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Kreisliga West

14.04.2019

1:1 im Spitzenspiel: War das schon die Entscheidung in der Kreisliga?

Meisterjubel? Hier feiert der FC Günzburg um Spielertrainer Christoph Bronnhuber (Dritter von rechts) die 1:0-Führung im Spitzenduell gegen Ziemetshausen. Auch wenn dem TSV danach noch der Ausgleich gelingt – mit dem 1:1 kann der Spitzenreiter mehr als zufrieden sein.
Bild: Ernst Mayer

Das Spitzenspiel der Kreisliga West bleibt beim 1:1 ohne Sieger. Das nützt dem FC Günzburg, während sich Ziemetshausen erneut für großen Aufwand nicht belohnt.

Es war ein rassiges, temporeiches, spielstarkes Duell. Eine Partie, die einem Spitzenspiel absolut würdig war. Die bekamen rund 300 Zuschauer im Günzburger Auwaldstadion geboten, wo der Spitzenreiter der Kreisliga West, der FC Günzburg, auf seinen Verfolger TSV Ziemetshausen traf. Am Ende stand ein leistungsgerechtes Remis, mit dem die Kreisstädter das Tor zur Bezirksliga schon ziemlich weit aufgestoßen haben.

Beide Mannschaften versteckten sich nicht, begannen offensiv, zeigten modernes Pressing und sehenswerte Kombinationen. Und auf beiden Seiten waren Chancen zur Führung vorhanden. Doch auch die Defensivreihen standen gut und beide Torhüter zeigten immer wieder ihr ganzes Können. So beispielsweise der Günzbugrer Keeper Markus Bader, der nach gut 13 Minuten eine Großchance der Gäste zunichtemachte. Günzburg schaltete anschließend schnell um, düpierte die Gästeabwehr. Ziemetshausen konnte zunächst klären, doch die anschließende Ecke konnte Tobias Bader dann zur Führung über die Torlinie drücken (14.).

Ziemetshausen egalisiert durch Traumfreistoß

Ziemetshausen ließ sich vom frühen Rückstand nicht beirren und zeigte, warum die Mannschaft in dieser Saison noch unbesiegt ist. Die Gäste nahmen das Heft des Handelns in die Hand und starteten einen Angriff nach dem anderen auf den Kasten der Günzburger. Immer wieder kam der TSV über die Außenbahnen zu guten Möglichkeiten. Doch die beste Abwehr der Liga (16 Gegentreffer) hielt zunächst stand, auch weil Ziemetshausen beste Chancen nicht in Tore ummünzen konnte. Ein eigentlich unnötiges Foul nach etwas mehr als einer halben Stunde eröffnete den Gästen dann aber eine Freistoßmöglichkeit. Philipp Weber schnappte sich den Ball und knallte ihn aus rund 25 Metern zum etwas überraschenden, aber absolut nicht unverdienten Ausgleich ins Tor (32.).

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Bis zur Pause lieferten sich dann beide Teams noch eine mehr als ansehnliche Partie, in der jedes das Blatt nochmals zu seinen Gunsten hätte wenden können.

Bollwerk des FC Günzburg hält stand

Nach dem Wechsel war dann der Elan kurzzeitig etwas verflogen. Die Kreisligisten zollten dem hohen Tempo und der enormen Laufbereitschaft der ersten Halbzeit Tribut und ließen es etwas langsamer angehen. Günzburg zeigte sich mit dem Punkt zufrieden und verstärkte die Defensive. Die Ziemetshauser wollten zwar, hatten auch gute Anlagen. Dennoch konnte die Schabel-Elf das FCG-Bollwerk bis zum Ende der Partie nicht mehr überwinden. Es blieb beim fünften 1:1 der Ziemetshauser in Folge. Die mangelnde Chancenverwertung hat den Ex-Bezirksligisten wohl endgültig die Meisterschaft gekostet.

Dennoch mahnt der sportliche Leiter der Günzburger, Steffen Hasenfus: „Das heute war sicher einer der letzten ganz wichtigen Schritte in Richtung Bezirksliga. Der Weg bis zum Meistertitel ist aber immer noch weit.“ Ziemetshausen muss dagegen aufpassen, nicht noch von der mittlerweile auf drei Punkte herangerückten SpVgg Wiesenbach eingeholt zu werden.

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