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Günzburg

28.07.2020

75 Jahre Bendl in Günzburg: Große Feiern gibt es wegen Corona nicht

Die Firmenzentrale am Lußweg in Günzburg.
Bild: Bernhard Weizenegger

Plus Die Günzburger Baufirma geht mit intelligenter Technologie in die Zukunft. Lob gibt es zum Jubiläum der Günzburger Firma von IHK und HWK.

Harry Bendl ist gerührt: Gerade hat seine Baufirma von Regionalgeschäftsführer Oliver Stipar die Würdigungsurkunde zum 75-jährigen Bestehen erhalten. „Es ist ein guter Anlass, meinem Nachfolger Stefan Wiedemann für alles zu danken, was er und sein Team in den vergangenen Jahren geleistet haben“, sagt der ehemalige Seniorchef.

Die großen Feierlichkeiten, die seit Monaten im Forum am Hofgarten geplant waren, fielen der Corona-Krise zum Opfer. Hunderte Gäste waren geladen. Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner, Personen aus Politik und Gesellschaft. Denn es gibt viele Gründe zum Feiern. Zu Recht ist Harry Bendl stolz auf seinen Nachfolger, der ihm im Jahr 2003 zuerst als Geschäftsführer nachfolgte. 2006 wurde er Geschäftsführender Gesellschafter, seit 2011 alleiniger Geschäftsführer. Um den umfangreichen Aufgaben des stark wachsenden Bauunternehmens gerecht zu werden, verstärkt seit 2018 Stefan Weißenhorner als Geschäftsführer und seit 2020 mit Peter Finkel ein weiterer Impulsgeber das Führungsteam.

Das Günzburger Unternehmen Bendl zählt inzwischen 154 Mitarbeiter

Inzwischen zählt das Unternehmen mit der Schwestergesellschaft im sächsischen Sebnitz etwa 210 Mitarbeiter und weist für 2019 einen Umsatz von zirka 50 Millionen Euro aus. Mit stark wachsender Tendenz. „Wir sind auf Erfolgskurs“, sagt Stefan Wiedemann optimistisch.

75 Jahre Bendl in Günzburg: Große Feiern gibt es wegen Corona nicht

„Bendl gilt als leuchtendes Vorbild für die Region“, lobt Oliver Stipar und spielt damit auf die großen Bemühungen und Verdienste um die Ausbildung und den technischen Fortschritt des Unternehmens an: „Sie haben den Sprung in die Zukunft schon geschafft.“

Gleich zwei Würdigungen hat die Firma Bendl anlässlich ihres 75-jährigen Bestehens erhalten: Handwerkskammer sowie Industrie- und Handelskammer (IHK) würdigten den Wagemut, Ideenreichtum und die Leistung der Unternehmer und ihrer Mitarbeiter seit dem Gründungsjahr 1945. Das Foto zeigt (von links) Geschäftsführer Stefan Weißenhorner, den Geschäftsführenden Gesellschafter Stefan Wiedemann, IHK-Regionalgeschäftsführer Oliver Stipar, sowie Harry und Margot Bendl.
Bild: Bernhard Weizenegger

Tatsächlich hat die Baufirma auch nach der Corona-Krise volle Auftragsbücher. Zum einen ist dies dem hohen Grad der Digitalisierung des Unternehmens zu verdanken. Harry Bendl war es, der als erster Bauunternehmer in der Region frühzeitig den Umstieg auf eine Computer-basierte Buchhaltung und Kalkulation durchsetzte.

Heute sind alle Führungskräfte, Büro und Baustelle längst mit Laptops ausgestattet, die beleglose Buchhaltung ist selbstverständlich und das mobile Arbeiten Alltag. „Das war für uns von großem Vorteil während der Corona-Krise“, sagt Wiedemann. Zum anderen ist es der Führungsspitze in den vergangenen zehn Jahren gelungen, Marktnischen im Baugewerbe zu erschließen.

Hans-Peter Rauch, Präsident der Handwerkskammer für Schwaben (HWK), hat eine Urkunde zum Firmenjubiläum überreicht.
Bild: Bernhard Weizenegger

Dazu zählen Projekte im Größenbereich von zwei bis acht Millionen Euro. „Für ein kleines Unternehmen ist das zu groß, für die Großen ist das Volumen zu klein“, erklärt der Firmenchef. „Wir sind in der Lage, Aufträge bis zu 15 Millionen Euro jederzeit umzusetzen. Gestärkt hat die Position der Baufirma auch die Entwicklung des sogenannten Partnerschaftsmodells. Bendl bringt in der Projektumsetzung alle Partner und Interessen zusammen und behält dabei stets den Überblick. Handwerkskammerpräsident Hans-Peter Rauch lobt die unternehmerischen Leistungen der Firma auf mehreren Ebenen: „Die Zeit der Gründung 1945 war schwierig, 75 Jahre später ist sie es wieder. Doch es war immer das Handwerk, das in der Krise das Leben am Laufen gehalten hat.“

Nachwuchs-Ausbildung suche in Schwaben ihresgleichen

Beispielhaft sei die Zusammenarbeit zwischen Gründerfamilie und der nächsten Generation. Die Nachwuchs-Ausbildung suche in Schwaben seinesgleichen.

Stefan Wiedemann peilt einen weiteren Meilenstein an: Nach dem Erwerb des Nachbargrundstücks ist eine bedeutende Betriebserweiterung geplant: „Alle ausgelagerten Unternehmensbereiche sollen wieder an einem Standort in Günzburg vereint sein.“

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