerei von dem dramatischen Höhenflug der Butter-Preise überrascht. "Die Preise steigen in einem Ausmaß, wie wir es in den vergangenen 40 Jahren nicht erlebt habe", verriet Eckhard Heuser, Hauptgeschäftsführer des Milchindustrieverbandes, bei der Mitteldeutschen Zeitung.

Die Preissteigerung der Butter reiht sich in die Preissteigerungen von einigen anderen Lebensmitteln in den vergangenen Wochen ein. Besonders das Speiseöl war im Preis stark angestiegen, nun trifft es auch die Molkereiprodukte. Doch was hat es mit der Preissteigerung bei der Butter auf sich?

Video: dpa

Gründe für den Preisanstieg: Darum ist Butter so teuer

Bei der Butter ist es nicht anders als beim Speiseöl und anderen Lebensmitteln. Hauptgrund für den Preisanstieg ist der Krieg in der Ukraine. Das Land war zuletzt ein ein wichtiger Lieferant für Dünge- und Futtermittel. Das betrifft auch die Molkereien in Deutschland. Außerdem machen sich die Kosten für Benzin und Diesel bemerkbar, da er die Milchtransporter betrifft.

Alle relevanten Kosten seien im Vergleich zum Vorjahr mindestens im zweistelligen Prozentbereich gestiegen, erklärt mit Heinrich Gropper der Inhaber der Molkerei Gropper gegenüber der Lebensmittelzeitung. Auch die Energiepreise und die Preise für Verpackungen und Kartonagen spielen eine Rolle. Daher seien flexible Preisanpassungen wichtig. Das sieht auch Hochland-Chef Peter Stahl so, wie er der Lebensmittelzeitung erklärte: "Die Molkereien brauchen Preiserhöhungen so schnell und massiv wie nie. Eine ähnliche Situation habe ich in den 28 Jahren bei Hochland nicht erlebt."

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