Newsticker

Zahl der Corona-Infizierten in München sinkt unter kritischen Wert
  1. Startseite
  2. Lokales (Günzburg)
  3. Abmessen, aufmalen, schneiden, nähen - fertig ist das Kleid

07.03.2009

Abmessen, aufmalen, schneiden, nähen - fertig ist das Kleid

Günzburg (mkh) - Nähmaschinen rattern, das Bügeleisen dampft, bunte Stoffe werden zugeschnitten: Paula Print besucht heute eine Schneiderwerkstatt in Günzburg, das Modeatelier Ritter. Die Zeitungsente freut sich besonders, dass die Schneidermeisterin Johanna Ritter auch noch Besuch von einer kleinen Kundin namens Rosalie hat.

Das sechsjährige Mädchen ist mit seiner Mama hier und bekommt ein neues Trägerkleidchen für den Sommer geschneidert. "Wie kannst Du denn aus dem großen Stoffteil ein passendes Kleid für das Kind nähen?", quakt Paula wissbegierig. Frau Ritter erklärt der Ente geduldig die einzelnen Arbeitsschritte beim Schneidern: "Ich bin eine Damenschneiderin, daher kommen zu mir nur Frauen und Mädchen, die ein neues, schönes Kleidungsstück möchten." Gemeinsam suchen sie zuerst den passenden Stoff aus, zum Beispiel aus Seide oder Baumwolle, die Schneiderin gibt ihren Kunden auch Tipps, welche Farben und Schnitte passend wären. "Oh, schön bunt und fröhlich soll der Stoff sein", sind sich Rosalie und Paula gleich einig.

Das Mädchen hat für das neue Trägerkleid einen frischen, blauen Baumwollstoff ausgesucht, der mit kleinen Blumen bestickt ist. "So, Rosalie, jetzt wird die Länge und die Weite für Dein neues Kleid an Dir abgemessen und nach diesen Angaben kann ich dann auf Papier Dein neues Kleidchen aufmalen und ausschneiden", erklärt Johanna Ritter.

Paula staunt nicht schlecht, als die Schneiderin das Papier auf den schönen Stoff legt und - ritsch, ratsch - mit einer großen Schere die Stoffteile ausschneidet. Danach darf Rosalie einen weißen, dickeren Faden einfädeln, und Frau Ritter heftet flink die Stoffteile zusammen. "Nun kommt schon die erste Anprobe", schmunzelt die Schneiderin und führt Rosalie und Paula vor den großen Spiegel. "Hübsch schaust Du aus in dem blauen Kleid. Das wird sicher toll, wenn es ganz fertig ist", meint Paula fast ein wenig neidisch und schaut ganz neugierig zu, wie die Kleiderteile nun ganz genau mit der Nähmaschine zusammengenäht werden.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

"Unten beim Kleid muss natürlich ein Saum hin und Knopflöcher an den Trägern mit hübschen, bunten Knöpfen dran", wünscht sich Rosalie. Zum Schluss wird das Sommerkleid noch schön glatt gebügelt, dann darf es das kleine Mädchen noch mal anprobieren.

Das neue Kleid passt wie angegossen! Inzwischen hat sich Paula in der Werkstatt umgesehen und eine große Figur entdeckt, ähnlich einer Schaufensterpuppe. "An dieser Puppe kann ich die neu genähten Teile anprobieren und feststellen, was noch fehlt", erklärt ihr Frau Ritter.

Sie hängt der Zeitungsente zum Spaß ein Maßband um den Hals und versucht an ihren Watschelfüßen einen Fingerhut und einen "Stecknadeligel" zu befestigen. "Ein 'Stecknadeligel' ist eine kleine, weiche Stoffkugel, in der viele Nadeln stecken", erfährt Paula. Zum Schluss, als sich Paula schon verabschieden will, hat die Schneiderin noch eine Idee: "Wenn Du mich das nächste Mal besuchst, Paula, dann nähe ich für Dich einen schicken, leuchtenden Umhang für regnerische Tage!"

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren