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Landkreis Günzburg

01.10.2011

16-Jähriger überfahren: Polizei fasst Todesfahrer von Winterbach

Großer Fahndungserfolg für die Polizei in Burgau. Der mutmaßliche Todesfahrer von Winterbach ist gefasst - ein 28-Jähriger aus dem Landkreis Augsburg.
Bild: Kaya/Symbolbild

Fahndungserfolg für die Polizei: Der mutmaßliche Todesfahrer von Winterbach ist gefasst. Der 28-Jährige soll einen Jugendlichen überfahren und dann einfach liegen gelassen haben.

Es war ein schrecklicher Unfall in der Nacht zum Samstag am südlichen Ortsausgang von Rechbergreuthen, einem Gemeindeteil von Winterbach im Landkreis Günzburg. Ein 16-Jähriger war dort zu Fuß unterwegs, als plötzlich ein Auto herankam und ihn erfasste.

Der Jugendliche wurde bei dem Zusammenstoß so schwer verletzt, dass er laut Polizei noch an der Unfallstelle starb. Der Autofahrer gab nach dem Unfall offenbar Gas, ohne sich um den Sterbenden zu kümmern. Er fuhr einfach davon.

Die Polizei löste noch in der Nacht eine Großfahndung nach dem Todesfahrer aus. Bei der zuständigen Polizei in Burgau wurde eine Ermittlungsgruppe eingerichtet. Sie bestand zunächst aus sieben Beamten, wurde dann aber auf 15 Mitarbeiter aufgestockt. "Wir wollen den Fahrer fassen", brachte es ein Sprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West gegenüber Augsburger Allgemeine Online auf den Punkt. 

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Einen ersten wichtigen Hinweis bekamen die Fahnder am Samstagnachmittag, als die Spuren am Unfallort ausgewertet waren. Danach stand fest, dass der Unfall von einem Audi A 3 verursacht worden war.

Mögliche Fahrer überprüft

Damit gingen die Beamten zum nächsten Schritt über - der Überprüfung aller möglichen Unfallfahrer. Die Straße, auf der der tödliche Unfall geschah, ist vor allem bei Einheimischen bekannt. Also konzentrierten sich die Fahnder zunächst einmal vor allem auf das nähere Umfeld.

Allein in den drei Landkreisen rund um den Unfallort wären schlimmstenfalls rund 2300 Audi-Fahrer zu überprüfen gewesen. Doch die Beamten wurden bereits am späten Samstagnachmittag fündig - ganz in der Nähe. Bei einer 25-Jährigen entdeckten sie das Fahrzeug, mit dem der 16-Jährige offenbar überrollt und getötet worden war.

Damit stand "mit großer Wahrscheinlichkeit", so ein Polizeisprecher, auch der Unfallfahrer fest: ein 28-jähriger aus dem Landkreis Augsburg, der mit der 25-Jährige aus dem Landkreis Günzburg unterwegs war. "Die Ermittlungen haben ergeben, dass mit dem sichergestellten Pkw ein Überrollen der getöteten Person stattgefunden hat", so der Polizeisprecher weiter. Zur endgültigen Klärung des Unfallgeschehens wird nun ein unfallanalytisches Gutachten erstellt.

Tatverdächtiger sagt nichts zu den Vorwürfen

Der Tatverdächtigen hat sich zu den Vorwürfen bislang nicht geäußert. Gegen ihn wird unter anderem wegen fahrlässiger Tötung, unerlaubten Entfernen vom Unfallort und unterlassener Hilfeleistung ermittelt. Ihm drohen damit Geld - oder Freiheitsstrafe. Sein Führerschein wurde sichergestellt. Der 28-Jährige blieb aber auf freiem Fuß, ebenso die 25-Jährige.

Die Polizei sprach von einem "großen Fahndungserfolg". Gerade für die Hinterbliebenen sei es wichtig, dass der tödliche Unfall zumindest geklärt sei, hieß es - auch, wenn es sie kaum trösten werde.

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