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Kommentar

10.07.2020

Ab ins Freibad! Warum die Corona-Auflagen nicht immer schlecht sind

Einen so volles Schwimmbecken wie hier vor einigen Jahren im Waldbad Günzburg wird es 2020 nicht geben.
Bild: Bernhard Weizenegger (Archiv)

Plus Das Wetter wird immer schöner, die Freibäder im Kreis Günzburg sind offen. Trotzdem verzichten viele auf einen Besuch. Warum er auch mit Corona-Auflagen Spaß macht.

Seit mehr als einem Monat sind die Freibäder wieder geöffnet, doch der Besucherandrang lässt zu wünschen übrig. Die Schwimmeinrichtungen in der Region haben Höchstzahlen für Badegäste festgesetzt, die nur selten erreicht werden – und das, obwohl das Wetter streckenweise geradezu dazu eingeladen hat, sich im kühlen Nass zu erfrischen. Woran liegt das?

Hätte es tatsächlich über längere Zeit noch wärmer sein müssen, damit sich die Menschen zu einem Badetag aufraffen können? Oder sind es doch die Sicherheitsmaßnahmen, die die Lust auf einen Freibadbesuch verderben? Masken im Eingangsbereich, Abstand auf der Liegewiese, eine festgesetzte Personenzahl in den Schwimmbecken und teilweise sogar vorgegebene Schwimmrichtungen – zugegeben, unbeschwert ist anders.

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Unbeschwert ist im Jahr 2020 dank Corona kaum etwas

Doch das ist in diesem Jahr sowieso kaum etwas. Egal ob im Supermarkt, im Bus, im Biergarten oder beim Stadtbummel, auf Schritt und Tritt wird man daran erinnert, dass heuer alles anders ist. Doch wer in den vergangenen Jahren einmal bei 30 Grad oder mehr in einem Freibad war und sich zwangsläufig wie eine Sardine in der Dose gefühlt hat, könnte sich die Frage stellen, ob die Hygienemaßnahmen wirklich nur Nachteile mit sich bringen.

Nach der Kasse kann man die Maske sofort abnehmen, sich ein ruhiges Plätzchen auf der Wiese suchen und sicher sein, dass die Großfamilie ihre Decke nicht direkt nebenan ausbreitet. Alle Griffe werden garantiert regelmäßig gereinigt und desinfiziert, beim Brust- sowie beim Rückenschwimmen hat man den ganzen Tag lang so freie Bahnen wie sonst nur morgens um acht Uhr. Und beim Sonnen knallt einem dank der gesperrten Sportbereiche kein verirrter Volleyball auf den Kopf.

Gerade jetzt ist die Situation im Freibad entspannt wie nie

Es spricht also eigentlich alles dafür, dass der Freibadbesuch so ruhig und entspannt abläuft wie selten zuvor, und das auch beim allerschönsten Badewetter. Das könnte insbesondere für diejenigen interessant sein, die wegen Corona ihren Sommerurlaub storniert haben. Was sind schon ein paar kleine Abstriche in Form von Hygienemaßnahmen im Vergleich zum ausgefallenen Strandurlaub in Ägypten? Denn dass sich in dieser Badesaison nicht mehr viel in Richtung „Normalität“ verändern wird, muss mittlerweile auch allen klar sein.

Jetzt bleibt nur noch die Entscheidung, ob man die hiesigen Schwimmeinrichtungen trotzdem weiter boykottieren und zuhause bei heruntergelassenen Rollläden den kühlen Abend abwarten will, oder sich eben doch überwindet, fünf Minuten seine Maske zu tragen, um einen (fast) normalen Badetag zu genießen. Und als Alternative bliebe ja immer noch der Badesee – solange das Wetter mitspielt.

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