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Ausstellung

11.05.2018

100 Jahre nach Kriegsende

Zum Internationalen Museumstag eröffnet im Heimatmuseum Rettenbach eine Sonderausstellung unter dem Titel „Der Erste Weltkrieg“. Das Foto zeigt (von links) das Museumsteam mit Tanja Müller, Karl Mayer und Hannelore Jünger.
Bild: Wieser

Was der Erste Weltkrieg für Rettenbach und seine Ortsteile bedeutet hat

Im Hinblick auf den Zweiten Weltkrieg gibt es noch Zeitzeugen, auch wenn es immer weniger werden. Was den Ersten Weltkrieg betrifft: Es lebt kaum noch jemand, der davon berichten könnte. Was hat er für Rettenbach und seine Ortsteile bedeutet? Am Sonntag, 13. Mai, pünktlich zum Internationalen Museumstag, öffnet das Rettenbacher Heimatmuseum seine Türen zu einer Sonderausstellung. Auch wenn sich die Kriegsschauplätze vorrangig in Frankreich und in Belgien befanden: Rettenbach mit seinen Ortsteilen Harthausen und Remshart hatte 81 Kriegsteilnehmer, von denen 20 nicht mehr zurückkehrten. Die Ausstellung widmet sich in erster Linie diesen und ihren Familien.

Viele der ausgestellten Stücke, Helme, Säbel, aber auch Feldpostkarten und Fotografien, stammen aus privaten Sammlungen. Der aus Patronenhülsen gefertigte Rosenkranz dagegen fällt zwischen den Orden und weiteren Zeugnissen aus Propaganda und Kriegserinnerungen etwas aus der Reihe. „Die Geschichte darf nicht die Verherrlichung des Krieges sein. Sie soll vielmehr Wege zeigen, den Frieden zu finden“, so heißt es in einem Buch, das die Geschichte des Ersten Weltkriegs illustriert. Ein anderes hat Josef Kempter, Bürgermeister in Rettenbach von 1933 bis 1945, im Jahr 1935 angelegt: Das Ehrenbuch beschreibt nicht nur die Teilnehmer der Feldzüge, sondern bezieht sich auch auf Orte wie Flandern, Lothringen, Verdun und viele mehr, an denen diese gekämpft hatten.

Was hat der „große Krieg“ für die Gemeinde Rettenbach bedeutet? Alois Brunhuber, Mitglied des Museumsteams, wird dies bei der Eröffnung am Sonntag näher beleuchten, indem er zum einen auf dessen Geschichte eingeht. Er wird aber auch Beispiele aufzeigen, wie anhand der Familie Eisele aus Remshart: Beide Söhne, Leo und Alfons, waren im Ersten Weltkrieg gefallen. Sieben Generationen lang hat der Name Eisele existiert und war durch den Krieg ausgelöscht worden. Brunhuber wird auch weniger Bekanntes ansprechen, beispielsweise die Aufforderungen zu Eiersammlungen „zwecks Verabreichung an die Krieger“, die es in Remshart und Harthausen damals gegeben hat. Eröffnet wird die Sonderausstellung am Sonntag um 14 Uhr, der Carnevals-Club Harthausen sorgt wieder für eine Bewirtung mit Kaffee und Kuchen. Es sind auch Sonderführungen möglich, die unter Telefon 08224/1271 oder 08224/ 1229 angemeldet werden können.

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