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Ehrenamt

09.11.2018

35 Jahre lang beharrlich gegen die Not gearbeitet

Der Missionskreis Ichenhausen hilft in Tansania vor allem im Bildungs- und Gesundheitssektor

Das Virus „Tansaniensies“ hat vor 35 Jahren den Missionskreis der Pfarrei Ichenhausen befallen und nicht mehr losgelassen. Seit 1983 treibt dieses „Virus“ die Mitglieder und Helfer des Missionskreises an, die beharrlich dazu beitragen, die Not der Menschen in einer der ärmsten Regionen Tansanias zu lindern.

In seiner Predigt anlässlich des Weltmissions-Sonntags rief der ehemalige Stadtpfarrer Ichenhausens, Helmut Enemoser, dazu auf, auch weiterhin nicht die Augen vor der Not der Menschen in Afrika zu verschließen.

In einer kurzen Zusammenfassung beleuchtete Enemoser die positiven Entwicklungen, vor allem auf dem Gebiet des Gesundheitswesens und der Bildungseinrichtungen, die den Menschen in der Diözese Singida eine Zukunftsperspektive geben.

So entstand beispielsweise in Mtinko aus einer kleinen Dispensary ein gut ausgestattetes Hospital, das mittlerweile ausschließlich von afrikanischen Schwestern geleitet wird. Auch die Sekundarschule in Misuna mit Internat wird mustergültig geführt. Alle diese Einrichtungen sind weiterhin auf Spenden angewiesen, um kostspielige, aber notwendige Anschaffungen wie Röntgen- oder Narkoseapparate und Medikamente zu finanzieren. So konnten 2017 für ein Narkosegerät 22000 Euro bereitgestellt werden und 2018 wurde der stolze Betrag von 40000 Euro als Grundstock für das notwendige neue Röntgengerät (Preis 60000 Euro) überwiesen. Zudem erhält das Hospital jährlich zwischen 5000 und 10000 Euro Spenden für Medikamente. Auch die Internat-Schule wird jährlich mit 5000 Euro für Schulspeisung unterstützt.

Im Anschluss an den Gottesdienst lud Pfarrer Helmut Enemoser zu einem Bildervortrag in das Heinrich-Sinz-Haus ein. Dabei begrüßte die Vorsitzende des Missionskreises Margit Scheppach Gäste wie Schwester Maria Magdalena vom Orden der Karl-Borromäerinnen in Trier, den Leiter des Missionsreferates der Diözese Anton Stegmair, Bürgermeister Robert Strobel sowie Pater Joachim, die unisono dem Missionskreis Respekt und Dank für die geleistete Arbeit zum Ausdruck brachten.

Zwei afrikanische Schwestern vermittelten mit von Trommeln begleitetem Gesang ein wenig afrikanisches Flair im voll besetzten Ichenhauser Pfarrheim. (zg)

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10.11.2018

Wir finden es sehr sehr sc hade, dass keine Fotos mit veröffentlicht wurden. Wir mußten ja schon um die Veröffentlichung des selbstverfassten Artikels kämpfen. Wenn man bedenkt was sonst alles Unwichtiges veröffentlic ht wird und dies oft mit einem riesigen Platzpotential. Schade, dass solche Aktionen und jahrzehntelange Einsätze von freiwilligen Helfern nur gezwungenermassen veröffentlicht werden. Übrigens wurde das Hospital in Mtin ko von der Regierung als das beste Gesundheitszentrum in der Region ausgezeichnet. Dies verdient doch eine entsprechende Würdigung. Wir hoffen und wünschen, dass solche Einsätze wie vom Missionskreis Ichenhausen in Zukunft in der Augsburger Allgemeinen besser gewürdigt werden. Danke und freundlichen Gruß
Margit und Fritz Scheppach

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