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Jahreskonzert

29.11.2018

105 Jahre Blasmusik und ein Abschied

Eine gerahmte Fotografie und eine Kerze nahmen den Platz des verstorbenen George Hernandez ein.
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Eine gerahmte Fotografie und eine Kerze nahmen den Platz des verstorbenen George Hernandez ein.

Die Bubesheimer Kapelle widmet ihren Auftritt ihrem verstorbenen Freund

Sein Stuhl blieb frei, und doch waren er und sein Instrument beim Konzert seiner Bubesheimer Kapelle auf andere Weise präsent: Der verstorbene Musiker George Hernandez sollte beim Jahreskonzert der Bubesheimer eine wichtige Rolle spielen. Ihm widmeten seine Kollegen den Abend.

Gemeinsam mit der Musikkapelle Unterknöringen eröffneten die 31 Musikerinnen und Musiker das Konzert mit dem festlichen Einzug. Vorstand Werner Betz bat zu Beginn seiner Ansprache die Anwesenden, sich zum Gedenken an George Hernandez und allen verstorbenen Vereinsmitgliedern, sich zu einer Gedenkminute zu erheben. Betz betonte die gute Zusammenarbeit der beiden Vereine und hofft auf eine gemeinsame Zukunft.

Weiter im Programm ging es mit „Pavane in Blue“. Alexandra Betz stellte die beiden Solisten Katrin Poppe und Michael Braml vor und führte mit Katrin Losert und Benjamin Köpf durchs Programm. Dirigent Peter Niederhofer hatte ein buntes, abwechslungsreiches Programm mit vielen Solostücken geprobt. Das zeigten beim nächsten Stück Miriam Poppe und Leonie Olbort mit ihren Flöten bei „Twinkling Flutes“. Frank Hempe und Vorsitzender Werner Betz spielten die „Zweierpolka“ von Peter Schad, eine solistische Polka für Tenorhorn und Flügelhorn. Mit dem Marsch „Textilaku“ war auch schon der erste Teil des Konzertes beendet.

Bei den anschließenden Ehrungen ernannte die zweite Vorsitzende Nicole Lechleitner Albert Wiedmann und Wolfgang Lechleitner, die beide Gründungsmitglieder sind, zu Ehrenmitgliedern des Musikvereines. Rainer Lohner vom ASM gratulierte Anna Betz zur bestandenen D1 Prüfung und zeichnete Katrin Poppe für 15 Jahre Musizieren aus. Vorsitzender Werner Betz blickt auf 40 und Georg Linder sogar auf 50 Jahre aktives Musizieren zurück. Lohner bezeichnete sie als Männer, die ihr Hobby liebten und den Verein entscheidend geprägt haben. Zusammen mit Katrin Poppe bringen sie es auf 105 Jahre Musizieren.

Zu Beginn des zweiten Teiles des Konzertes wurde es emotional. Alexandra Betz erzählte, dass die nächsten beiden Stücke vom Verstorbenen George Hernandez gespendet wurden. Zum Gedenken an ihn hatten die Musikerinnen und Musiker einen Stuhl mit seinem Bild und sein Flügelhorn aufgestellt. Alexander Betz kündigte an, dass ihr Mann Werner Betz für die beiden Stücke das Flügelhorn von George zum letzten Mal erklingen lasse. Nur für George wurde der Marsch „Salomonia“ und das Solostück „Das goldene Flügelhorn“ gespielt. Neben ihrem Mann übernahm Alexandra die solistischen Einlagen in diesem Stück.

Weiter ging es im Programm mit der „Dachovskapolka“ von Josef Flegel und einem Peter Maffay Potpourri, das Arrangeur Wolfgang Wössner geschrieben hat. Beim letzten Stück „Fascinating Drums“ konnte Schlagzeuger Michael Vereb solistisch zeigen, was er kann. Mit den Zugaben „Alte Kameraden“ und dem „Halleluja“ von Leonard Cohen verabschiedeten sich die Musikerinnen und Musiker von ihren Zuhörern. (zg)

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