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30.06.2009

38-jährige Frau verbrennt in ihrem Auto

Ichenhausen/Ettenbeuren Opfer eines tragischen Unfalls wurde am Sonntagabend eine 38-jährige Frau aus dem Landkreis Günzburg. Sie war gegen 20 Uhr auf der Staatsstraße 2023 zwischen Ettenbeuren und Ichenhausen gegen drei Bäume geprallt. Dabei wurde sie so stark in ihrem Fahrzeug eingeklemmt, dass sie weder von zu Hilfe geeilten Autofahrern noch von der Feuerwehr aus dem brennenden Auto geborgen werden konnte. Die Polizei geht davon aus, dass die Frau bei vollem Bewusstsein verbrannt ist.

Gegen drei Bäume geprallt

Nach Angaben des Polizeipräsidiums in Kempten war die Frau aus noch ungeklärter Ursache auf der Straße von Ettenbeuren in Richtung Ichenhausen in einer leichten, lang gezogenen Linkskurve von der Fahrbahn abgekommen. Die 38-Jährige geriet aufs Bankett und prallte nach rund 50 Metern zunächst gegen zwei kleinere Bäume, die durch die Wucht des Aufpralls umgeknickt wurden. Schließlich schleuderte die Autofahrerin gegen eine mächtige Fichte.

Nachfolgende Autofahrer hatten den Unfall nach Angaben des Polizeipräsidiums verfolgt und wollten der verunglückten Frau zu Hilfe kommen. Die 38-Jährige war aber im Bereich der Beine so stark eingeklemmt, dass sie von den Ersthelfern nicht geborgen werden konnte.

38-jährige Frau verbrennt in ihrem Auto

Schnell am Einsatzort

Kurz nach dem Aufprall an dem Baum fing der Renault "Megan Scenic" Feuer. Die Feuerwehren aus Ettenbeuren und Ichenhausen waren bereits fünf bis sechs Minuten nach der Alarmierung mit etwa 40 Mann am Unfallort. Zu diesem Zeitpunkt brannte das Auto nach Angaben von Kreisbrandrat Robert Spiller aber bereits lichterloh.

Auch den mit Atemschutzgeräten ausgestatteten Feuerwehrmännern gelang es nicht mehr, die Frau lebend aus dem Wagen zu retten. Sie konnten die Frau nur noch tot aus dem vor allem im vorderen Bereich stark beschädigten Auto bergen.

Die Autofahrer, die zuerst versucht hatten, der 38-Jährigen zu helfen, standen unter Schock und wurden im Feuerwehrhaus in Ettenbeuren vom Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes psychologisch betreut. Auch einige der Feuerwehrmänner, die unmittelbar am Auto im Einsatz waren und anschließend die verbrannte Leiche aus dem Wagen holten, wurden im Feuerwehrhaus in Ichenhausen psychologisch betreut.

Neben den Feuerwehren aus Ettenbeuren und Ichenhausen waren die Feuerwehrinspektion mit Kreisbrandrat Robert Spiller an der Spitze, der Rettungsdienst des Roten Kreuzes und Beamte der Polizei Burgau und Günzburg im Einsatz. An dem Fahrzeug entstand laut Polizei ein Schaden von 10 000 Euro.

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Der schreckliche Unfall bewegt auch die Mitglieder unserer Online-Community. Hier wird die Frage diskutiert: Hätte ein Feuerlöscher im Auto helfen können, die Frau doch noch zu retten?

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