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Gemeinderat

16.03.2011

87 Meter lange Lager- und Maschinenhalle

„Schön wird das nicht, gerade am Ortseingang.“UBL-Gemeinderat Georg Zeiser

Bau entsteht an der Wasserburger Straße in Bubesheim

Bubesheim Kaum eine Sitzung des Bubesheimer Gemeinderates findet ohne das Themenfeld Neubauten statt. In der Märzsitzung wurde einstimmig Baurecht entlang des Bubesheimer Bachs in der Straße „Am Weiherberg“ geschaffen. Eine sogenannte Einbeziehungssatzung regelt für die betroffenen vier Flurnummern die Baugrenzen und legt einen fünf Meter breiten Uferstreifen auf der westlichen Bachseite fest. Auf diesem Streifen sichert sich die Gemeinde eine Grunddienstbarkeit für Pflegemaßnahmen.

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Ein eventueller Zaun muss fünf Meter vom Bubesheimer Bach entfernt sein. In südlicher Richtung soll eine Ortsrandbegrünung mit heimischen Gehölzen erfolgen, die Satzung legt dort auch die benötigte Ausgleichsfläche aus Gründen des Naturschutzes fest.

Froh ist man im Bubesheimer Rathaus, dass das Wasserwirtschaftsamt die Fläche entgegen ersten Annahmen als „kein Überschwemmungsgebiet“ einstufte. Trotzdem wird in der Satzung ein Haftungsausschluss aufgenommen. Dazu Bürgermeister Walter Sauter (Freie Wähler): „Der Bauherr weiß, wohin er baut.“ Für die Zeit des Baus ist die Errichtung eines Bauzauns entlang der Uferschutzzone vorgeschrieben.

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Wesentlich mehr Beachtung bei den Bubesheimern findet das Bauprojekt auf einem Firmengelände an der Wasserburger Straße. Dort wurde jetzt mit einer Gegenstimme von UBL-Gemeinderat Georg Zeiser („Schön wird das nicht, gerade am Ortseingang.“) der Bau einer 87 Meter langen Lager- und Maschinenhalle abgesegnet. Auf Nachfrage von 3.Bürgermeisterin Hedwig Edelmann, die nach Hinweisen von Bürgern, dass Bauschutt auf dem Grundstück verfüllt würde, das Landratsamt eingeschaltet hat, erklärte Bürgermeister Sauter, dass der Vorgang weiter vom Landratsamt behandelt wird.

Gleich gegenüber im Baugebiet „Untere Lache“ wird im Freistellungsverfahren ein Einfamilienhaus gebaut. Außerdem werden die Grundstücksgrenzen auf der Südseite des Lärmschutzwalls neu festgelegt. Dabei wurde festgestellt, dass ein Grundstück nicht erschlossen ist. Das Ingenieurbüro schätzt die Erschließungskosten auf knapp 13000 Euro. Bereits in nicht öffentlicher Sitzung wurde eine Bauvoranfrage für den Neubau eines Gebäudes für Kfz-Handel mit Werkstatt und Wohnnutzung in der Industriestraße befürwortet. Ebenfalls in der Industriestraße ist der Neubau einer Kfz-Werkstatt mit Nutzungsänderung eines bestehenden Gebäudes geplant, die mehrfach im Gemeinderat abgelehnt wurde.

Mittlerweile, so Bürgermeister Walter Sauter, hätte das Landratsamt den Bauplan mittels Ersatzvornahme genehmigt. Deshalb sei die Beratung und Entscheidung von der aktuellen Sitzungs-Tagesordnung genommen worden. Genau dies hatte Gerhard Sobczyk (CSU) gleich zu Beginn angemahnt, denn er war es, der mit einer Behandlung im nicht -öffentlichen Sitzungsteil in der Februar-Sitzung nicht einverstanden war und mit seinem Antrag auf öffentliche Behandlung mit einer 8:3-Abstimmung gegen die Meinung des Bürgermeisters durchkam.

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