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Auszeichnung

04.01.2020

65 Jahre Kommunalpolitik in Rettenbach

Rudolf Geißler ist in Rettenbach geehrt worden.
Bild: CSU

Rudolf Geißler bekommt die Ehrenurkunde der CSU und hält ein Plädoyer für die Parteizugehörigkeit

Der langjährige Ortsvorsitzende und ehemaliger Gemeinderat Rudolf Geißler ist für 65 Jahre Mitgliedschaft in der CSU geehrt worden. Während einer Feierstunde blickte er auf 65 Jahre Kommunalpolitik in Rettenbach zurück und stellte die Frage, wie die Gemeinde heute ohne die CSU wohl aussehen würde. Beispielhaft erwähnte er die Umfahrungen von Remshart und Rettenbach, sowie den Radweg von Rettenbach nach Günzburg.

Das hohe persönliche Engagement der Bürgermeister und Gemeinderäte, deren Unabhängigkeit in der Entscheidung, aber auch die gute Vernetzung innerhalb der Partei seien über Jahre hinweg der Garant für eine erfolgreiche Gemeindepolitik gewesen. Auch auf der zweiten kommunalen Ebene, dem Landkreis, sei es von Vorteil für Rettenbach (gewesen), wenn ein Vertreter der Gemeinde im Kreistag sitzt und die Interessen der Gemeindebürger direkt vertreten kann. So sei es unter anderem dem Engagement der Bürgermeisterin als Kreisrätin zu verdanken, dass der Wunsch der Rettenbacher Bürger auf eine Anbindung des Flexibusses nach Günzburg umgesetzt wurde. In seinen 65 Jahren Kommunalpolitik habe er gelernt, dass etwa eine Gemeinde nur erfolgreich sei und die Demokratie funktioniere, wenn die politische Willensbildung eben in beide Richtungen stattfindet beziehungsweise stattfinden kann.

Dieser Austausch der Informationen, damit gute und richtige Entscheidungen getroffen werden, werde gerade in der heutigen Informationsgesellschaft immer wichtiger. Daher könne der Zugriff auf ein (Informations-) Netzwerk, wie es die CSU den Gemeinderäten etwa durch die Mitgliedschaft in der kommunalpolitischen Vereinigung biete, nur von Vorteil für die Entscheidungsfindung sein. Als Beispiel nannte Geißler die anstehende Neuordnung der Grundsteuer und deren Auswirkungen auf die Kommunen. Hier stellen sich ihm die Fragen, woher ein Gemeinderat seine Informationen bezieht und wie viel Zeit er investieren möchte und kann.

65 Jahre Kommunalpolitik in Rettenbach

Geißler ist daher darüber irritiert und hat wenig Verständnis, wenn er liest, dass Gruppierungen ihre Parteilosigkeit betonen. Die Nutzung von Netzwerken und der Bezug von Informationen aus erster Hand hätten ihm bei seiner Entscheidungsfindung immer geholfen, heißt es in der Pressemitteilung.

Die Gründungsväter der Bundesrepublik hätten dies schon erkannt und deshalb im Grundgesetz verankert, dass die Parteien ein notwendiger Bestandteil der freiheitlichen demokratischen Grundordnung seien und zur politischen Willensbildung beitragen. Für Geißler als politisch interessierten und engagierten Menschen sei es daher eine Selbstverständlichkeit und Freude, Mitglied der CSU zu sein.

Der Ortsvorsitzende Werner Brenner stimmte ihm zu, dass der zunehmende Egoismus das Gemeinwohl gefährde und freute sich daher über das Plädoyer für die Mitgliedschaft in einer Partei. Während den Ausführungen von Geißler musste er feststellen, dass keiner der derzeitigen Gemeinderäte so viel Lebenserfahrung besitze wie Geißler Partei- und Politikerfahrung.

Bürgermeisterin und Kreisrätin Sandra Dietrich-Kast dankte Geißler für seinen jahrzehntelangen, ehrenamtlichen Einsatz für die Mitbürger. Aus den Händen des stellvertretenden CSU-Ortsvorsitzenden Jürgen Flemisch erhielt er die Ehrenurkunde für 65 Jahre Mitgliedschaft. (zg)

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